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Lok Leipzig erstattet Anzeige wegen Anne-Frank-Skandal

"Eine Widerwärtigkeit"  

Anne-Frank-Skandal bei Lok Leipzig

31.10.2017, 19:54 Uhr | t-online.de

Lok Leipzig erstattet Anzeige wegen Anne-Frank-Skandal. Das Bruno-Plache Stadion von Lok Leipzig. (Quelle: imago images/Picture Point)

Das Bruno-Plache Stadion von Lok Leipzig. (Quelle: Picture Point/imago images)

Der Skandal um die Aufkleber von Anne Frank im Trikot des AS Rom sorgte für ein europaweites Echo. Nun ist die widerwärtige Darstellung der von Nazis verfolgten Jüdin auch nach Deutschland übergeschwappt.

Bei Anhängern von Regionalligist Lokomotive Leipzig wurden Bilder von Anne Frank im Trikot des Stadtrivalen BSG Chemie Leipzig gefunden. Der Verein erstattete umgehend Anzeige. "Derzeit machen in Europa Aufkleber mit antisemitischen Botschaften die Runde. Nun versuchen offenbar einige Personen, auch unseren geliebten FCL damit in Verbindung zu bringen. [...] Bevor tatsächlich irgendjemand auf die völlig absurde Idee kommen sollte, der 1. FC Lok habe mit so einer Widerwärtigkeit etwas zu tun, möchten wir hier noch einmal klarstellen: Der 1. FC Lokomotive Leipzig distanziert sich in aller Schärfe von allen Formen von Antisemitismus und Faschismus", teilte der Verein auf seiner Homepage mit.

Vorbild Lazio Rom

Wer die Bild-Montage in Umlauf brachte, ist noch unklar. Das traurige Vorbild der Leipziger Sticker ist eine Aktion der "Irriducibili". Das sind die Ultras von Lazio Rom, die Anne Frank in ein Trikot des Erzrivalen AS Rom steckten und im Olympiastadion der italienischen Hauptstadt verteilten. Im Zuge dessen liefen die Lazio-Spieler zum Aufwärmen beim nächsten Spiel in T-Shirts mit dem Konterfei von Anne Frank auf.

Anne Frank während ihrer Zeit im Versteck. (Quelle: dpa/ANP)Anne Frank während ihrer Zeit im Versteck. (Quelle: dpa/ANP)

Anne Frank (geb. 1929) war ein jüdisches Mädchen, das im Zuge des Zweiten Weltkriegs untertauchte und nach Amsterdam flüchtete. Von dort aus schrieb Frank ein Tagebuch, durch das sie weltberühmt wurde. Kurz vor Kriegsende wurde sie jedoch entdeckt und in das KZ Bergen-Belsen deportiert, wo sie im März 1945 starb. Ihr damaliges Wohnhaus ist heute ein Museum, das an die schrecklichen Taten erinnern soll. 

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