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WM 2018 – Vor Spiel gegen Schweden: Die Nationalelf ist endlich aufgewacht

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Vor Spiel gegen Schweden  

Die Nationalelf ist endlich aufgewacht

Eine Kolumne von Luis Reiß, Sotschi

22.06.2018, 18:54 Uhr
WM 2018 – Vor Spiel gegen Schweden: Die Nationalelf ist endlich aufgewacht. Sami Khedira: Nach der Pleite gegen Mexiko wurde er scharf kritisiert, nun geht er in die Offensive. (Quelle: imago)

Sami Khedira: Nach der Pleite gegen Mexiko wurde er scharf kritisiert, nun geht er in die Offensive. (Quelle: imago)

Die Pleite gegen Mexiko scheint endgültig verarbeitet: Die Spieler wehren sich gegen Kritik, Bundestrainer Löw posiert lässig. Unser Reporter schildert persönliche Eindrücke von der Nationalelf aus Sotschi.

Bundestrainer Jogi Löw setzte als erster aus dem Kreis der Nationalmannschaft ein Zeichen. Um 7.30 Uhr verließ er am Mittwoch das Teamhotel direkt an der Strandpromenade von Adler, etwa eine halbe Autostunde entfernt von Sotschi. Er war sich wohl bewusst, dass mindestens ein Fotograf warten würde, posierte lässig an einem Laternenpfahl, schrieb Autogramme. Seht her, ich bin der Weltmeister-Trainer und habe die Situation im Griff!

Jogi Löw in Denker-Pose: In Sotschi suchte er offenbar bewusst die Öffentlichkeit, um Zuversicht zu demonstrieren. (Quelle: dpa/Christian Charisius)Jogi Löw in Denker-Pose: In Sotschi suchte er offenbar bewusst die Öffentlichkeit, um Zuversicht zu demonstrieren. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Am Tag darauf gingen auch seine Spieler trotzig in die Offensive, unter anderem stellten sich die zuletzt viel kritisierten Mats Hummels und Sami Khedira am Trainingsplatz den Fragen der Journalisten.

Der Ehrgeiz ist geweckt

Besonders Hummels wollte etwas klarstellen. Nach der Pleite gegen Mexiko hatte er darüber geklagt, er und Abwehrpartner Jérôme Boateng seien von ihren Mitspielern alleine gelassen worden. Dass er selbst einige Fehler beging, ließ er unerwähnt – und erntete dafür Kritik.

Nun baute sich der Innenverteidiger in der prallen Sonne vor den Journalisten auf und sagte patzige Sätze wie: "Ich spreche über inhaltliche Dinge und es wird so getan, als würde ich irgendwelche Leute beleidigen." Und: "Ich habe keine Lust mehr, für harmlose Sachen so in die Kritik genommen zu werden. Deshalb belasse ich es dabei."

Hummels und seine Mitspieler fühlen sich angegriffen, an den Pranger gestellt nach der Pleite gegen Mexiko. Doch zum ersten Mal seit Beginn der WM-Vorbereitung in Südtirol bekommt man das Gefühl: Es regt sich etwas in der Mannschaft. Der Ehrgeiz ist geweckt, der Wille, es allen Kritikern noch einmal zu zeigen. Auch bei Sami Khedira.

Khedira wehrt sich gegen Berichte

Der Mittelfeldspieler musste nach seiner schlechten Leistung im Auftaktspiel die sportlich härtesten Kritiken einstecken. Nun wehrte er sich, schob seinen bescheidenen Auftritt auf Fehler im "mannschaftstaktischen Verhalten". Und er sagte: "Eines kann ich sagen: anders als die Berichterstattung sind wir positiv gestimmt. Wir sind selbstkritisch, was aber nicht heißt, dass wir uns zerfleischen oder misstrauisch gegenüber unserem System, unseren Mitspielern oder Trainern sind – überhaupt nicht."

Khedira reagierte damit auf Berichte in "Sport Bild" und "Bild", nach denen die Mannschaft intern in verschiedene Gruppen zerfallen sei, die sich untereinander nicht verstehen.

Denkzettel für DFB

Möglich, dass Löws Foto ebenso wie die trotzigen Statements bloß nach außen Kampfgeist vermitteln sollen. Hoffentlich wurde der auch intern geweckt. Das Trainingslager in Südtirol und die erste WM-Woche in Watutinki nahe Moskau verliefen seltsam unterkühlt.

Klar, da war der Skandal um das Foto von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Das Bangen um die Einsatzfähigkeit von Manuel Neuer. Die schlechten Testspiele gegen Österreich (1:2) und Saudi-Arabien (2:1). Und dennoch hatte man als Begleiter der Nationalelf das Gefühl: der Mannschaft ists egal. Mit Bundestrainer Löw ist man schließlich noch immer irgendwie ins Halbfinale gekommen.

Der DFB-Tross wirkte bequem, selbstsicher. Und bekam einen Denkzettel verpasst.

Jetzt zeigt sich die Mannschaft nach außen verbissener, zumindest einige Spieler haben in den kritischen Medien offenbar ein Feindbild gefunden, das die Mannschaft zusammenschweißen kann. Kapitän Manuel Neuer berichtete, dass es im Training der Reservisten nach dem Mexiko-Spiel "geknallt" habe. Nicht ausgeschlossen, dass es gegen Schweden die große Trotzreaktion gibt.

Verwendete Quellen:
  • Beobachtungen vor Ort

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