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WM 2018: Schweden triumphiert gegen Mexiko und wirft Deutschland raus


WM-Gruppe F  

Schweden schlägt Mexiko und zieht an DFB-Elf vorbei

Von Philip Seiler

27.06.2018, 18:52 Uhr
WM 2018: Schweden triumphiert gegen Mexiko und wirft Deutschland raus. Ludwig Augustinsson jubelt über seinen Treffer zum 1:0: Schweden holte sich durch ein 3:0 sensationell den Gruppensieg. (Quelle: Reuters/Andrew Couldridge)

Ludwig Augustinsson jubelt über seinen Treffer zum 1:0: Schweden holte sich durch ein 3:0 sensationell den Gruppensieg. (Quelle: Andrew Couldridge/Reuters)

Was für ein verrücktes und dramatisches Finale in der Deutschland-Gruppe F! Schweden gewinnt völlig überraschend gegen Mexiko und wird Gruppensieger. Mexiko ist dank der historischen Niederlage des DFB-Teams weiter.

Dramatik pur am letzten Spieltag der Gruppe F: Mit Mexiko, Deutschland, Schweden und Südkorea hatten noch alle vier Teams Chancen aufs Weiterkommen. Sogar Mexiko hätte trotz der beiden Siege zum Auftakt gegen Deutschland und Südkorea noch rausfliegen können. Beinahe wäre dieser Fall eingetreten.

Denn gegen die Schweden zeigten sich die Mittelamerikaner plötzlich völlig von der Rolle und gingen überraschend mit 0:3 (0:0) unter. Bereits in der ersten Halbzeit hatten die engagierten Skandinavier mehrmals die Chance zur Führung. Nach der Pause schlugen sie dann eiskalt zu.

0 : 3
Flagge Heim-Mannschaft
Mexiko
Flagge Auswärts-Mannschaft
Schweden

0:1 – Ludwig Augustinsson (50')

0:2 – Andreas Granqvist (62'/Elfmeter)

0:3 – Edson Alvarez (74'/Eigentor)

Besondere Vorkommnisse:
Keine.

 

Schweden zieht damit als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Auch Mexiko steht in der Runde der letzten 16 Teams – weil Deutschland 0:2 gegen Südkorea verliert. Der Weltmeister scheidet damit zum ersten Mal bei einer WM-Vorrunde aus.

So lief das Spiel:

Vor 33.061 Zuschauern erspielten sich die Schweden eine Vielzahl an Torchancen und sicherten sich hochverdient den Sieg in Gruppe F. Die Mexikaner schafften mit sechs Punkten aber ebenso das Weiterkommen und stehen damit zum siebten Mal in Serie im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft.

Das bittere 1:2 in der Nachspielzeit gegen Weltmeister Deutschland schienen die Schweden gut verkraftet zu haben und drängten angriffslustig auf die frühe Führung. Der besonders agile Emil Forsberg vom Bundesligisten RB Leipzig hatte mit einem Freistoß die erste gute Chance (6.), Mexikos Schlussmann Guillermo Ochoa faustete den Ball jedoch noch von der Linie. Bereits zuvor hatte dessen Teamkollege Jesus Gallardo nach nur 13 Sekunden die schnellste Gelbe Karte in der WM-Geschichte gesehen.

Nach den Siegen gegen die DFB-Elf (1:0) und Südkorea (2:1) konnte Mexiko das bislang so erfolgreiche Konterspiel nicht wie gewohnt durchziehen. Einzig nach einem Fehlpass der Schweden hatte Carlos Vela eine gute Möglichkeit. Die Lateinamerikaner hatten allerdings Glück, als Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien bei einem Handspiel des Ex-Leverkuseners Javier "Chicharito" Hernández nach Sichtung der Videobilder kein Handspiel im Strafraum sah und einen möglichen Elfmeter verweigerte (29.). Schwedens Trainer Janne Andersson tobte an der Seitenline und ließ sich nur schwer beruhigen.

Augustinsson belohnt Schweden

Mehr als 10.000 mexikanische Fans sorgten in der östlichsten der russischen WM-Städte für Heimspiel-Atmosphäre. Sie mussten aber mit ansehen, wie sich ihr Team trotz einer kurzen Drangphase nur mit Glück ohne Gegentor in die Halbzeitpause rettete. Beide Teams starteten ihre Angriffe meist durch das Zentrum, erst nach dem Seitenwechsel änderte sich das - mit Erfolg für die Skandinavier. Abwehrspieler Augustinsson belohnte den ersten guten Angriff der zweiten Hälfte mit seinem Treffer aus kurzer Distanz.

Auch nach dem Rückstand fand Mexiko kein Konzept und geriet nach einem sicher verwandelten Foulelfmeter von Kapitän Granqvist 0:2 in Rückstand. Zuvor hatte Héctor Moreno den Ex-Hamburger Marcus Berg im Strafraum von den Beinen geholt. Zu allem Überfluss traf Álvarez in der Schlussphase noch in das eigene Tor.

Verwendete Quellen:
  • eigene Beobachtungen mit Material von dpa

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