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Coronavirus-Krise – Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

"Man muss sich davon verabschieden"  

Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr

20.03.2020, 07:47 Uhr | sid

Coronavirus-Krise – Virologe: Kein Profifußball mehr in diesem Jahr. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit: Der Virologe hat sich zum Profifußball während der Corona-Krise geäußert. (Quelle: imago images)

Dr. Jonas Schmidt-Chanasit: Der Virologe hat sich zum Profifußball während der Corona-Krise geäußert. (Quelle: imago images)

Das Coronavirus stellt auch den Fußball vor eine Herausforderung. Die Bundesliga will die Saison jedoch weiter fortführen. Ein Virologe warnt nun: Selbst Geisterspiele könnten zur Verbreitung des Virus führen.

Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg glaubt im Zuge der Coronakrise nicht, dass in Deutschland bald wieder Fußball gespielt wird. "Man muss sich davon verabschieden. Es ist nicht realistisch, dass die Saison zu Ende geführt werden kann", sagte Schmidt-Chanasit dem NDR-Sportclub.

Vor allem mit Blick auf Krisenländer wie Italien hält es der Wissenschaftler für ausgeschlossen, dass der Ball in den deutschen Stadien zeitnah wieder rollt. "Wir sehen ja, wie die Situation in Europa ist und was uns noch bevorsteht", sagte er.

"Und selbst wenn es uns nicht so schlimm treffen sollte, heißt das noch lange nicht, dass der Fußball wieder anfangen darf. Denn das würde natürlich wieder zu einer deutlichen Verschärfung der Situation führen", mahnte er und malte ein düsteres Bild: "Das heißt, wir sprechen hier sicherlich über einen Zeitraum, der frühestens nächstes Jahr erreicht werden kann."

Geisterspiele, wie sie vor allem von den Klubs hinsichtlich des finanziellen Überlebens präferiert werden, hält Schmidt-Chanasit für keine Lösung. "Auch Geisterspiele würden dazu verleiten, dass die Leute sich wieder treffen und zusammen gucken wollen", sagte er. Bei der Rückkehr zur gesellschaftlichen Normalität müssten Spaßveranstaltungen "ganz zum Schluss kommen – gerade die, wo ein Potenzial besteht, dass sich die Leute treffen wollen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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