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Nürnberg und St. Pauli trennen sich von ihren Trainern

Von dpa
Aktualisiert am 29.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Jens Keller ist nicht mehr Trainer des 1.
Jens Keller ist nicht mehr Trainer des 1. FC Nürnberg. (Quelle: Alexander Hassenstein/getty/Pool/dpa./dpa)
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Nürnberg (dpa) - Gleich zwei Fußball-Zweitligisten haben sich einen Tag nach dem letzten Spieltag von ihren Trainern getrennt. Besonders pikant: In Jens Keller traf es den Coach des 1. FC Nürnberg, dem das Abrutschen von der Bundesliga in die dritte Liga droht.

Der "Club" muss sich in der Abstiegsrelegation am 7. und 11. Juli gegen den Tabellendritten der dritten Liga behaupten. Gerettet, aber hinter den Erwartungen zurück blieb der FC St. Pauli: Der Kiez-Club beendete die Zusammenarbeit mit Trainer Jos Luhukay, der einen Vertrag mit Gültigkeit bis zum 30. Juni 2021 hatte.

Wer sein Nachfolger wird, wollen die Verantwortlichen in der Sommerpause entscheiden. Dass der 57-Jährige nicht mehr weitermachen darf, kam aber nicht überraschend. Luhukay musste zum einen das sportlich enttäuschende Abschneiden mit dem 14. Tabellenrang verantworten, zudem sorgte der Niederländer mit taktischen und personellen Entscheidungen sowie öffentlichen kritischen Aussagen für Unruhe.

In Nürnberg erhoffen sie sich durch das Ende des Engagements von Keller den nötigen Impuls für die beiden Spiele um den Verbleib in der zweiten Liga. Michael Wiesinger soll die Mannschaft dann als Chefcoach und Marek Mintal als dessen Assistent betreuen, teilte der Verein am Montag mit. Die beiden seien die einzige sinnvolle Lösung. "Beide kennen die Mannschaft, das Umfeld und können ohne Eingewöhnung direkt loslegen", sagte Sportvorstand Robert Palikuca.

Keller war im November als Nachfolger von Damir Canadi zum FCN gekommen. Dem sogar mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Traditionsverein aber konnte er nicht zum Erfolg verhelfen. Nach der Corona-Pause gewann er nur eines von neun Spielen. Am Sonntag spielte Nürnberg 1:1 in Kiel - mit einem Sieg hätte die Rettung geklappt. Der gebürtige Stuttgarter holte in 21 Spielen nur fünf Siege und acht Remis und damit einen noch schlechteren Punkteschnitt als Canadi.

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