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EM-Qualifikation: U21 peilt trotz Corona-Wirbel Sieg an

EM-Qualifikation  

U21 peilt trotz Corona-Wirbel Sieg an

08.10.2020, 11:23 Uhr | dpa

EM-Qualifikation: U21 peilt trotz Corona-Wirbel Sieg an. Der Leverkusener Florian Wirtz könnte der bislang jüngste deutsche U21-Nationalspieler werden.

Der Leverkusener Florian Wirtz könnte der bislang jüngste deutsche U21-Nationalspieler werden. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa. (Quelle: dpa)

Chisinau (dpa) - U21-Nationalcoach Stefan Kuntz ist wieder als Optimist gefragt. Denn Absagen, Verletzungen und Hindernisse durch die Corona-Pandemie prägen die Vorbereitung der deutschen U21-Fußballer auf den wichtigen Doppelpack in der EM-Qualifikation in Moldau und gegen Bosnien-Herzegowina.

"Wir gehören nicht zu denen, die von vornherein jammern. Wir schauen nach vorne, und wir haben gute junge Spieler", sagte Kuntz vor der Partie in Moldau am Freitag (18.15 Uhr/ProSieben Maxx), in der für die Nachwuchs-Auswahl im Kampf um das EM-Ticket nur ein Sieg zählt.

Gut einen Monat nach dem 1:4 in Belgien und der höchsten Niederlage in der Amtszeit von Kuntz als U21-Coach braucht das Team in der EM-Qualifikation dringend Punkte. Bei drei noch ausstehenden Spielen liegt die DFB-Elf in ihrer Gruppe auf Rang zwei einen Zähler hinter Belgien. "Wir haben das Ziel Gruppensieg geändert in das Ziel dreimal gewinnen", sagte Kuntz auch mit Blick auf die letzte Partie in der Qualifikation gegen Wales im November. "Wir wollen neun Punkte holen, und dann schauen wir, was dabei herauskommt. Die Qualifikation ist das oberste Ziel, und daran werden wir auch festhalten." Die neun Gruppensieger und die fünf besten Zweiten lösen die EM-Tickets.

Vor allem die Corona-Pandemie erschwert die Mission EM-Qualifikation der DFB-Junioren. Der Salzburger Mergim Berisha ist nach einem positiven Corona-Test bei seinem Verein in Mannschaftsquarantäne, Bremens Felix Agu erhielt wegen einer Verordnung des Gesundheitsamtes keine Freigabe von seinem Club. "Jetzt ist etwas mehr Flexibilität gefragt, aber das macht es ja auch reizvoll", sagte Kuntz, der zudem die verletzungsbedingten Absagen von Arne Maier, Nico Schlotterbeck und Robin Hack hinnehmen musste und daher sieben Neulinge nominierte.

"Die coronabedingten Ausfälle sind auch eine Chance für die anderen Spieler. Sie haben die Möglichkeit, sich auf einer sehr guten Bühne zu präsentieren", sagte Kuntz. Die Partie in Moldau geht er trotz des Corona-Wirbels mit viel Zuversicht an: "Diese Probleme hat ja mehr oder weniger jedes Land. Das lassen wir nicht als Ausrede gelten."

Sorgen macht sich der 57-Jährige vor der Reise nach Chisinau nicht, obwohl Moldau mit seinen rund 3,5 Millionen Einwohner am 1. Oktober den Rekordwert von 1022 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldete. "Wir bleiben so kurz wie möglich in dem Land. Von der Organisation her ist das alles top, da habe ich gar keine Bedenken", sagte er. In der Corona-Blase des DFB seien zudem "die Testungen noch dichter getaktet als in der Bundesliga".

Bei allen Absagen und Problemen darf sich Kuntz immerhin auch über zwei Personalien freuen: Der 17 Jahre alte Florian Wirtz steht vor seinem U21-Debüt, Borussia Dortmunds Felix Passlack nach drei Jahren vor der Rückkehr. "Wir sind natürlich froh, dass wir ein so großes Talent bei uns haben. Er hat Fähigkeiten, die wir sonst nicht mit unserem Kader abgedeckt haben", lobte Kuntz Wirtz, der am Freitag Julian Draxler als jüngster U21-Nationalspieler ablösen könnte.

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