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Nationalmannschaft: Kimmich und Löw reagieren auf Kritik an Shirt-Aktion


Nach T-Shirt-Aktion von DFB-Team  

"Zehn Jahre zu spät" – Kimmich und Löw kontern Kritik

27.03.2021, 18:52 Uhr | sid, dd

Nationalmannschaft: Kimmich und Löw reagieren auf Kritik an Shirt-Aktion. Deutliche Worte: Nationalspieler Joshua Kimmich. (Quelle: imago images/Contrast)

Deutliche Worte: Nationalspieler Joshua Kimmich. (Quelle: Contrast/imago images)

Die Aktion für Menschenrechte am Rande der WM-Quali-Partie gegen Island am Donnerstag sorgte für Diskussionen. Nun hat sich Joshua Kimmich mit deutlichen Worten dazu geäußert – und auch Bundestrainer Joachim Löw kontert.

Joachim Löw und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wehren sich gegen den Eindruck, dass die Menschenrechtsaktion am Donnerstag Marketing-Selbstzwecken diente. "Wenn jemand denkt, dass unsere Spieler, Manuel Neuer, Ilkay Gündogan, sich aus Marketinggründen vor so einen Karren spannen lassen, der irrt gewaltig. Unsere Spieler sind sehr, sehr interessiert und wissen, was in der Welt passiert", sagte der Bundestrainer am Samstag energisch: "Sie engagieren sich in Eigeninitiative."

Die T-Shirt-Aktion ("HUMAN RIGHTS") beim Auftakt der Qualifikation für die WM 2022 in Katar sei "aus der Mannschaft selbst gekommen. Wir wissen, dass unsere Spieler für diese Werte stehen", betonte Löw, "ich fand das richtig gut." Nicht alles, was beim DFB passiere, sei "negativ zu bewerten".

"Ich sehe uns in der Verantwortung"

Joshua Kimmich pflichtete Löw bei. "Ich sehe uns in der Verantwortung, Dinge anzusprechen. Das haben wir versucht", sagte der Mittelfeldspieler von Bayern München. Bei der Aufstellung für die Hymnen vor dem Spiel gegen Island (3:0) in Duisburg hatte jeder Spieler ein schwarzes Shirt mit einem weißen Buchstaben getragen. Die Aktion wurde gelobt, Kritik gab es allerdings an der anschließenden Verwertung auf den Social-Media-Portalen des DFB.

"Dass von einem Hochglanzvideo gesprochen wurde, spricht für die Qualität unserer Kameraleute", sagte Kimmich lächelnd. Für einen WM-Boykott sei man "zehn Jahre zu spät" dran: "Damals hätte man sich das überlegen müssen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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