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EM 2021: Deutschland enttäuscht – England wirft DFB-Team aus dem Turnier


Fußball-EM 2021  

Deutschland enttäuscht – England wirft DFB-Team aus dem Turnier

EM 2021: Deutschland enttäuscht – England wirft DFB-Team aus dem Turnier. Die Entscheidung: Englands Raheem Sterling (r.) trifft gegen Manuel Neuer. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Die Entscheidung: Englands Raheem Sterling (r.) trifft gegen Manuel Neuer. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Für die DFB-Elf ist die Europameisterschaft vorbei. Im Achtelfinale von Wembley setzte es gegen Gastgeber England eine bittere Pleite. Mit dem EM-Aus endet auch die Ära Joachim Löw.

Die spielentscheidende Szene bahnt sich nur langsam an: In der 75. Spielminute des EM-Achtelfinals zwischen England und Deutschland tragen die "Three Lions" einen bedachten, ruhigen Angriff vor. Die Situation wirkt nahezu ungefährlich, als der Ball bei Linksverteidiger Luke Shaw landet. Der Profi von Manchester United bringt die Kugel per Flanke unbedrängt in den Fünfmeterraum, wo sich Raheem Sterling gegen die deutsche Innenverteidigung durchsetzt und zum 1:0 einschiebt. Nur zehn Minuten später macht Harry Kane nach einer weiteren Flanke, diesmal durch den eingewechselten Jack Grealish, den Sack zu. Deutschland ist geschlagen. Das Endergebnis von 2:0 für England ist besiegelt. Die Ära von Bundestrainer Joachim Löw endet mit einer bitteren Pleite.

Dabei hätte es nach dem 1:0 durch Sterling auch anders kommen können. Doch Thomas Müller, der ohnehin einen schweren Stand hatte gegen das kompakt stehende England, schiebt den Ball nach einem Weltklassepass von Kai Havertz frei vor Pickford stehend nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Danach ist Deutschlands Wille endgültig gebrochen.

Fassungslos: Thomas Müller nach seiner vergebenen Chance. (Quelle: Reuters/Frank Augstein)Fassungslos: Thomas Müller nach seiner vergebenen Chance. (Quelle: Frank Augstein/Reuters)

So lief das EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland:

Den ersten Torabschluss der Partie im mit 40.000 Zuschauern gefüllten Londoner Wembley-Stadion konnte die DFB-Elf verzeichnen. Leon Goretzkas Schuss geriet jedoch zu zentral – kein Problem für Englands Nummer eins, Jordan Pickford (4. Minute).

Auch danach war es Bayerns Goretzka, der den Takt bei Deutschland angab. In der achten Minute tankte er sich, vor Selbstbewusstsein strotzend, durch Englands Zentrum durch und konnte von Declan Rice nur durch ein Foul an der Straftraumkante gestoppt werden. Der anschließende aussichtsreiche Freistoß von Havertz landete jedoch in der englischen Mauer.

Deutschland machte in der Folge zu wenig aus seiner dominanten Anfangsphase. Besonders Gosens und Havertz, der sich auf die Zehnerposition fallen ließ, rissen das Spiel an sich, England lief derweil nur verhalten an und lauerte auf Fehler im deutschen Passspiel. Diese Passivität wurde früh von den heimischen Fans mit Pfiffen quittiert.

Trippier und Saka machten der DFB-Elf Probleme

Erstmals gefährlich wurden die "Three Lions" in der 16. Minute, als Sterling Neuer mit einem Schlenzer von außerhalb des Sechzehners zu einer starken Parade zwang.

Mit fortlaufender Spielzeit machte Englands Offensive Deutschland zusehend Probleme, besonders die Rechtsaußen Kieran Trippier und Bukayo Saka verlangten Antonio Rüdiger und Gosens in der Verteidigung alles ab.

Trug England das Spiel einmal nicht über die Flügel vor, war es Sechser Kalvin Phillips, der mit langen Ballen Harry Kane in Szene zu versetzen suchte – vergeblich. Mats Hummels nahm Englands Kapitän nahezu in Manndeckung und gab ihm so keinen Raum zur Entfaltung.

Großtat von Hummels

Kurz vor Ende der ersten Hälfte kam Kane dann doch noch zu einer Torchance. Und wieder war es Hummels, der zur Stelle war und die Gelegenheit, den Ball freistehend an Neuer vorbei ins Tor zu schieben, mit einer sensationellen Grätsche zunichte machte.

Die zweite Hälfte war keine drei Minuten alt, als der auffällige Havertz einen Querschläger nach einem Luftzweikampf mit einem technisch feinen Schuss verwerten kaonnte. Wieder war Pickford zur Stelle. 

Statt Havertz' Abschluss als Weckruf zu verstehen, zog sich Deutschland immer weiter zurück und gab England für sein auf Kontrolle bedachtes Spiel Raum und Zeit. Am Ende waren es genau dieser Raum und diese Zeit, die zu beiden englischen Toren und somit zum deutschen EM-Aus führten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtungen aus dem Wembley-Stadion

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