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Heidel: "Vorreiter, wie man es nicht machen sollte"

Von dpa
Aktualisiert am 10.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Beim 1.
Beim 1. FSV Mainz 05 von Christian Heidel liegt die Impfquote bei 100 Prozent. (Quelle: Werner Schmitt/dpa/Archivbild./dpa)
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Berlin (dpa) - Christian Heidel ist froh, dass beim FSV Mainz 05 das Thema Corona-Impfung ja oder nein derzeit keines mehr ist.

"Ein Corona-Ausbruch innerhalb einer Saison kann ĂŒber Meisterschaft und Abstieg entscheiden. Wir sind bei Mainz 05 inzwischen bei 100 Prozent, jeder Spieler und Mitarbeiter rund um die Mannschaft ist geimpft, zwei sind genesen", sagte der Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten der "Frankfurter Rundschau". "Ich habe auch den Eindruck, dass die demnĂ€chst anstehenden Booster-Impfungen angenommen werden, weil jeder verstanden hat: Wir kommen ohne die Impfungen aus der Pandemie nicht mehr raus."

Fußball immer wieder im Vordergrund - zurecht?

Zugleich erneuerte Heidel (58) seine Kritik an der Politik und der RĂŒckkehr zu Geisterspielen oder starken Zuschauerbegrenzungen. "Ich bin felsenfest davon ĂŒberzeugt, dass hier etwas komplett schieflĂ€uft. Weil die Politik in Deutschland sich angewöhnt hat, immer nur zu reagieren und ĂŒberhaupt nicht mehr zu agieren", sagte Heidel. Wegen der Bundestagswahl habe sich niemand im Sommer gewagt, "eine Entscheidung zu treffen, die womöglich Stimmen kostet. Stattdessen wurde gewartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist."

Der Fußball sei im Kontext der Pandemie nur ein ganz kleines Thema, werde "aber immer wieder in den Vordergrund gerĂŒckt. Was jetzt passiert ist, hĂ€tte nicht passieren mĂŒssen und dĂŒrfen. Alle Experten haben vor zwei, drei Monaten vor den Wintermonaten gewarnt."

Zu Beginn der Corona-Pandemie sei Deutschland noch gefeiert worden, deutlich schwerer betroffene LĂ€nder wie Spanien hĂ€tten aber aus der Pandemie besser gelernt. "Leider sind wir in diesem Jahr Vorreiter in Europa, wie man es nicht machen sollte", sagte Heidel und hofft, dass auch wegen der schwindenden Fanbindung durch den Zuschauerausschluss "spĂ€testens ab MĂ€rz, April wieder eine einigermaßen normale Situation in den Stadien" herrscht.

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