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Unmoralische Fan-Bestechung durch Katar? So reagiert der DFB


Berichte über Fake-Anhänger
Perfide Fan-Bestechung durch Katar? So reagiert der DFB


Aktualisiert am 04.11.2022Lesedauer: 2 Min.
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Hansi Flick: Wird auch das Team des Bundestrainers von gekauften Fans bejubelt? Der DFB gibt eine Antwort. (Quelle: kolbert-press/Christian Kolbert)

In den vergangenen Tagen wurden Berichte über bezahlte Fans bei der Fußball-WM 2022 in Katar bekannt. Nun reagiert der DFB nach Anfrage von t-online.

WM-Ausrichter Katar steht wegen Menschenrechtsverletzungen und beim Stadionbau verstorbener Gastarbeiter in der Kritik. Deshalb will der Wüstenstaat sein Image mit einem besonderen Programm aufpolieren.

Zu diesem Zweck wurden laut Berichten der niederländischen Rundfunkanstalt NOS und der englischen Tageszeitung "The Times" Fans bezahlt, die während der WM eine gute Atmosphäre vorspielen sowie nach negativen Kommentaren in sozialen Netzwerken suchen sollen.

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Daraus ergibt sich die Frage: Sollten deutsche Fans auf ähnliche Weise gewonnen werden? Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erklärte dazu auf t-online-Nachfrage: "Dem DFB und dem Fan Club Nationalmannschaft sind Katars Fan-Programme bekannt. Weder der DFB noch der Fan Club Nationalmannschaft beteiligen oder unterstützen die Programme. Der DFB und Fan Club wissen nicht, wie viele deutsche Fans sich an den Programmen beteiligen."

Fans sollen als Spione agieren

Dies bedeutet allerdings, dass es durchaus möglich ist, dass auch deutsche Fans an dem Katar-Programm teilnehmen, da der DFB dies nicht ausschließen kann. Laut dem Bericht der "Times" würden Fans Flug und Unterkunft gestellt. Zudem erhielten sie Freitickets und 60 Pfund (etwa 69 Euro) pro Tag zur freien Verfügung.

Video | WM in Katar: "Da prallen zwei Welten aufeinander"
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Quelle: t-online

Im Gegenzug müssten die Anhänger mindestens zwei Wochen in Katar bleiben, im richtigen, vorgegebenen Moment, Fangesänge anstimmen und somit für eine positive Atmosphäre in den Stadien sorgen.

Die entsprechenden Anhänger hätten sogar einen Verhaltenskodex unterschrieben, in dem festgehalten sei, dass sie den Gastgeber nicht verunglimpfen dürften. Außerdem sollten sie soziale Medien nach kritischen Beiträgen zu Katar absuchen und "alle anstößigen, herabwürdigenden oder beleidigenden Kommentare" melden.

Verwendete Quellen
  • Anfrage beim Deutschen Fußball-Bund
  • Eigene Recherche
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