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24 Minuten Nachspielzeit? - Collina: Keine Seltenheit

Von dpa
Aktualisiert am 21.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachspielzeit
Beim Spiel England gegen Iran wurde eine Nachspielzeit von offiziell 24 Minuten - 14 nach der ersten und 10 nach der zweiten Halbzeit - angezeigt. (Quelle: Martin Rickett/PA Wire/dpa/dpa-bilder)
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Gleich acht Tore fielen beim 6:2 der Engländer zum WM-Auftakt gegen den Iran - das letzte von ihnen in der 13. Minute der Nachspielzeit. Tatsächlich wurde beim zweiten Spiel der WM in Katar eine Nachspielzeit von offiziell 24 Minuten - 14 nach der ersten und 10 nach der zweiten Halbzeit - angezeigt, die dann nochmals überzogen wurde.

Das Tor von Irans Mehdi Taremi (90.+13) war das späteste Tor einer Weltmeisterschaft in regulärer Spielzeit, das seit detaillierter Datenaufzeichnung von 1966 gemessen wurde, wie der Datendienstleister Opta bei Twitter mitteilte. Das Tor vom niederländischen Davy Klaassen (90.+9) nur eine Begegnung später, war demnach der zweitspäteste Treffer.

Auf lange Nachspielzeiten sollten sich Fans bei diesem Turnier grundsätzlich einstellen, wie Schiedsrichterchef Pierluigi Collina vom Fußball-Weltverband FIFA bereits vor dem Turnier angekündigt hatte.

"Wir werden die Nachspielzeit sehr sorgfältig kalkulieren und versuchen, die Zeit auszugleichen, die durch Zwischenfälle verloren geht", sagte Collina. "Wir wollen nicht, dass es in einer Halbzeit nur 42 oder 43 Minuten aktives Spiel gibt, das ist nicht akzeptabel. So solle die Zeit, die durch Torjubel, Auswechslungen, Verletzungen oder Platzverweise verloren gehe, in jedem Fall nachgespielt werde. "Sieben, acht, neun Minuten Nachspielzeit", seien in einem normalen WM-Spiel in Katar durchaus zu erwarten.

In der Partie zwischen England und Iran wurde diese grobe Maßgabe nun sogar gleich nach beiden Halbzeiten überboten - allerdings auch wegen des sehr ereignisreichen Spiels. Zu den insgesamt acht Toren kamen unter anderem noch eine längere Behandlungspause für den verletzten iranischen Nationaltorhüter Ali Beiranvand und eine Entscheidung durch den Videobeweis, bei der sich Referee Raphael Claus eine Szene selbst noch einmal ansah.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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