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WM 2022 in Katar: Embolo bringt Schweiz gegen Kamerun zum Sieg – besonderer Jubel


Warum Embolo nach seinem Siegtor so ungewöhnlich jubelte

Von Jörn Reher

Aktualisiert am 24.11.2022Lesedauer: 3 Min.
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Breel Embolo: Der Schweiz-Star (r.) erzielte das 1:0-Siegtor. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON)
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Die Schweiz müht sich gegen Kamerun dank zwei Ex-Bundesliga-Stars zu einem Sieg. Bayern-Stürmer Choupo-Moting vergibt hingegen gute Chancen.

So ein Ergebnis hat sich die Schweiz zum WM-Start vorgestellt: Im Spiel gegen Kamerun gibt's einen 1:0-Sieg. Dabei dominiert das Team von Murat Yakin zwar, hat aber nur wenige Gelegenheiten.

Eine davon nutzt der Ex-Gladbacher Breel Embolo auf Vorlage von Ex-Bayern-Star Xherdan Shaqiri zum entscheidenden 1:0 (48. Minute). Es ist ein ganz spezieller Treffer für den Stürmer. Er jubelt emotional, hebt die Hände entschuldigend in die Luft und richtet sie anschließend gen Himmel. Der Grund für die Gesten: Embolo wurde in Kamerun geboren, entschied sich aber für die Schweizer Nationalmannschaft.

Kamerun trifft hingegen nicht, vergibt stattdessen mehrere Hochkaräter. Auch Bayern-Star Eric Maxim Choupo-Moting scheitert an Torwart Sommer. So reicht es für die Schweiz zum knappen Sieg.

Im zweiten WM-Gruppenpiel gegen Brasilien (Montag, 17 Uhr, live bei t-online im Ticker) kann die Schweiz nun befreit aufspielen. Für Kamerun wird es nun schwierig, das Achtelfinale zu erreichen.

So lief das Spiel

Die Schweiz dominiert zu Beginn mit viel Ballbesitz, ist aber nicht zwingend. Anders die Kameruner. In der 10. Minute ist Mbeumo frei durch, scheitert aber an Schweiz-Torwart Yann Sommer. Den Nachschuss aus guter Position jagt Toko Ekambi rüber.

In der 14. Minute ist Bayern-Star Choupo-Moting nach einem Fehler von Ex-BVB-Profi Akanji plötzlich frei durch, scheitert aber an Sommer. Außerdem stand Kameruns Kapitän dabei im Abseits. In der 30. Minute kombiniert sich Kamerun erneut schnell nach vorne, Sommer kann den Schuss von Homngla nicht festhalten. Elvedi klärt aber. Auffällig: Wenn Kamerun schnell umschaltet, ist die Schweiz anfällig.

Das nächste Beispiel dafür folgt in der 35. Minute. Kamerun kommt schon wieder vors Tor, Widmer verhindert den Einschlag aber im letzten Moment mit einer Grätsche vor dem hereinstartenden Toko Ekambi. In der Nachspielzeit vergibt Akanji die beste Chance der Schweiz in Halbzeit eins. Der Innenverteidiger köpft knapp vorbei. Bezeichnend: Die Chance resultierte aus einer Standardsituation. Aus dem Spiel heraus strahlt die Schweiz kaum Torgefahr aus.

Die zweite Halbzeit beginnt aus Sicht der Schweizer aber deutlich besser. Der Ex-Gladbacher Embolo verwandelt eine Flanke vom einstigen Bayern-Star Xherdan Shaqiri zum 1:0 in der 48. Minute. Nach dem Tor hebt Embolo die Hände in die Luft und entschuldigt sich beinahe für sein Tor. Der Hintergrund dazu ist, dass der Stürmer in Kamerun geboren wurde.

Die nächste Chance gehört wieder Kamerun. Choupo-Moting kombiniert sich in der 57. Minute stark durch, scheitert aus spitzem Winkel aber an Sommer.

Angesichts der Führung kommt nun auch die Schweiz zu Kontergelegenheiten. Augsburg-Profi Vargas scheitert in der 66. Minute an dem stark reagierenden Kamerun-Torwart Onana. In der 74. Minute ist dann trotz Rückstand frühzeitig Schluss für Choupo-Moting. Für ihn kommt Aboubakar ins Spiel.

Gegen die seit der Führung tiefer stehenden Schweizer fällt Kamerun nicht mehr viel ein. Somit bleibt's letztlich beim 1:0. Kamerun steht jetzt im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien (Montag, 11:00, live bei t-online im Ticker) mächtig unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage wäre das vorzeitige WM-Aus wohl besiegelt.

Die WM in Katar läuft. t-online ist vor Ort und berichtet über das brisanteste Turnier der Fußballgeschichte. Mit dem WM-Push verpassen Sie keine News mehr. Hier können Sie ihn abonnieren.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
Hintergrund zum Beitrag

Am WM-Ausrichterland Katar wird viel Kritik geübt, manche Beobachter fordern einen Boykott. t-online berichtet ausführlich, aber kritisch über die Weltmeisterschaft – weil Millionen Fußballfans sich über die Spiele freuen und weil die Missstände in Katar und bei der Fifa beleuchtet werden sollten.

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