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Katar und die Frauen bei der WM: Sie sind unsichtbar


Sie werden unsichtbar gemacht

  • Noah Platschko
Von Noah Platschko

Aktualisiert am 29.11.2022Lesedauer: 3 Min.
Meinung
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Katarische Fans im Stadion: Auch hier überwiegen die männlichen Zuschauer.
Katarische Fans im Stadion: Auch hier überwiegen die männlichen Zuschauer. (Quelle: IMAGO/Dave Shopland/Shutterstock)
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Egal wo man hinschaut in Katar: Überall dominieren Männer. Auch bei der WM. Selbst eine positive Neuerung der Fifa fällt bislang negativ auf.

Guten Morgen aus Doha,

am Freitag erwähnte ich an dieser Stelle den Rekord von Portugals Superstar Cristiano Ronaldo. Er war der erste Spieler, der das Kunststück vollbrachte, bei fünf Weltmeisterschaften zu treffen. Diese Leistung möchte ich ihm auch vier Tage später nicht in Abrede stellen. Es ist aber nur die halbe Wahrheit.

Mit der Brasilianerin Marta existiert nämlich eine Spielerin, der das 2019 ebenfalls gelang. Wie so oft ist der Blick auf den Fußball ein männlicher. Auch ich bin ein Mann Ende 20, der meist über Männer schreibt, die einem Ball hinterherlaufen, bei einem Turnier, das von korrupten Männern vergeben wurde, organisiert von einem Verband, an dessen Spitze weitgehend Männer stehen.

Und der Journalisten-Bus, mit dem ich am Sonntagabend über eine Stunde zum Deutschland-Spiel ins Al-Bayt-Stadion fuhr? Sie ahnen es: 38 Männer und nur 2 Frauen waren an Bord. Diese Weltmeisterschaft ist ein Männerturnier. Diesem Thema will ich in den kommenden Tagen einen eigenen Text widmen.

Es gibt bei dieser so umstrittenen WM aber durchaus Neuerungen, die positiv zu bewerten sind. So wurden in Katar erstmals Schiedsrichterinnen eingesetzt. Stéphanie Frappart (Frankreich), Salima Mukansanga (Ruanda) und Yoshimi Yamashita (Japan) standen als 4. Offizielle an der Seitenlinie. Während Yamashita auf vier Einsätze kommt, stehen die anderen beiden bei zwei.

Ein großes Manko bislang: Noch keine einzige Frau hat, Stand jetzt, eine Partie als Hauptschiedsrichterin pfeifen dürfen. Ich bin gespannt, ob sie am dritten Spieltag dann auch mal eine Partie auf dem Feld leiten dürfen.

Apropos Frauen: Seit wenigen Monaten hat der DFB eine neue Pressesprecherin. Und so begrüßte Franziska Wülle am Montag die Journalistinnen und Journalisten auf der digitalen PK, bei der Hansi Flicks Assistenten Danny Röhl und Marcus Sorg Rede und Antwort standen.

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Franziska Wülle: Die langjährige Journalistin ist seit September Pressesprecherin beim DFB. (Quelle: IMAGO/Hansjürgen Britsch)

Allzu viel ließen sich die beiden Assistenten dabei nicht entlocken. Und auch eine Startelfgarantie für Niclas Füllkrug, den Retter vom Spanien-Spiel, wollten sie nicht aussprechen. "Man spricht immer viel über die echte Neun. Das Entscheidende ist, dass die Spieler die Tore machen, als Mannschaft die Torchancen bekommen und die Qualität der Torchancen erhöhen", so Sorg am Montag. Gegen Costa Rica sollte die deutsche Mannschaft das schaffen.

WM-Anekdote

Nachdem mein Kollege Benjamin Zurmühl und ich nach dem Deutschland-Spiel zu später Stunde zu Bett gegangen waren, stand am Montag eine kleine Bootstour an, bei der wir auf dem Wasser den Sonnenuntergang in Doha genießen konnten.

Auf dem Weg zum Ableger warteten wir auf andere Journalisten (Ja, es war keine Frau dabei), und wurden dabei auf einen der vielen Helfer aufmerksam, die den ankommenden Gästen den Weg zur Metro zeigten. Jener Helfer wählte dabei eine kreative Art, den Menschen den Weg zu weisen. Doch sehen und hören Sie selbst:

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Heutige WM-Spiele

16 Uhr, Gruppe A: Ecuador gegen Senegal
16 Uhr, Gruppe A: Niederlande gegen Katar
20 Uhr, Gruppe B: Iran gegen USA
20 Uhr, Gruppe B: Wales gegen England

Weitere Hinweise

Heute beginnt der dritte Spieltag dieser WM. Nun werden also die Gruppenspiele parallel ausgetragen. Während in Gruppe B noch alle Teams eine Chance auf das Weiterkommen haben, steht in Gruppe A bereits fest, dass Gastgeber Katar gegen die Niederlande sein letztes Spiel der WM absolvieren wird. t-online wird live vor Ort sein und die Partie für Sie verfolgen.

Die WM in Katar hat begonnen. t-online ist mit vor Ort und berichtet über das brisanteste Turnier der Fußballgeschichte. Mit dem WM-Push verpassen Sie keine News mehr. Hier können Sie ihn abonnieren.

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Hintergrund zum Beitrag

Am WM-Ausrichterland Katar wird viel Kritik geübt, manche Beobachter fordern einen Boykott. t-online berichtet ausführlich, aber kritisch über die Weltmeisterschaft – weil Millionen Fußballfans sich über die Spiele freuen und weil die Missstände in Katar und bei der Fifa beleuchtet werden sollten.

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