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Wunram trotzt Regen und Wellen: WM-Silber im Freiwasser

Von dpa
Aktualisiert am 19.07.2019Lesedauer: 2 Min.
Finnia Wunram holte im Freiwasser ihre zweite WM-Medaille: Silber ├╝ber 25 Kilometer.
Finnia Wunram holte im Freiwasser ihre zweite WM-Medaille: Silber ├╝ber 25 Kilometer. (Quelle: Mark Schiefelbein/AP./dpa)
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Yeosu (dpa) - Fr├Âstelnd mit einem Handtuch ├╝ber der Schulter stand Finnia Wunram im str├Âmenden Regen von Yeosu. Aushilfscoach und Doppel-Medaillengewinner Rob Muffels versuchte sie mit einem Schirm zumindest ein wenig zu sch├╝tzen.

Nach ihrer ├╝berraschenden Silbermedaille ├╝ber 25 Kilometer musste Wunram erstmal ganz tief durchpusten. Dann sagte sie: "Ich bin gerade einfach nur froh, dass es durch ist. Dass da Silber bei rausgesprungen ist, ist nat├╝rlich noch umso sch├Âner." Die 23-J├Ąhrige trotzte prasselnden Tropfen, Sturm und Wellen und bescherte den Freiwasserschwimmern im letzten WM-Rennen die f├╝nfte Medaille.

"Wahnsinn!", sagte Lurz. "Wir sind super happy, super gl├╝cklich." Sein Team sorgte in den Tagen von Yeosu f├╝r eine zuvor nicht absehbare Medaillenflut. Zweimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze - f├╝r die Langstreckenspezialisten waren es die erfolgreichsten Weltmeisterschaften seit 2013. Zudem sicherten sie sich alle vier m├Âglichen Tickets f├╝r Olympia im kommenden Jahr in Tokio - ein Novum.

Wunram durfte sich nach Bronze im F├╝nf-Kilometer-Rennen von Kasan 2015 ├╝ber die zweite WM-Medaille ihrer Karriere freuen. Beim Kampf gegen starke Konkurrentinnen und widrige Bedingungen unterst├╝tzte sie Teamkollege Muffels besonders. Der 24-J├Ąhrige half bei der Verpflegung, gab Tipps. Der Bronzegewinner ├╝ber zehn Kilometer und Champion mit der Staffel machte seinen Job ausgezeichnet. Weil der Magdeburger Trainer und Teamchef der deutschen WM-Mannschaft Bernd Berkhahn schon zu den Beckenschwimmern nach Gwangju gefahren war, gab Muffels den Coach, wie Wunram l├Ąchelnd erkl├Ąrte.

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Um sich die Rennzeit von mehr als f├╝nf Stunden zu vertreiben, lie├č sie ihre Gedanken im Hafenbecken des Weltausstellungsgel├Ąndes von 2012 auch mal schweifen. "Ich habe meistens irgendwelche Lieder im Kopf, die ich dann abspiele." Welche? Daran konnte sie sich nach dem Kraftakt nicht mehr erinnern.

Der Akku war leer. An eine richtig z├╝nftige Medaillenparty dachte Wunram erstmal nicht. "Vielleicht ein bisschen feiern, vielleicht ein bisschen Kuchen", sagte die Magdeburgerin. Auch der Bundestrainer wurde nicht so richtig konkret. "Wir werden bestimmt heute Abend mal ansto├čen", sagte er immerhin. "Das geh├Ârt dazu."

Bei der vergangenen WM in Ungarn vor zwei Jahren waren seine Langstreckler noch ohne Medaille nach Hause gefahren. Danach sei ein "Ruck durch die Mannschaft" gegangen, erkl├Ąrte Lurz. Man habe sich dazu entschieden, an mehr Wettk├Ąmpfen teilzunehmen. Die Schwimmer sammelten Erfahrung. Eine besondere Rolle kommt zudem Zehn-Kilometer-Weltmeister Florian Wellbrock zu. Als "Typ" und "Charakter" ziehe der 21-J├Ąhrige die Mannschaft mit, erkl├Ąrte Lurz.

Der W├╝rzburger hofft, dass Wellbrock, der in der Halle ├╝ber 1500 und 800 Meter startet, die deutsche Freiwasser-Euphorie mit nach Gwangju nimmt. Vom 21. Juli wird es f├╝r die Beckenschwimmer ernst. Wunram dr├╝ckt "fest die Daumen, dass sie hoffentlich genauso weitermachen, wie wir hier aufgeh├Ârt haben."

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