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Skispringer bejubeln Platz zwei f├╝r Leyhe

Von dpa
Aktualisiert am 02.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Auf dem Podest in Sapporo: Sieger Stefan Kraft (M) steht zwischen Stephan Leyhe (l) und dem Japaner Ryoyu Kobayashi.
Auf dem Podest in Sapporo: Sieger Stefan Kraft (M) steht zwischen Stephan Leyhe (l) und dem Japaner Ryoyu Kobayashi. (Quelle: kyodo/dpa./dpa)
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Sapporo (dpa) - Sein famoser 142-Meter-Flug und der erste Podestplatz seit 441 Tagen erh├Âhten bei Stephan Leyhe noch einmal die Vorfreude auf sein pers├Ânliches Skisprung-Heimspiel.

"Das n├Ąchste Wochenende in Willingen wird emotional f├╝r mich", sagte der 28 Jahre alte Hesse nach seinem zweiten Platz und dem weitesten Sprung aller Athleten in Sapporo. "Ich bin in einer guten Form und wir werden sehen, was ich dort erreichen kann." W├Ąhrend Deutschlands Erfolgsgarant Karl Geiger an diesem Wochenende sein Gelbes Trikot an Stefan Kraft verlor, ist Leyhe seit Wochen super drauf und verdiente sich Platz zwei am Sonntag auch aus der Sicht seiner Teamkollegen besonders.

"Gl├╝ckwunsch zum Podest", schrieb Geiger bei Instagram. "Das hast du dir sehr verdient und wurde nach den letzten Wochen echt mal Zeit." Gerade, weil Leyhe zuletzt oft nah am Treppchen war und dann doch nicht drauf durfte, war das Ergebnis f├╝r ihn besonders wichtig. Nach seinem Fabelsprung im zweiten Durchgang ballte er bei strahlendem Sonnenschein jubelnd die Faust und lie├č den Zeigefinger durch die Luft kreisen.

"Jetzt hat er es endlich mal durchbrochen, das Ding", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher der Deutschen Presse-Agentur. "Ich hoffe, dass ihm das Auftrieb gibt und er in n├Ąchster Zeit ├Âfter auf dem Podest sein kann." Am besten nat├╝rlich schon in seiner Heimat.

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Bei der traditionellen Skisprung-Party mit Ballermann-Musik und Festzelt-Atmosph├Ąre im Upland den ersten Einzel-Weltcupsieg ├╝berhaupt feiern - das w├Ąre was f├╝r Leyhe. "Willingen ist Skisprung-fanatisch ohne Ende", sagte Horngacher, der sich auf die Stimmung an der M├╝hlenkopfschanze freut, aber auch um den besonderen Druck f├╝r seinen Lokalmatador wei├č. "Er nimmt sicher sehr viel Selbstvertrauen mit", sagte der ├ľsterreicher. "Aber da lasten schon einige Kr├Ąfte auf ihm." In Leyhe und Geiger hat Horngacher derzeit zwei Athleten, die konstant um die Pl├Ątze auf dem Treppchen mitspringen k├Ânnen.

Der 26 Jahre alte Geiger belegte am Sonntag Rang f├╝nf und musste erleben, wie der ├ľsterreicher Kraft seinen Vorsprung im Vierkampf um den Triumph im Gesamtweltcup auf 63 Punkte ausbaute. Kraft war bereits am Samstag durch Platz zwei hinter Yukiya Sato aus Japan am Oberstdorfer vorbeigezogen und hatte das Gelbe Trikot erobert. Wie so h├Ąufig am Olympia-Ort von 1972 machten schwierige und wechselnde Windbedingungen die Wettk├Ąmpfe auch ein bisschen zu einer Lotterie - bei der Geiger Pech hatte. "Mit dem f├╝nften Platz kann er sehr zufrieden sein", sagte Horngacher daher.

Auch Geiger selbst versuchte, es positiv zu sehen. Gute Spr├╝nge bei schlechtem Wind seien zwar ├Ąrgerlich, "aber halb so schlimm", meinte er. Im Gesamtklassement liegt der 26-J├Ąhrige als Zweiter 76 Z├Ąhler vor Tournee-Champion Dawid Kubacki aus Polen und hat 93 Punkte Vorsprung auf den Japaner Ryoyu Kobayashi. Am Samstag will er in Willingen wieder angreifen. Dass ihm die Anlage liegt, zeigte er im vergangenen Jahr: Damals feierte er den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere.

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