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Cas urteilt ├╝ber Russlands Olympia-Bann

Von dpa
Aktualisiert am 30.10.2020Lesedauer: 3 Min.
Au├čenansicht vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS).
Au├čenansicht vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS). (Quelle: Dominic Favre/KEYSTONE/dpa/Archivbild./dpa)
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Lausanne (dpa) - Das Berufungsverfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas k├Ânnte das Schlusskapitel des unendlichen Skandals um das russische Staatsdoping werden.

Von Montag an wird der Einspruch Russlands gegen den von der Welt-Anti-Doping-Agentur verh├Ąngten vierj├Ąhrigen Olympia-Bann in Lausanne verhandelt.

"Eine Aufhebung der Sperre w├Ąre ein Schlag ins Gesicht der sauberen Athleten und unm├Âglich vermittelbar", sagte Maximilian Klein von der Vereinigung Athleten Deutschland. "Das w├╝rde nicht nur ein Totalversagen des Welt-Anti-Doping-Systems, sondern einen irreparablen Vertrauensverlust in die Sportschiedsgerichtsbarkeit bedeuten."

Nicht nur f├╝r ihn w├Ąre eine Aufhebung der Sperre selbst auch ein Skandal. "Wir erwarten ein klares und hartes Urteil als sichtbares Signal f├╝r den weltweiten Kampf gegen das Doping", betonte auch Alfons H├Ârmann, Pr├Ąsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. "Alles andere w├Ąre nach dem, was in Russland offenkundig an Verwerflichem passiert ist, eine bittere Entt├Ąuschung."

F├╝r die Sportausschussvorsitzende im Bundestag, Dagmar Freitag, w├Ąre es "ein herber Schlag", wenn sich Russland durchsetzen sollte. "Ein Einmarsch eines Olympia-Teams unter russischer Flagge in Tokio w├Ąre ein fatales Signal in Richtung der sauberen Athleten", sagte sie.

Die Wada hatte im November 2015 die russische Anti-Doping-Agentur Rusada nach Aufdeckung des Staatsdopings suspendiert. Trotz jahrelangen Leugnens des gigantischen Betrugs und der Verweigerung von geforderten Reformen hob die Wada die Sperre im September 2018 auf. Mit zwei Auflagen: Russland m├╝sse den McLaren-Report mit den Beweisen f├╝r die Machenschaften anerkennen sowie Doping-Daten und -Proben von 2012 bis 2015 aus dem Moskauer Analyselabor an die Wada aush├Ąndigen.

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Russland lieferte manipulierte Daten und stritt eine F├Ąlschung ab. Die Wada zweifelte nicht am Ergebnis der forensischen Untersuchungen, zumal Experten noch einen Vergleich mit einer Kopie der Daten eines Whistleblowers machen konnten. Daraufhin sperrte die Wada Russland f├╝r vier Jahre und somit f├╝r die Tokio-Spiele 2021 sowie die im Winter 2022 in Peking. Athleten des Landes d├╝rfen seitdem nur als "neutrale Athleten" unter bestimmten Umst├Ąnden bei Gro├čereignissen starten. Russland legte gegen die Sanktionen Einspruch beim Cas ein.

"Das uns├Ągliche Taktieren Russlands l├Ąsst uns nur noch mit Kopfsch├╝tteln und Fassungslosigkeit zur├╝ck", sagte Klein. Umso mehr werde klar: "Hier muss der russische Staat ganz klar und entschieden in die Schranken gewiesen werden." Alles andere w├Ąre ein Zeichen an Russland und alle Nachahmer, "dass im Sport Staatsdoping weitestgehend ungeahndet bliebe".

Nach einigen "Freispr├╝chen" russischer Sportler durch das Cas ist die SPD-Politikerin Freitag nicht sicher, dass die Best├Ątigung der Sperre ein Selbstl├Ąufer sein wird. "Ich hoffe, dass die Verhandlung nicht zu einer Aufweichung der Sperre f├╝hren wird", sagte sie. Der russischen Seite w├Ąre f├╝r ihren Einspruch jeder juristische Winkelzug recht, "um Verantwortlichkeiten zu verschieben und Schuld von sich zu schieben". Der Cas werde sich davon hoffentlich nicht beeindrucken lassen. "Die glasklaren Erkenntnisse unter anderen der McLaren-Reports k├Ânnen eigentlich durch kein Argument dieser Welt verw├Ąssert werden."

Die Wada-Sanktionen m├╝ssten umgesetzt werden, appellierte Klein. "Dann wird klar: Nicht nur dopende Athleten werden f├╝r ihre Vergehen hart bestraft, sondern Staaten und Hinterm├Ąnner, die Doping f├Ârdern, erm├Âglichen oder gar erzwingen." Au├čerdem k├Ânnte ein hartes Urteil "im besten Fall ein Umdenken im russischen Sport beschleunigen", sagte H├Ârmann. "Letztlich w├Ąre es auch eine klare rote Linie im Sinne des Fairplay: Wer betr├╝gt, wird fr├╝her oder sp├Ąter dann doch die gerechte Strafe daf├╝r erhalten."

Nur solche konsequenten Sanktionen, "die die Dimension der Verfehlungen auch wirklich widerspiegeln", k├Ânnten Russland und dem Rest der Welt verdeutlichen, dass Doping die Werte eines fairen Sports mit F├╝├čen trete, sagte Freitag. "Wenn sich Russland zuk├╝nftig wieder als gro├če Sportnation darstellen m├Âchte, wird das nur gelingen, wenn sie ab sofort uneingeschr├Ąnkt den fairen Wettbewerb sucht." Wenn das nicht gelingen sollte, w├╝rden Leistungen russischer Sportler immer "mit einem Makel" behaftet bleiben.

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