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Vuelta-Hattrick f├╝r Olympiasieger Roglic: "Habe es genossen"

Von dpa
Aktualisiert am 05.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Sicherte sich seinen dritten Vuelta-Gesamtsieg in Serie: Primoz Roglic (M).
Sicherte sich seinen dritten Vuelta-Gesamtsieg in Serie: Primoz Roglic (M). (Quelle: Luis Vieira/AP/dpa./dpa)
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Santiago de Compostela (dpa) - Vor der imposanten Kathedrale von Santiago de Compostela stemmte Primoz Roglic stolz seine Rennmaschine in die H├Âhe.

Als erst dritter Radprofi in der 76-j├Ąhrigen Geschichte der Spanien-Rundfahrt raste der slowenische Olympiasieger zum dritten Gesamtsieg in Serie und machte am Sonntag seinen tollen Radsport-Sommer doch noch perfekt. 63 Tage nach dem schmerzhaften Aus bei der Tour de France zelebrierte der 31-J├Ąhrige mit insgesamt vier Etappensiegen seine Dominanz, nachdem er schon im olympischen Einzelzeitfahren mit der Konkurrenz gespielt hatte.

"Es war ein herrlicher Tag"

"Es war ein herrlicher Tag, eine tolle Woche. Ich bin sehr gl├╝cklich", sagte Roglic nach seinem Triumph und f├╝gte hinzu: "Ich wollte die Etappe gewinnen. Darauf habe mich konzentriert, dann erst auf das Gesamtklassement."

Was w├Ąre bei der Tour m├Âglich gewesen, h├Ątte Roglic nicht bei seinem Sturz auf der dritten Etappe eine so schwere R├╝ckenverletzung davongetragen, die ihn sp├Ąter zur Aufgabe gezwungen h├Ątte? Wom├Âglich h├Ątte es wie 2020 ein gro├čes Duell bis zum Finale mit seinem jungen Landsmann Tadej Pogacar gegeben.

In Spanien bewies Roglic jedenfalls wieder, welch ein ├╝berragender Rundfahrer er ist. Seit 2019 beendete der Mann aus Trbovlje jede seiner f├╝nf gro├čen Rundfahrten auf dem Podium. Auf den 3415,3 Kilometern von Burgos nach Compostela fuhr Roglic in einer anderen Liga. So auch im abschlie├čenden Zeitfahren ├╝ber 33,8 Kilometer, das er vor dem D├Ąnen Magnus Cort Nielsen gewann. Damit lag er in der Gesamtwertung 4:42 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Dritter wurde der Australier Jack Haig 7:40 Minuten zur├╝ck.

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Vor Roglic hatten es nur der Spanier Roberto Heras (2003 bis 2005) und der Schweizer Tony Rominger (1992 bis 1994) geschafft, die Vuelta drei Mal in Serie zu gewinnen. "Das habe er noch gar nicht so realisiert", meinte Roglic.

Starke Konkurrenz geschlagen

"Es ist immer wieder sch├Ân, Teil der Statistik zu sein", sagte Roglic scherzend. Sein dritter Vuelta-Sieg ist zugleich sein wertvollster. Er holte ihn gegen die st├Ąrkste Konkurrenz. Und er war im Gegensatz zu fr├╝heren Jahren auch noch in der dritten Woche der St├Ąrkste. Im vergangenen Jahr war er auf der vorletzten Etappe noch arg in Bedr├Ąngnis geraten, nachdem ihm zuvor bei der Tour im letzten Zeitfahren von Pogacar der Sieg entrissen worden war.

"Das Rennen war hart, ich habe es aber auch genossen", sagte der fr├╝here Skispringer. Der wieder gefundene Spa├č am Radsport war ihm sogar in den Pressekonferenzen anzumerken. Der fr├╝her so knochentrockene und wortkarge Athlet wirkte aufgeschlossen. Nur zum Eklat am Wochenende wollte Roglic nichts sagen. Der kolumbianische Hei├čsporn Miguel Angel Lopez war auf der vorletzten Etappe einfach vom Rad gestiegen, nachdem er von den Gruppe der Spitzenfahrer abgeh├Ąngt worden war und dadurch seinen dritten Gesamtrang verloren hatte. Am Abend entschuldigte sich Lopez, der auch schon mal einen Zuschauer geohrfeigt hatte, f├╝r sein Verhalten. Roglic wollte den Vorfall nicht kommentieren. "Das ist nicht mein Problem."

Der Slowene hat sich in den drei Wochen wom├Âglich selbst ├╝berrascht. Denn urspr├╝nglich war sein Vuelta-Start gar nicht vorgesehen. "W├Ąre er eine sehr gute Tour de France gefahren und nicht mit Sturz ausgeschieden, h├Ątte seine Saison wohl ganz anders geendet. So hat er sich nach dem Tour-Aus neu fokussiert und ist hierher gekommen", sagte sein Sportlicher Leiter Addy Engels der Deutschen Presse-Agentur. Ende gut, alles gut f├╝r Roglic. Nun schon im dritten Jahr in Folge.

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