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DOSB-Boss Weikert: "Verstehe mich als MannschaftskapitÀn"

Von dpa
Aktualisiert am 05.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Setzte sich mit großer Mehrheit bei der DOSB-Mitgliederversammlung durch: Thomas Weikert.
Setzte sich mit großer Mehrheit bei der DOSB-Mitgliederversammlung durch: Thomas Weikert. (Quelle: Michael Reichel/PA/DOSB/dpa./dpa)
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Weimar (dpa) - Der neue DOSB-PrĂ€sident Thomas Weikert will nicht als EinzelkĂ€mpfer den Deutschen Olympischen Sportbund aus der Krise fĂŒhren.

"Der Verband steht ebenso wie Sportdeutschland insgesamt vor großen Aufgaben. Kurzfristig im Fokus stehen sicher die BewĂ€ltigung der Corona-Krise sowie die anstehenden Olympischen Winterspiele in Peking", sagte der 60-jĂ€hrige frĂŒhere Tischtennis-WeltprĂ€sident nach der Wahl auf der Mitgliederversammlung am Samstag in Weimar.

Er verstehe sich "als MannschaftskapitĂ€n eines starken Teams" und sei ĂŒberzeugt, "dass wir gemeinsam, mit Transparenz und Offenheit, die richtigen Weichenstellungen vornehmen werden, um dem Sport in Deutschland wieder eine starke Stimme zu geben", sagte er. Das PrĂ€sidium ist zunĂ€chst fĂŒr ein Jahr gewĂ€hlt worden, weil es aufgrund der Krise der Dachorganisationen vorgezogene Wahlen waren.

Mit großer Mehrheit durchgesetzt

Der Familienanwalt aus dem hessischen Limburg tritt die Nachfolge von Alfons Hörmann an, der nach der AffĂ€re um einen anonymen Brief von Mitarbeitern, in dem der Vorwurf einer "Kultur der Angst" im DOSB erhoben wurde, nicht wieder kandidiert hatte. Weikert setzte sich mit großer Mehrheit in der PrĂ€sidentenwahl mit 361 zu 56 Stimmen gegen die FechterprĂ€sidentin Claudia Bokel durch. Sie hatte nur per Videoschalte an der Versammlung teilgenommen und fĂŒr ihre Ziele geworben.

"Ein bisschen Respekt habe ich auch davor", sagte Weikert zu den auf ihn und das komplett neuformierte PrĂ€sidium zukommenden Herausforderungen. "Ich hĂ€tte das Ergebnis so nicht so erwartet. Es ist, als wenn es wie ein Hammer auf einen gefallen wĂ€re.". Immerhin entfielen immerhin 86,6 Prozent aller Stimmen auf ihn. "Das ist auch eine BĂŒrde", bekannte Weikert. "Ich denke, es wird in den kommenden Wochen sehr arbeitsintensiv sein."

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Bereits in der nĂ€chsten Woche wolle er mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der DOSB-Zentrale in Frankfurt das GesprĂ€ch aufnehmen. Zudem seien auch noch "andere Dinge dringend zu regeln", wie die vor der TĂŒr stehenden Winterspiele in Peking. ZĂŒgig will Weikert ebenso mit der neuen Bundesregierung den Kontakt suchen, auch um die im Koalitionsvertrag fixierten Vorhaben zu besprechen.

"Wir sollten partnerschaftlich arbeiten", unterstrich er und fĂŒgte an: "Die Zukunft von Deutschland braucht Sport, aber auch Sport in Deutschland braucht eine Zukunft."

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