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Schie├čstark: Deutsche Biathlon-Staffel auf Platz zwei

Von dpa
Aktualisiert am 15.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Die DSV-Skij├Ąger Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath (l-r) jubelten ├╝ber den zweiten Platz.
Die DSV-Skij├Ąger Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath (l-r) jubelten ├╝ber den zweiten Platz. (Quelle: Sven Hoppe/dpa./dpa)
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Ruhpolding (dpa) - Nach dem Zieleinlauf ballte Philipp Nawrath mit einem breiten Grinsen im Gesicht die Faust, ehe er seinen jubelnden Teamkollegen in die Arme fiel.

Dank einer starken Leistung am Schie├čstand haben die deutschen Biathleten beim Heim-Weltcup in Ruhpolding mit der Staffel Rang zwei gefeiert und sich drei Wochen vor Start der Olympischen Spiele Selbstvertrauen geholt.

"Das war ein Fingerzeig f├╝r uns. Wenn jeder sein Ding macht und wir uns an unsere Taktik halten, dann sind wir durchaus in der Lage, da mitzuspielen", sagte Nawrath im ZDF mit Blick auf den Saisonh├Âhepunkt in Peking.

Lediglich die Russen waren sieben Sekunden schneller, sodass Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Nawrath den ersten Staffelsieg seit zehn Monaten nur knapp verpassten. Nawrath ging nach dem letzten Schie├čen mit zw├Âlf Sekunden R├╝ckstand auf den Russen Maxim Zwetkow auf die Strecke und konnte den Abstand halbieren. "Auf dem letzten Berg war die L├╝cke zu gro├č und da habe ich gemerkt, ich komme nicht mehr hin", sagte Nawrath, der im Sprint als 41. entt├Ąuscht hatte. "Die Coolness ist wieder da. Ich bin mega happy." Rang drei ging an Belarus.

Lesser ver├Ąrgert ├╝ber letzte Runde

Startl├Ąufer Lesser hatte stehend f├╝r einen Nachlader gesorgt, verlor auf seiner letzten Runde aber massiv Zeit. "Mir hat der Punch gefehlt, den ich noch am Donnerstag hatte. Die letzte Runde ├Ąrgert mich", sagte Lesser, der noch "Schadensbegrenzung" betrieb.

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So ging Rees als F├╝nfter mit 18,2 Sekunden R├╝ckstand in sein Rennen. Und der 28-J├Ąhrige lie├č sich auch nicht davon beeindrucken, dass er kurz vor dem Stehendschie├čen st├╝rzte. Nach seinem "halben R├╝ckw├Ąrtssalto auf den Arsch" r├Ąumte Rees aber dennoch alles ab und blieb am Schie├čstand fehlerfrei. Nach vorne angreifen konnte er nicht, "das Material war heute nicht so top", sagte Rees.

"Das absolute Highlight"

Die Wende leitete dann der Sprint-Zweite Doll ein, der als Sechster mit einem R├╝ckstand von 25,7 Sekunden auf Platz eins in die Loipe ging. Nach einem Nachlader im ersten Anschlag r├Ąumte der Ex-Weltmeister seine zweite F├╝nferserie ab und brachte die deutsche Staffel als Dritter klar auf Podestkurs. "Das absolute Highlight war stehend fehlerfrei. Liegend ├Ąrgert mich der letzte Fehler, da war ich fast schon wieder auf der Strecke", sagte Doll, bei dem es diesmal in der Loipe "etwas schwierig" lief.

Da lief es umso besser f├╝r Nawrath. Und der 28-J├Ąhrige hat sich auch mit Blick auf die Olympia-Staffel wohl als Schlussl├Ąufer in Position gebracht. Denn der lange als Letzter laufende Doll wurde wieder an Position drei aufgestellt. "Wir haben wieder was probiert. Denn der Zielsprint ist nicht meine Qualit├Ąt, Philipp ist daf├╝r sehr sprintstark", erkl├Ąrte Doll.

Norweger ohne Stars auf Platz sieben

Die zweimaligen Saisonsieger aus Norwegen, bei denen die Topstars um Johannes Thingnes B├ wegen eines Trainingslagers fehlten, landeten nur auf Rang sieben. Beim ersten Schie├čen hatte es Probleme gegeben, aufgrund derer den Norwegern zwei Minuten gutgeschrieben wurden.

Am Sonntag stehen zum Abschluss die beiden Verfolgungsrennen an. Bei den Damen (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport) hat von den vier Deutschen Franziska Hildebrand als 17. die beste Ausgangsposition. Bei den Herren (14.45 Uhr) ist es der Sprintzweite Doll mit sieben Sekunden R├╝ckstand auf den Franzosen Quentin Fillon Maillet, auch Lesser als Sechster (+ 43 Sekunden) kann noch nach vorne angreifen.

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