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Bayerns Gipfelst├╝rmer in Not: "Berg wurde zum Everest"

Von dpa
Aktualisiert am 28.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Bayerns Vladimir Lucic (r) verteidigt am Korb gegen Barcelonas Brandon Davies.
Bayerns Vladimir Lucic (r) verteidigt am Korb gegen Barcelonas Brandon Davies. (Quelle: Tobias Hase/dpa./dpa)
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M├╝nchen (dpa) - Andrea Trinchieri f├╝hlte sich wie ein Bergsteiger, der kurz vor dem Gipfel zu scheitern droht.

Nach dem 66:75 (31:49) des FC Bayern in Spiel drei der Playoff-Viertelfinalserie gegen den Titelfavoriten FC Barcelona mutet der historische erste Einzug einer deutschen Basketball-Mannschaft in das Final Four der Europaleague f├╝r den M├╝nchner Trainer und seine Spieler wieder wie eine Mission Impossible an. Nur mit einem Sieg im zweiten Heimspiel an diesem Freitag (20.45 Uhr/Magentasport) k├Ânnte der Bundesligist eine alles entscheidende f├╝nfte Partie wieder bei den Katalanen erzwingen.

Trinchieri: "Haben schlecht angefangen"

Der impulsive Trinchieri stand im ausverkauften Audi Dome immer wieder mit flehenden H├Ąnden am Spielfeldrand. Aber der gro├če Moment, der nach einem krassen Fehlstart der Bayern-Riesen in einer leidenschaftlich gef├╝hrten zweiten H├Ąlfte mit der Unterst├╝tzung von 6500 Fans das Spiel noch einmal h├Ątte kippen lassen k├Ânnen, kam einfach nicht. "Wir haben schlecht angefangen", st├Âhnte Trinchieri. F├╝r ihn war das der Knackpunkt. "So wurde der Berg, der zu besteigen war, ein Everest", beschrieb es der 53 Jahre alte Italiener.

Und so verlie├č Trinchieri die Halle in der Nacht frustriert. "Es ist jetzt wie immer: Du nimmst deinen Rucksack mit heim, der voll mit Mist ist, schaust dir das an und versuchst, L├Âsungen zu finden", schilderte er blumig die miese Stimmungslage. Nach dem 1:2-R├╝ckstand befindet sich der Bundesligist nun in einer K.o.-Situation gegen das Team um den fr├╝heren NBA-Profi Nikola Mirotic (25 Punkte).

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Aufgeben? Das tat Trinchieri nat├╝rlich nicht. "Morgen musst du deine Spieler ├╝berzeugen, dass du besser bist als heute. Wir sind in der Serie", sagte der Coach. Bayern-Kapit├Ąn Nihad Djedovic benannte den Hoffnungsschimmer, der seinem Team bleibe. "Die zweite Halbzeit muss uns eine Lehre sein." Da b├Ąumten sich die M├╝nchner auf, bek├Ąmpften Barcelonas Offensive intensiver, trafen besser. Nur von jenseits der Drei-Punkte-Linie blieb die Quote miserabel.

Finalturnier in Belgrad im Mai

"So m├╝ssen wir spielen - ohne Druck", sagte Djedovic zu den zweiten 20 Minuten. Die Chance, mit zwei Heimsiegen das Ticket zum Belgrader Finalturnier (19. bis 21. Mai) l├Âsen zu k├Ânnen, war vielleicht auch eine Situation, die das Team anfangs hemmte. "Dann haben wir einfach Basketball gespielt", sagte der Kapit├Ąn zur besseren zweiten H├Ąlfte.

"Wir haben noch ein Spiel", betonte Djedovic. Am Freitagabend m├╝ssen aber mehr Bayern-Profis so gut liefern wie der beste Werfer Vladimir Lucic (17 Punkte). Bar├ža hat ohnehin die besseren Einzelspieler, ├╝berzeugte aber auch als Kollektiv. Der nicht zu stoppende Mirotic lobte die "Teamleistung", mahnte aber auch, nun nicht nachzulassen: "Der Job ist noch nicht beendet. "

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