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Gladbach trennt sich von Adi H├╝tter - "Kein einfacher Tag"

Von dpa
Aktualisiert am 14.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Adi H├╝tter h├Ârt als Trainer von Borussia M├Ânchengladbach auf.
Adi H├╝tter h├Ârt als Trainer von Borussia M├Ânchengladbach auf. (Quelle: Federico Gambarini/dpa./dpa)
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M├Ânchengladbach (dpa) - Erst geht der Sportdirektor, dann kam die Abstiegsangst und nun ist auch noch der Trainer weg. Eine hoch komplizierte Saison findet bei Borussia M├Ânchengladbach ein entsprechendes Ende.

Unmittelbar nach dem gl├Ąnzenden 5:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim hat Borussia M├Ânchengladbach die Trennung von Trainer Adi H├╝tter bekanntgeben. "Das ist kein einfacher Tag. Die Entscheidung ist zu akzeptieren. Ich m├Âchte niemandem im Wege stehen", sagte der ├ľsterreicher.

Damit ist die ├ära Adi H├╝tter nach nur einem Jahr bei Borussia M├Ânchengladbach wieder beendet. Man habe sich einvernehmlich darauf verst├Ąndigt, getrennte Wege zu gehen. H├╝tter hatte in Gladbach noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. "Wir sind ├╝bereinstimmend der Meinung, dass diese Entscheidung f├╝r beide Seiten richtig ist", sagte Sportdirektor Roland Virkus.

Virkus gefordert

"Unsere Aufgabe ist es nun, die Schl├╝sse aus der Aufarbeitung der Saison zu ziehen und die entsprechenden Ma├čnahmen in die Wege zu leiten, um Ende Juni in einer neuen Konstellation in die Vorbereitung auf die neue Saison zu gehen", sagte der Nachfolger von Max Eberl.

H├╝tter wusste bereits vor dem Spiel, dass es sein letztes sein wird. "Die finale Entscheidung ist schon am Freitag getroffen worden", verriet H├╝tter. Seiner Mannschaft hat der 52-J├Ąhrige erst nach dem Spiel in der Kabine informiert. Es habe Standing Ovations gegeben, sagte H├╝tter. "Das war ein sehr emotionaler Moment, der sehr unter die Haut geht", sagte der Trainer. Auch die beiden Co-Trainer Christian Peintinger und Armin Reutershahn werden nicht mehr f├╝r Borussia t├Ątig sein.

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Damit haben die Gladbacher nach ihrem Sportdirektor Eberl im Januar nun auch den von Eberl geholten Chefcoach verloren. F├╝r H├╝tter hatte der Club 7,5 Millionen Euro Abl├Âse an Eintracht Frankfurt bezahlt. H├╝tter hatte von Beginn an einen schweren Stand in M├Ânchengladbach und nach dem Eberl-Abschied auch seinen Mentor im Club eingeb├╝├čt. Zuletzt soll das Verh├Ąltnis des ├ľsterreichers zur Mannschaft stark belastet gewesen sein.

Komplizierte Saison

Die Frage nach dem Nachfolger wird sich so schnell nicht beantworten lassen. "Wir m├╝ssen nun z├╝gig arbeiten, aber dass wir den Trainer nicht morgen oder n├Ąchste Woche pr├Ąsentieren, ist doch klar", erkl├Ąrte Vize-Pr├Ąsident Rainer Bonhof. "Wir m├╝ssen doch erst mal schauen, wer auf dem Markt ist", sagte der 70 Jahre alte Fu├čball-Weltmeister von 1974.

Zuvor hatten die Gladbacher eine komplizierte Bundesligasaison mit einem 5:1 gegen die TSG Hoffenheim abgeschlossen. Trotzdem erreichte der Club erstmals seit elf Jahren keinen einstelligen Tabellenplatz und beendet die Spielzeit auf Rang zehn. Vor 50.395 Zuschauern im Borussia-Park erzielten Lars Stindl (26.), Alassane Plea (45./Foulelfmeter), Jonas Hofmann (45.+1 und 68.) sowie Breel Embolo (53.) die Treffer f├╝r die Gladbacher, Andrej Kramaric (3.) traf f├╝r die G├Ąste.

Die Hoffenheimer, die sieben Mal in dieser Saison auf einem Champions-League-Platz standen, setzten hingegen ihren Negativtrend fort und blieben in den letzten neun Saisonspielen sieglos. Dass man sich beim Gegner anschlie├čend vom Trainer trennt, sei nicht sch├Ân befand Hoffenheims Trainer Sebastian Hoene├č. "Das w├╝nscht man keinem", sagte der Coach.

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