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Berlin-Marathon: Weltrekord-Sieg von Wilson Kipsang von Flitzer gestört


Störenfried sorgt für Schockmoment  

Skandal beim Berlin-Marathon

30.09.2013, 10:42 Uhr | t-online.de, dpa

Berlin-Marathon: Weltrekord-Sieg von Wilson Kipsang von Flitzer gestört. Ein Flitzer überquert beim Berlin-Marathon die Ziellinie vor dem Gewinner Wilson Kipsang. (Quelle: imago/Michael Schulz)

Ein Flitzer überquert beim Berlin-Marathon die Ziellinie vor dem Gewinner Wilson Kipsang. (Quelle: imago/Michael Schulz)

Ein Provokateur hat beim Berlin-Marathon für einen Schock bei den Rennorganisatoren gesorgt. Ein Mann stürmte wenige Meter vor dem Ziel auf die Strecke und überquerte vor dem neuen Weltrekordmann Wilson Kipsang aus Kenia die Ziellinie. "Wir haben ihn der Polizei übergeben und haben ihm Hausverbot erteilt", erklärte Renndirektor Mark Milde zu dem Vorfall. Der Mann hatte bereits am vergangenen Wochenende für Aufsehen gesorgt, als er beim Bundesligaspiel Hannover gegen Augsburg den Rasen betreten hatte.

Der Flitzer war auf der Zielgeraden einfach über die Absperrung gesprungen und wurde erst hinter dem Zielstrich gefasst. Er machte auf seinem T-Shirt Werbung für eine Internetseite, die Treffen mit Hostessen vermittelt.

Vorfall trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen

Kipsang nahm den Vorfall überraschend gelassen: "Ich dachte, das wäre ein Mitarbeiter der Organisation." Der Störenfried trug beim Zieldurchlauf die Startnummer F7527, die für eine Läuferin aus Niedersachsen in der Altersklasse W35 ausgestellt war. Zwischenzeiten wurden für diese Startnummer nicht registriert. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll es sich um einen 35-jährigen Italiener handeln. Alles Weitere übernehme jetzt die Polizei, sagte Milde.

Erschreckend ist der Vorfall vor allem unter dem Sicherheitsaspekt. Die Veranstalter des Berlin-Rennens hatten nach dem Bombenattentat im April beim Boston-Marathon, bei dem drei Menschen starben, die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Erstmals war der Tiergarten komplett eingezäunt worden, die Zuschauer des Start- und Zielbereichs wurden stichprobenartig kontrolliert. "Wir wollen keinen Hochsicherheitstrakt, aber alle sollen sich sicher fühlen", hatte Geschäftsführer Jürgen Lock vom Veranstalter SCC-Events angekündigt.

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