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French Open: Belarussin Aryna Sabalenka distanziert sich von Ukraine-Krieg


Tennisstar distanziert sich von Diktator

Von dpa, t-online
06.06.2023Lesedauer: 3 Min.
Aryna Sabalenka: Die Belarussin hat sich vom Angriffskrieg auf die Ukraine distanziert.Vergrößern des BildesAryna Sabalenka: Die Belarussin hat sich vom Angriffskrieg auf die Ukraine distanziert. (Quelle: IMAGO/Gao Jing)
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In den vergangenen Tagen hatte Aryna Sabalenka die Pressekonferenzen bei den French Open gemieden. Nun nahm sie teil und wurde dabei deutlich.

Aryna Sabalenka hat nach ihrem Halbfinaleinzug bei den French Open ihr Schweigen gegenüber der Presse gebrochen und sich klarer als je zuvor gegen den Krieg in der Ukraine positioniert. "Ich unterstütze den Krieg nicht. Ich möchte nicht, dass mein Land sich überhaupt in irgendeinem Konflikt befindet", sagte die belarussische Topspielerin im Anschluss an die politisch brisante Viertelfinalpartie gegen die Ukrainerin Elina Svitolina (6:4, 6:4).

Auf Nachfrage distanzierte sich die 25-Jährige auch vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. "Ich unterstütze den Krieg nicht, also unterstütze ich auch Lukaschenko derzeit nicht", sagte Sabalenka nach einem kurzen Zögern.

Sabalenka hatte Pressekonferenzen ausgelassen

Zu den Fotografien aus der Vergangenheit, die die beiden zeigen und in den vergangenen Tagen für Kontroversen gesorgt hatten, erklärte sie: "Wir haben viele Fed Cups in Belarus gespielt. Er war bei unseren Spielen, um danach Fotos zu machen. Zu dieser Zeit passierte nichts Schlimmes in Belarus oder in der Ukraine oder Russland."

Sabalenka hatte seit ihrer Zweitrundenpartie in Paris die obligatorischen Pressekonferenzen mit Verweis auf ihre "mentale Gesundheit" verweigert, nachdem sie mit kritischen Fragen konfrontiert worden war. Nun sprach sie erstmals wieder im vollbesetzten Presseraum: "Ich konnte nicht schlafen und habe mich sehr schlecht gefühlt, weil ich nicht hierhergekommen bin", sagte Sabalenka, gab aber auch an, ihre Entscheidung nicht zu bereuen.

"Ich habe mit nicht respektiert gefühlt"

"Ich habe mich nicht respektiert gefühlt. Bei einem Grand Slam hat man schon genug Druck, mit dem man umgehen muss. Ich habe einfach versucht, mich auf mein Spiel zu konzentrieren", sagte Sabalenka. Es sei ihr wichtig, nicht in politische Diskussionen involviert zu werden.

Auf dem Court hatte Svitolina, die sich intensiv für Frieden in ihrer ukrainischen Heimat einsetzt, Sabalenka den Handschlag nach der Partie erwartungsgemäß verweigert. Sabalenka hatte am Netz auf ihre Kontrahentin gewartet, was Svitolina wiederum verwunderte. "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was sie erwartet hat – worauf sie gewartet hat, weil meine Aussagen über den Handschlag ziemlich klar waren." Sabalenka habe die Situation damit in ihren Augen etwas verschärft, bestätigte Svitolina, die für ihre Aktion erneut von Teilen des Pariser Publikums ausgebuht worden war.

Halbfinale gegen Muchová

Sabalenka war in der Pariser Mittagshitze die klar bessere Spielerin. Die Australian-Open-Siegerin darf damit weiter vom zweiten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere träumen – für Svitolina endete derweil die bemerkenswerte Comeback-Geschichte nach der Geburt ihrer ersten Tochter im Oktober.

Zuvor war die Tschechin Karolina Muchová als erste Teilnehmerin ins Halbfinale in Roland Garros eingezogen. Die 26-Jährige besiegte die Russin Anastasia Pavlyuchenkova mit 7:5, 6:2 und trifft nun auf Sabalenka, die erstmals die Vorschlussrunde in Paris erreichte.

Vorgeschichte mit Lukaschenko wirft Fragen auf

Sabalenkas offizieller Wohnsitz ist zurzeit in Miami im US-Bundesstaat Florida. Vom Angriffskrieg Russlands und Belarus' in der Ukraine hat sie sich in der Vergangenheit bereits mehrfach mehr oder weniger deutlich distanziert.

Allerdings wirft ihr Verhältnis zum belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko immer wieder Fragen auf. So hatte sie die gewaltsame Niederschlagung der Proteste nach der umstrittenen Wiederwahl Lukaschenkos im Sommer 2020 zwar kritisiert. An anderer Stelle lobte Sabalenka die Regierung jedoch auch für alles, was sie für das Land und insbesondere den Sport erreicht habe. Darüber hinaus unterschrieb sie einen offenen Brief, in dem Sportler die Nichteinmischung des Sports in die Politik bekräftigten. Dieser folgte auf einen Brief von belarussischen Sportlern, die gefordert hatten, die Wahl für ungültig zu erklären.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur SID
  • instagram.com: Profil sabalenky_aryna
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