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Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Wegen sexuellen Missbrauchs  

Gericht verurteilt Judo-Olympiasieger Seisenbacher

12.04.2020, 10:56 Uhr | sid

Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Peter Seisenbacher: Das Bild zeigt den Judo-Trainer bei den Olympischen Spielen 2012.  (Quelle: imago images/GEPA pictures)

Peter Seisenbacher: Das Bild zeigt den Judo-Trainer bei den Olympischen Spielen 2012. (Quelle: GEPA pictures/imago images)

1984 und 1988 gewann Judoka Peter Seisenbacher die Goldmedaille. Nun wurde der Österreicher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Das bestätigte der Oberste Gerichtshof in Wien. 

Die Verurteilung des zweimaligen Judo-Olympiasiegers Peter Seisenbacher wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen ist vom Obersten Gerichtshof in Wien bestätigt worden. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Samstag rund vier Monate nach dem erstinstanzlichen Urteil mitteilte, wies das Gericht die Nichtigkeitsklage des 60 Jahre alten Österreichers, der bei den Olympischen Spielen 1984 und 1988 Gold gewonnen hatte, in einer nicht öffentlichen Sitzung ab.

Seisenbacher in allen Anklagepunkten schuldig

Über die Gültigkeit der fünfjährigen Haftstrafe, zu der Seisenbacher im Dezember 2019 durch das Landesgericht in Wien in erster Instanz verurteilt worden war, muss nun das Oberlandesgericht Wien entscheiden. Seisenbacher, der zu Beginn des Verfahrens auf nicht schuldig plädiert hatte, wurde sexueller Missbrauch von drei Minderjährigen während seiner Zeit als Trainer vorgeworfen. Er wurde in allen Anklagepunkten für schuldig befunden.

Seisenbacher war am 19. Dezember 2016, dem ersten Verhandlungstermin am Wiener Landesgericht, unentschuldigt ferngeblieben und anschließend untergetaucht. Zunächst wurde er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Erst kurz vor Beginn des Prozesses am Landesgericht Wien wurde er beim Grenzübertritt von der Ukraine nach Polen erneut aufgegriffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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