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Paralympics in Tokio: Sprinterin Lindy Ave holt Gold in Weltrekordzeit

Paralympics in Tokio  

Sprinterin Lindy Ave holt Gold in Weltrekordzeit

04.09.2021, 14:00 Uhr | sid, t-online

Paralympics in Tokio: Sprinterin Lindy Ave holt Gold in Weltrekordzeit. Lindy Ave: Die Greifswalderin holte in Tokio Gold. (Quelle: imago images/BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring)

Lindy Ave: Die Greifswalderin holte in Tokio Gold. (Quelle: BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohring/imago images)

Überraschung bei den Paralympics: Lindy Ave hat das 400-m-Rennen in der Startklasse T38 gewonnen. Dazu benötigte sie exakt eine Minute – und knackte damit den Weltrekord.

Sprinterin Lindy Ave hat bei den Paralympischen Spielen in Tokio überraschend die 13. deutsche Goldmedaille gewonnen. Die 23-Jährige siegte über 400 m in der Startklasse T38 in exakt einer Minute und stellte damit einen Weltrekord auf. Für die Greifswalderin ist es der erste Paralympics-Sieg, über die 100 m hatte sie in Japan zuvor bereits Bronze gewonnen.

Streng wird Zweiter

Felix Streng verpasste derweil seine zweite Goldmedaille. Der Sieger über die 100 m musste sich auf der doppelten Distanz in der Startklasse T64 in 21,78 Sekunden dem Costa Ricaner Sherman Isidro Guity Guity geschlagen geben, zum zweiten Triumph fehlten dem Topfavoriten 35 Hundertstel. Damit bleibt Radfahrerin Jana Majunke die einzige Deutsche mit zweimal Gold in Japan.

"Natürlich bin ich enttäuscht. Mir ist es schon vorher in die Adduktoren reingezogen. Beim Start habe ich es gleich wieder gespürt", sagte Streng: "Es war komisch. Aber ich will ein guter Verlierer sein. Es waren unglaubliche Spiele für mich. Das hat heute echt wehgetan, aber das soll keine Entschuldigung sein."

2016 in Rio hatte er mit der Prothesenstaffel den Titel geholt, über 100 m gewann er damals Bronze. Für seine zweite Goldchance in Japan verzichtete Streng extra auf einen Einsatz in der Universalstaffel am Freitag. Der 26-Jährige hatte im vergangenen Jahr mit argen Nebengeräuschen seine Trainingsgruppe in Leverkusen verlassen, wechselte in eine Trainingsgruppe nach London. In Tokio zahlte sich die Entscheidung aus.

Rio-Sieger Daniel Scheil musste sich im Kugelstoßen der Klasse F33 nach 9,86 m mit Rang fünf begnügen, zu Bronze fehlten fast anderthalb Meter.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur SID

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