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Chinesische Sprecherin: Kritische Berichte "nichts als Lügen" – im Video


Olympia-Sprecherin legt sich mit Journalisten an

Von sid, t-online
Aktualisiert am 17.02.2022Lesedauer: 2 Min.
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Deutliche Worte: Bei einer Pressekonferenz in China zu Olympia verurteilte diese Sprecherin Medienberichte zur chinesischen Politik. (Quelle: t-online)
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Die Olympischen Winterspiele in China werden aus politischer Sicht ohnehin schon kritisiert. In einer Pressekonferenz sorgten Organisatoren mit ihren Äußerungen erneut für Unmut.

Mit scharfen Zurechtweisungen hat die Sprecherin von Chinas Olympia-Organisatoren auf kritische Fragen internationaler Medienvertreter reagiert. Berichte über Lager für die muslimische Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang seien nichts als "Lügen", sagte Yan Jiarong in einer bemerkenswerten Pressekonferenz am Donnerstag bei den Winterspielen in Peking. Mehrfach ergriff die sonst bei den täglichen Runden mit Journalisten meist stille Sprecherin nach Fragen an Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, ungefragt das Wort, um Chinas politische Position darzustellen.

"Fragen für andere Leute"

Adams hatte zuvor auf Fragen nach dem Umgang mit den Uiguren in Nordwestchina unter anderem gesagt: "Das sind Themen außerhalb der Spiele, das sind Fragen für andere Leute." Nach Schätzungen von Menschenrechtlern sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die Peking als "Fortbildungseinrichtungen" beschreibt. Adams verwies einmal mehr auf die politische Neutralität des IOC, auch wenn die angesichts bisheriger Handlungen angezweifelt wird.

Adams fügte sogar hinzu: "Wir sind sehr darum bemüht, Menschenrechte zu beschützen innerhalb unserer Sphäre, der Olympischen Spiele."

China unterdrückt Taiwan: "Gibt nur ein China"

Auch Yan Jiarong betonte zwar mehrfach, man solle die Politik nicht mit dem Sport vermischen. Bei Fragen nach der Teilnahme von Taiwan an der Eröffnungsfeier aber griff sie ebenfalls mit einer politischen Stellungnahme im Sinne von Chinas Führung ein: "Ich möchte betonen, dass es nur ein China in der Welt gibt. Taiwan nimmt hier als Teil von China teil und ist ein untrennbarer Bestandteil von China."

Unter dem Druck Chinas nimmt Taiwan an Olympischen Spielen als "Chinesisch Taipeh" teil. Auch das IOC umgeht in seinen Stellungnahmen stets das Wort Taiwan. Die kommunistische Führung in China betrachtet Taiwan nur als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung.

Skifahrer wird unterschätzt – mit heftigen Folgen

Sehen Sie hier alle weiteren Video-Highlights der Winterspiele in Peking.

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