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Neuanfang beim Giro: Buchmann tr├Ąumt weiter vom Podium

Von dpa
Aktualisiert am 04.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Radprofi Emanuel Buchmann ist in den vergangenen Jahren immer wieder durch St├╝rze und Krankheiten zur├╝ckgeworfen worden.
Radprofi Emanuel Buchmann ist in den vergangenen Jahren immer wieder durch St├╝rze und Krankheiten zur├╝ckgeworfen worden. (Quelle: Bernd Thissen/dpa./dpa)
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Budapest (dpa) - Blo├č nicht wieder st├╝rzen. Wenn am Freitag der 105. Giro d'Italia in Budapest gestartet wird, hofft Emanuel Buchmann auf ein Ende seiner fast zweij├Ąhrigen Pannenserie.

St├╝rze, Krankheiten und Corona haben die deutsche Rundfahrt-Hoffnung seit seinem starken vierten Platz bei der Tour de France 2019 immer wieder zur├╝ckgeworfen. Sein Ziel hat der Kletterspezialist aus dem Allg├Ąu aber nicht aus den Augen verloren. "Die Erwartungshaltung war immer das Podium, das war mein Ziel und ist es noch", sagte Buchmann der Deutschen Presse-Agentur.

2020 war Buchmann bei der Dauphin├ę-Rundfahrt gest├╝rzt und anschlie├čend bei der Tour nicht mehr konkurrenzf├Ąhig. Im vergangenen Jahr lag er beim Giro bis zur 15. Etappe aussichtsreich auf dem sechsten Platz, ehe er nach einem Sturz mit einer Gehirnersch├╝tterung und Prellungen im Gesicht aufgeben musste. Das sei "niederschmetternd" gewesen. "Man bekommt ja nichts daf├╝r, dass man mit Topform bereit war. Es z├Ąhlen am Ende nur Ergebnisse und die haben gefehlt", erg├Ąnzte der geb├╝rtige Ravensburger.

Schlaflos in Tokio

Dazu warfen Krankheiten und Corona das Leichtgewicht immer wieder zur├╝ck. Wie bei den Olympischen Spielen im Vorjahr, als sein Zimmerkollege Simon Geschke kurz vor dem Stra├čenrennen positiv auf Corona getestet wurde. Buchmann verbrachte eine schlaflose Nacht in Tokio zwischen PCR-Tests und war anschlie├čend chancenlos. Nach seiner R├╝ckkehr erkrankte der 29-J├Ąhrige selbst an Covid-19. Den gesamten Rest der Saison habe ihn das beeintr├Ąchtigt. "Ich konnte mein normales Niveau nicht mehr erreichen", erz├Ąhlt Buchmann.

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Da passt es ins Bild, dass er auch dieses Mal "nicht mit absoluter Topform" an den Giro-Start geht, der dieses Mal in der ungarischen Hauptstadt Budapest stattfindet. So hatte sich Buchmann nach der Baskenland-Rundfahrt eine Bronchitis eingefangen. "Wenn aber alles gut l├Ąuft, dann passt die Form hoffentlich in der dritten Woche, und da wird auch die Entscheidung fallen", sagte der Fahrer vom Team Bora-hansgrohe.

Die letzte Giro-Woche sei "brutal schwer" und daher ganz nach seinem Geschmack. Ohnehin hat es der Giro mit mehr als 50 000 H├Âhenmetern in sich. Da fiel die Entscheidung nicht schwer, den Giro der Tour vorzuziehen. "Mit D├Ąnemark und Nordfrankreich und einer Etappe auf Kopfsteinpflaster w├Ąre das Risiko bez├╝glich St├╝rzen wieder enorm hoch", erkl├Ąrt der 29-J├Ąhrige mit Blick auf das Profil der Frankreich-Schleife.

Starke Rundfahrer-Mannschaft

Sein Team hat das Vertrauen in Buchmann nicht verloren. "Wir trauen ihm nat├╝rlich eine Top-Platzierung zu. Er ist immer gut f├╝r einen Platz unter den Besten. Wer Vierter bei der Tour de France wird, kann nat├╝rlich auch beim Giro eine sehr gute Rolle spielen", sagt Teamchef Ralph Denk, der mit einer starken Rundfahrer-Mannschaft an den Start geht. Neben Buchmann haben die beiden Teamkollegen Jai Hindley und Wilco Kelderman mit ihren Pl├Ątzen zwei und drei beim Giro 2020 bewiesen, dass sie ganz nach vorne fahren k├Ânnen.

Und dann ist da noch Lennard K├Ąmna. Der hochbegabte Tour-Etappensieger von 2020 ist einerseits ein wichtiger Helfer, bekommt aber auch seine Freiheiten. "Ich will auf jeden Fall wieder auf Etappenjagd gehen, also versuchen, eine Etappe zu gewinnen", k├╝ndigte K├Ąmna im "Weser-Kurier" an.

Dass ein Fahrer vom Bora-Team am Ende auf dem Podium steht, ist durchaus realistisch. Denn die zwei Slowenen-Stars Tadej Pogacar (Tour-Sieger 2020 und 2021) und Primoz Roglic (Vuelta-Champion 2019 bis 2021) konzentrieren sich auf die Tour, der kolumbianische Vorjahressieger Egan Bernal ist nach seinem schweren Sturz im Winter noch nicht soweit. Wom├Âglich die Chance f├╝r Buchmann, wenn er nicht wieder st├╝rzt.

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