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"Stromberg - Der Film": Christoph Maria Herbst im Interview

Christoph Maria Herbst im Interview  

"Würde mich schämen, wenn wir so viele Zuschauer hätten wie 'Fack ju, Göhte'"

18.02.2014, 13:58 Uhr | mth, t-online.de

"Stromberg - Der Film": Christoph Maria Herbst im Interview. Christoph Maria Herbst im Interview: "Würde mich schämen, wenn wir so viele Zuschauer hätten wie 'Fack ju, Göhte'" (Quelle: NFP)

Kultrolle: Christoph Maria Herbst als Bernd Stromberg (Quelle: NFP)

Am Donnerstag (20. Februar) läuft "Stromberg - Der Film" in den deutschen Kinos an. Und die treuen Fans der nach fünf Staffeln beendeten Kultserie werden in Scharen in die Lichtspielhäuser pilgern. Denn Sorgen machen, dass der Humor auf der Leinwand an Biss verloren habe, müssen sie sich keine. "Ich würde mich schon schämen, wenn 'Stromberg - Der Film' so viele Zuschauer hätte wie 'Fack ju, Göhte'. Dann hätten wir irgendwas falsch gemacht", sagt Stromberg-Darsteller Christoph Maria Herbst im Interview mit T-Online.de.

Nein, die Massentauglichkeit von "Fack ju, Göhte", mit sieben Millionen Zuschauern in Deutschland erfolgreichster Film des vergangenen Jahres, hat "Stromberg - Der Film" wohl nicht. Sehr zur Freude der Anhänger des preisgekrönten Comedy-Formats, obwohl sie an den Einnahmen mitverdienen. Denn die Fans haben überhaupt erst dafür gesorgt, dass es "Stromberg" auf die große Kinoleinwand geschafft hat.

"Macht es genauso, wie wir es gewohnt sind"

Rund eine Million Euro haben sie innerhalb von sechs Tagen im Rahmen eines Crowd-Investings gesammelt und damit Produzent und Autor Ralf Husmann die erhoffte Starthilfe für das Projekt gegeben. Gleichzeitig haben sie es den Machern ermöglicht, beim bewährten Konzept zu bleiben und keine Kompromisse eingehen zu müssen.

"Wir haben uns natürlich auch dadurch ein Stück Freiheit bewahrt, dass wir den Fan dazu eingeladen haben, sich hier zu beteiligen", sagt Herbst. "Und der Fan hat uns mit seiner einen Million, was in unserem Gesamtbudget ein erklecklicher Betrag ist, eben nicht reingequatscht, sondern zu verstehen gegeben: Macht es bitte genauso, wie wir es gewohnt sind."

Keine Nebenrolle für Veronica Ferres

Deshalb habe man auch nicht versucht, "Stromberg" für das Kino neu zu erfinden, "irgendwelche Autos explodieren zu lassen oder in einer Nebenrolle Veronica Ferres mitspielen zu lassen." Unter einen besonderen Druck habe ihn die finanzielle Beteiligung der Fans allerdings nicht gesetzt, sagt Herbst. "Den Druck hat in erster Linie Ralf Husmann wahrgenommen. Aber das ist gut ausgegangen, weil er nur unter Druck arbeiten kann."

Von 2004 bis 2012 lief "Stromberg", die Serie, auf ProSieben, insgesamt 46 Folgen sind entstanden. Anschließend sollte eigentlich Schluss sein, der angedachte Kinofilm drohte an der Finanzierung zu scheitern. Doch dann griffen die Fans ein: In dieser Größenordnung habe es das in Deutschland überhaupt noch nicht gegeben, sagt Herbst.

Eine Erklärung für diese außergewöhnliche Fan-Treue zu finden, sei allerdings nicht einfach, befindet der 48-Jährige. Man habe eben die Folgen wohl dosiert und nicht den Fehler gemacht, jedes Jahr mit einer neuen Staffel und 24 Episoden an den Start zu gehen. "Da hätten viele Zuschauer gesagt: 'Boah, ich kann diesen Glatzkopf einfach nicht mehr ertragen.'"

Das "Stromberg"-Erfolgsrezept

Außerdem sei man sich immer treu geblieben. "Wir haben nie auf die Einschaltquote geschaut oder versucht, uns an ein breiter aufgestelltes Publikum heranzuwanzen", sagt Herbst. Und schließlich hätten die Bücher über die ganze Zeit hinweg ihr Niveau gehalten: "Wir haben fünf Staffeln abgeliefert und zu jeder einzelnen kann ich stehen."

Vielleicht gibt es ja sogar noch eine weitere Fortsetzung von "Stromberg" im Kino. Das steht aber noch in den Sternen. "Solche Gedankenspiele haben wir nie angestrengt", sagt Herbst. "Wir waren einfach froh, dass wir unser Ding machen konnten, ohne dass uns jemand hineinredet. Wir warten jetzt erst einmal ab, und dann schauen wir weiter."

Über einen Mangel an Projekten braucht sich Christoph Maria Herbst jedenfalls nicht zu beklagen, es werde sogar fast ein bisschen zu viel. "Ich bin auch schon gefragt worden, ob ich die Rolle des Schiffsarztes auf dem 'Traumschiff" übernehmen möchte, aber so mainstreamig werde ich dann doch nicht", sagt er.

"Er ist wieder da - der Film"?

Es werde auch über einen dritten Teil von "Der Wixxer" mit dem Titel "Triple Wixxx" nachgedacht. Für die geplante Verfilmung von Timur Vermes' Erfolgsroman "Er ist wieder da", für dessen erfolgreiche Hörbuchversion Herbst dem Erzähler Adolf Hitler seine Stimme lieh, sei er allerdings noch nicht angefragt worden.

Spontan würde er dies auch absagen, allerdings: "Wenn Vermes sein Drehbuch aber nur halb so genial schreibt wie den Roman, käme ich schwer ins grübeln, ob ich mir das Bärtchen nicht doch nochmal ankleben sollte".

Lesen Sie das komplette Interview.

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