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Der Soundtrack der Woche (25. Februar)

Von Sebastian Berning

Aktualisiert am 28.02.2022Lesedauer: 6 Min.
Klaus Meine von den Scorpions: Was taugt "Rock Believer"?
Klaus Meine von den Scorpions: Was taugt "Rock Believer"? (Quelle: IMAGO / Pacific Press Agency)
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t-online hat offene Ohren für die wichtigsten Alben der Woche und gibt Ihnen Musiktipps. Diese Woche mit dem fulminaten Comeback der Scorpions, dem Flop-Comeback von Tears For Fears und anderen.

Wenn Sie mal wieder richtig Lust auf neue Sounds haben, Ihnen aber die Zeit fehlt, sich durch die Veröffentlichungen der Woche zu hören, stimmt t-online Sie mit der Rubrik "Schon gehört?" ein.

Scorpions – Rock Believer

Eine Band aus Hannover macht Weltkarriere. Hätte man vor 50 Jahren, als "Lonesome Crow" erschien, wohl auch nicht erwartet. Seit den späten 70er-Jahren konnten sich die Scorpions in den USA etablieren, heimsten diverse Gold- und Platinauszeichnungen in Übersee ein und standen in den 80ern mit Haarspray-Rockern wie Mötley Crüe, Van Halen (wenn die nicht gerade "1984" veröffentlicht haben), Ratt oder den aufpolierten Whitesnake auf einer Stufe. Alben wie "Lovedrive", "Blackout" oder "Love At First Sting" avancierten zu Stadion-Rock-Klassikern.

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Bis heute sollte keine deutsche Band international so abräumen wie die Scorpions. Nein, auch Rammstein haben das trotz ihrer Arenashows nicht geschafft. Mit "Rock Believer" wollen es Klaus Meine und Co. noch einmal wissen. Das Material wollten sie selbst schreiben. An die alten Glanztaten sollte es erinnern. Man hat sich also viel vorgenommen. Doch haben die "Scorps" das geschafft?

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Nun, zumindest den Großteil des Materials haben sie in Eigenregie geschrieben. Und ja, das versprüht den Spirit der alten Tage. "Peacemaker" hätte auch auf "Love At First Sting" Platz finden können. Der Opener "Gas In the Tank" erinnert ebenfalls an zahmeres Material von "Blackout". Die Songs rocken, Meines Stimme ist stark und Matthias Jabs kann mit netten melodischen Gitarrenparts immer wieder glänzen.

Es ist jetzt aber nicht so, dass man sich hier zum ersten Mal seit 30 Jahren auf die eigenen Stärken berufen würde. Klar, "Eye II Eye" war nix, "Unbreakable" klang ein bisschen zu gewollt rockig und "Humanity Hour I" war etwas zu überambitioniert. Aber "Sting in the Tail" von 2010 etwa war ein Kracher. Das letzte Album "Return to Forever" basierte zum Teil ja sogar auf alten Songideen. Also zumindest seit 20 Jahren orientiert sich die Band an den alten Erfolgen, klingt jedoch nie so eintönig wie etwa AC/DC, die zwar auch stets gute Alben abliefern, die sich allerdings nur selten groß unterscheiden. Mit etwas atmosphärischen Nummern wie "The Seventh Sun" oder "When You Know" lockert man "Rock Believer" auf.

Was machen wir also mit dem Album? Es wäre ein schöner Schlussakkord für die Diskographie der Band. Man hofft natürlich, dass da noch mehr kommt. Aber die Herren machen seit mehr als 50 Jahren Rock'n'Roll. Das Debüt "Lonesome Crow" erschien immerhin 1972, sieben Jahre nach der Bandgründung. Es liegt also mehr hinter der Band als noch vor ihr liegen wird. Schade, denn die Scorpions klingen absolut nicht altersschwach. Diese elf Songs (plus fünf weitere, teilweise sehr lohnende Nummern der Deluxe Edition) zeigen die Stärken der Band, die sich hin und wieder noch selbst herausfordert und nicht nur nach Schema F vorgeht.

Casper – Alles war schön und nichts tat weh

Es hat ewig gedauert, bis Casper endlich mit dem Nachfolger zum durchwachsenen "Lang lebe der Tod" um die Ecke kam. Der Hype von "XOXO" und "Hinterland" war zu dem Zeitpunkt schon etwas abgeklungen. Das Album konnte den Spagat zwischen Gitarrenmusik und Rapsounds nicht bewältigen, wirkte irgendwie zu zerrissen. Man ahnte schon Schlimmes für die Karriere des Musikers. Mit "1984", welches er zusammen mit Marteria aufnahm, kam Casper wieder nach oben.

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Wird denn jetzt auch wieder alles schön oder tut's wieder weh? Die Post-Punk- und Indie-Verweise, die besonders "XOXO" ausmachten, hört man hier kaum noch. Casper setzt mehr auf intelligent produzierten Rap ohne allzu prollig rüberzukommen. "Alles war schön und nichts tat weh" ist ein Comeback, ein "return to form"-Album. Also kann man schon sagen: Schön gemacht.

Weh tut's trotzdem. Die Lyrics zu "Billie Jo" und "Fabian" gehen einem schon unter die Haut. Erstgenanntes behandelt das Trauma eines US-Soldaten, letzteres die Krebserkrankung eines Freundes. Harter Tobak, aber man mag nicht weghören. Traurig schöner ist lediglich "Mieses Leben / Wolken" mit Haiyti.

Tankard – For a Thousand Beers

Wenn man an deutschen Thrash Metal denkt, denkt die weltweite Metal-Gemeinde meist an Kreator und Sodom. Auch Destruction werden gerne noch genannt. Doch zu den "Big 4 of Teutonic Thrash" zählen auch noch Tankard aus Frankfurt. Dieses Quartett hatte immer ein bisschen mehr Spaß als die drei Kollegen. Viele ihrer Songs handeln von Bier, Suff und Party. Die wichtigsten Platten der Gruppe werden nun in einer schicken Box zusammengefasst.

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"For a Thousand Beers" enthält die Alben "Zombie Attack","Chemical Invasion", "The Morning After", "The Meaning of Life", "Stone Cold Sober", "Two Faces" und "The Tankard". Also eigentlich alles, was man von dieser Band braucht und noch ein bisschen mehr. Wer sich für die Vinyl-Version der Zusammenstellung entscheidet, der kann sich über verschiedenfarbige Vinyl freuen. Dazu gibt es ein üppiges Booklet und eine DVD.

Besonders die ersten vier, vielleicht auch fünf Alben sind schöne Zeitdokumente der deutschen Metal-Historie. Ja, das ist nicht so brutal wie "Pleasure to Kill" oder "Terrible Certainty" von Kreator und nicht so böse wie die Frühwerke von Sodom, aber ihren eigenen Charme versprühen die Songs trotzdem. Besonders wenn man sich die Alben recht zeitnah hintereinander gibt, fallen die kreativen Sprünge der Frankfurter auf. Gegen Ende der 80er war man auf dem bandeigenen Zenit. Einzig die Bonus-Coversongs von "The Tankard" sind ein Graus. Niemand, wirklich niemand, braucht diese Versionen von "König von Deutschland", "Elke" oder "Hurra, Hurra, die Schule brennt".

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Avril Lavigne – Love Sux

Vor 20 Jahren kam die Kanadierin mit "Complicated" und "Sk8er Boi" groß raus. Aber in den letzten zehn Jahren war das Interesse an Avril Lavigne nicht mehr wirklich vorhanden. Doch im Vorfeld der Veröffentlichung von "Love Sux" hatte man das Gefühl: Hier bahnt sich vielleicht und möglicherweise ein Revival an.

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Auch musikalisch besinnt man sich sehr auf den Pop Punk der frühen 00er Jahre. Verpackt diesen mit einer modernen Produktion aber zeitgemäß. Hier ein bisschen Elektronik, da ein bisschen Rap und schon ist Avril wieder ganz hip. "Bois Lie" mit Machine Gun Kelly ist ein Ohrwurm, "Bite Me" erinnert an die goldene Pop-Punk-Zeit und bei so vielen anderen Songs denkt man, dass die Sängerin vor 20 Jahren nicht so frech war wie heute. "Love Sux", "F.U." oder "Dare to Love Me" könnten in genauso vielen Teeniezimmern laufen wie "Complicated" 2002. Es kommt ja eh immer alles wieder in Mode. Warum nicht auch Avril Lavgine?

Tears For Fears – The Tipping Point

Und wo wir schon bei "kommt wieder in Mode" sind. Tears For Fears sind wieder da. Und nein, man hätte es nicht gebraucht. Die ersten beiden Alben "The Hurting" (1983) und "Songs From the Big Chair" (1985) waren Hits, verkauften sich wie geschnitten Brot und waren ein gut gemachter Mix aus Synthie-Pop und New Wave. Ich meine, "Shout" haben Sie doch jetzt auch direkt im Kopf. Oder?!

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Mit "The Tipping Point" veröffentlichen Roland Orzabal und Curt Smith ihr erstes Studioalbum seit 2004. Gebraucht hätte es niemand. Der Wumms der ersten zwei, drei Alben ist weg. Viel eher gibt es künstlerisch sicherlich sehr anspruchsvolle Nummern, die allerdings absolut kein Ohrwurmpotential haben und einfach nur vor sich hinplätschern. Vielleicht höre ich es auch falsch. Der britische "Guardian" nennt das Album "elegant", ich ellenlang. In den knapp 43 Minuten will sich bei mir nichts festsetzen und ich meine, dass das für eine Popband kein Qualitätsmerkmal ist.

Beth Hart – A Tribute to Led Zeppelin

Led Zeppelin zählen zu den einflussreichsten Rockbands der Geschichte. Unzählige Gruppen haben sich an den Kompositionen von Robert Palmer, Jimmy Paige und Co. versucht und wirklich niemand kam an die Originale ran. Zu besonders waren sie. Egal, ob Iron Maiden, Frank Zappa, Nirvana oder Great White, sie alle scheiterten. Mal mehr, mal weniger.

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Und obwohl es in der Musikhistorie schon so viele mahnende Beispiele gab, versucht sich nun auch Blues Rockerin Beth Hart an einem kompletten Led-Zeppelin-Tribute-Album. Oha. Und ja, die Dame kann gut singen, sie spielt auch gut Gitarre, aber nein, man hat an "A Tribute to Led Zeppelin" nur wenig Spaß.

Hart spielt Hits wie "Whole Lotta Love", "Kashmir", "Babe I'm Gonna Leave You" oder natürlich "Stairway to Heaven" sehr originalgetreu nach. Aber warum sollte man sich dann ein reines Led-Zeppelin-Coveralbum antun? Da kann man doch auch die Originale hören. Hart scheitert daran, dass sie den zwölf Songs nichts eigenes bieten kann. Sie würde aber auch scheitern, würde sie aus "Black Dog" eine Jazznummer machen. Manchmal kann man es den Leuten nicht recht machen.

Alle Alben sind am 25. Februar 2022 in digitaler sowie physischer Form erschienen. Wir hören uns wieder!

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