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Prinz Harry muss 800.000 Euro zahlen: Zieht Verleumdungsklage zurück


Verleumdungsklage gegen die "Mail"
Prinz Harry gibt auf – und muss über 800.000 Euro zahlen

Von t-online, dpa, mbo

Aktualisiert am 20.01.2024Lesedauer: 2 Min.
Prinz Harry: Er hat eine Klage zurückgezogen.Vergrößern des BildesPrinz Harry: Er hat eine Klage zurückgezogen. (Quelle: IMAGO / Avalon.red)
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Seit längerem führt Prinz Harry einen juristischen Feldzug gegen britische Boulevardmedien – teilweise erfolgreich. Doch in einem Fall gibt er jetzt auf.

Prinz Harry hat eine Verleumdungsklage gegen den Verlag der Boulevardzeitung "Mail on Sunday" zurückgezogen. Der jüngere Sohn von König Charles III. verklagte Associated Newspapers Limited wegen eines Meinungsbeitrags über eine anhängige Klage des 39-Jährigen gegen das britische Innenministerium.

Harry sah seinen Ruf geschädigt. Die Zeitung warf ihm in dem Text vor, einen falschen Eindruck vermittelt zu haben über seine Bereitschaft, für seinen polizeilichen Personenschutz in Großbritannien zu zahlen.

Im Dezember 2023 hatte ein Richter einen Antrag Harrys auf ein beschleunigtes Verfahren abgewiesen, da der Verlag Aussicht auf Erfolg vor Gericht habe. Harry musste daraufhin Anwaltskosten der Gegenseite in Höhe von 48.447 Pfund, umgerechnet 56.430 Euro, übernehmen.

Hohe Kosten kommen auf Harry zu

Jetzt hat er die gesamte Klage zurückgezogen, wie die "Mail" am Freitag berichtet. Laut "Mail" und "Telegraph" kommen damit weitere Anwaltskosten in sechsstelliger Höhe auf ihn zu – seine eigenen und die der Zeitung. Die Rede ist von geschätzten 750.000 Pfund, was rund 873.000 Euro entspricht.

Doch was steckt hinter der Zurückziehung? Harry sei der Ansicht, er gebe mit seiner Klage "den falschen Behauptungen" der "Mail" zu sehr eine Plattform, heißt es von seinen Vertretern. Man warte stattdessen weiter auf ein Ergebnis wegen der eigentlichen Klage gegen das britische Innenministerium. "Sein Fokus bleibt dort und auf der Sicherheit seiner Familie."

Im Verfahren gegen das Innenministerium will Harry erreichen, dass ihm und seiner Familie voller Polizeischutz in Großbritannien gewährt wird, obwohl sie keine arbeitenden Mitglieder des Königshauses mehr sind. Andernfalls, so argumentiert Harry, könne er mit seiner Frau Meghan und den beiden gemeinsamen Kindern nicht mehr ohne Weiteres in seine alte Heimat reisen. Ein Komitee hatte zuvor entschieden, dass der Personenschutz für ihn und seine Familie herabgestuft wird. Ein Urteil steht noch aus.

Prinz Harry in weitere Fälle verwickelt

Nach dem Rückzug der Klage gegen Associated Newspapers Limited ist Harry noch in vier Fälle am Londoner High Court verwickelt. Darunter sind eine weitere Klage den Verlag der "Mail" sowie Verfahren gegen die Verlage Mirror Group Newspapers (beispielsweise "Daily Mirror") und News Group Newspapers ("The Sun").

Dabei geht es jeweils um illegale Informationsbeschaffung. Harry und weitere Prominente werfen den Medien etwa vor, ihre Mailboxen unerlaubt abgehört zu haben. Im Fall Mirror Group Newspapsers waren Harry 140.600 Pfund, umgerechnet fast 164.000 Euro, Schadenersatz zugesprochen worden. Im Frühjahr soll aber eine weitere Anhörung stattfinden.

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