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Boris Becker: Ehrliche Worte zu größtem Fehler – "Es ist meine Schuld"


Boris Becker: "Es ist meine Schuld"

Von t-online, CKo

Aktualisiert am 18.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Boris Becker: Die Tennislegende spricht über Karriere und Tiefpunkte.Vergrößern des BildesBoris Becker: Die Tennislegende spricht über Karriere und Tiefpunkte. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa)
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Boris Becker arbeitet nach der Haftentlassung an seinem Comeback. In einem neuen Interview blickt der Tennisstar einmal mehr auf seine Karriere, Fehler und die Zukunft.

Anlass für das Gespräch mit der brasilianischen Zeitung "Veja" ist Boris Beckers neue Dokumentation "Boom! Boom! The World vs. Boris Becker". "Ich spreche über die guten und die schlechten Dinge, die ich vielleicht getan habe, aber ich behalte einen ehrlichen Blick. Ich bin stolz auf das Ergebnis", sagt er über das Format. Dennoch falle es ihm schwer, über die Tiefpunkte seines Lebens zu sprechen.

Der ehemalige Tennisprofi saß bis Dezember vergangenen Jahres wegen Insolvenzbetrug im Gefängnis. Die finanziellen Schwierigkeiten seien nicht über Nacht entstanden, sagt er heute. "Es war ein langsamer Prozess. Als Sportler verdient man eine Menge Geld. Aber wenn wir uns aus dem Sport zurückziehen, können nur einige wenige ihr hohes Einkommen beibehalten." Viele hätten nach ihrer Karriere ein viel geringeres Einkommen – würden aber weiterhin so viel Geld wie zuvor ausgeben.

"Ich hatte nicht das Glück"

Als Sportler benötige man ein gutes Unterstützungssystem und ein Umfeld sowie Berater, auf die man bauen könne. "Ich glaube, ich hatte nicht das Glück, genug Unterstützung zu bekommen", so der 55-Jährige.

Schon zu Beginn seiner Karriere, die kometenhaft anstieg, sei er eigentlich nicht gut genug vorbereitet gewesen. "Alles, was ich danach gemacht habe, wurde mit den Erfolgen meiner frühen Karriere verglichen, und dieses Gewicht wurde zu groß für mich. So jung ein Champion zu werden, war wie ein überwältigender Sturm. Niemand um mich herum war wirklich darauf vorbereitet – nicht einmal ich selbst."

Dann, nach der aktiven Zeit, müssten Sportler teilweise ganz von vorne anfangen. "Wir haben Mühe etwas zu lernen, was wir noch nie zuvor getan haben. Die Zeit des Aufhörens ist also die schwierigste Zeit im Leben eines Sportlers", findet Becker.

Dennoch wisse er, dass die Verantwortung für seine Fehler ganz allein bei ihm läge. "Niemand hat mich gezwungen, die Fehler zu machen, die ich gemacht habe: Es ist meine Schuld." Aus den Fehlern habe er gelernt, auch die Zeit hinter Gittern habe ihn gelehrt. Er sei heute ein "erfahrener und bescheidener Mensch", zudem "reifer, verständnisvoller und vorsichtiger". "Ich hoffe auch, ein wenig weiser zu sein, damit ich denselben Fehler nicht zweimal mache."

Nun blickt die Tennislegende in die Zukunft: "Ich möchte in meinem letzten Lebensabschnitt etwas bewirken. Ich bin 55 Jahre alt." Er habe eine bewegte Reise hinter sich, gehe aber davon aus, dass er noch "25 gute Jahre" vor sich habe, in denen er, so hoffe er, aufgrund seiner Erfahrungen die richtigen Entscheidungen treffen werde.

Denn eine Charaktereigenschaft habe er seit jeher in sich verankert, die ihm nicht nur während seiner Karriere im Tennis geholfen habe: "Ich spiele immer bis zum Ende."

Verwendete Quellen
  • veja.abril.com.br: "'Fui ao fundo do poço', diz ex-tenista alemão Boris Becker" (portugiesisch)
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