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Frank Elstner: Sein Vater bat Hitler in einem Brief um Hilfe


"Ärzte stehen vor einem Rätsel"
Frank Elstners Vater wollte nach Geburt des Moderators Hilfe von Hitler

Von t-online, mbo

Aktualisiert am 23.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Frank Elstner: Er ist gerade 81 Jahre alt geworden.Vergrößern des BildesFrank Elstner: Er ist gerade 81 Jahre alt geworden. (Quelle: Simon Hofmann/Getty Images)
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Er kam 1942 mit einer Fehlbildung am rechten Auge zur Welt. Sein Vater schrieb einen Brief an Hitler, bat ihn um Hilfe. Davon erfährt Frank Elstner erst jetzt.

Der Vater von Entertainer Frank Elstner schrieb im April 1942, kurz nach der Geburt des "Wetten, dass..?"-Erfinders, einen Brief an Adolf Hitler. Dies berichtet "Bild am Sonntag" unter Berufung auf das historische Dokument aus dem Bundesarchiv in Berlin.

Daraus zitiert das Blatt, dass Elstners Vater bedauerte, dass sein Sohn "leider sieben Stunden zu früh" zur Welt kam: am 19. April und nicht am Geburtstag Hitlers, am 20. April. Zudem berichtete Erich Elstner, der Schauspieler und Sänger war: "Der Allmächtige hat ihm ein großes und ein kleines Auge geschenkt. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Das linke Auge ist ganz normal und das rechte ist viel kleiner."

Frank Elstner wurde mit einem Defekt am rechten Auge geboren, einer sogenannten Mikrophthalmie, bei der der Augapfel fehlgebildet ist. Schon seit seinem 20. Lebensjahr trägt er ein aus weißem und farbigem Spezialglas hergestelltes Ersatzauge. Darum macht er kein Geheimnis, nimmt es als Partygag auch gern mal raus.

Doch wenige Tage nach der Geburt wollte Elstners Vater, dass seinem Sohn geholfen wird. In dem auf den 28. April 1942 datierten Brief heißt es: "Unser ganzes Bemühen geht dahin, dem Kind das zurückgebliebene Auge durch einen namhaften Spezialisten behandeln zu lassen, um zu versuchen, das auszugleichen, was ihm das Schicksal zu verwehren scheint." Er solle einmal Soldat werden und "nicht zurückstehen müssen [...] wegen schlechter und zu später ärztlicher Behandlung".

Am Ende schrieb Elstners Vater, dass es eine "wahrscheinlich teure spezialärztliche Behandlung" brauche, "um so vielleicht das Auge doch noch retten zu können". Deshalb bat er: "Wenn Sie, mein Führer, mir dazu den Weg ebnen könnten, wären wir Ihnen unendlich dankbar." Die Familie selbst habe sich das nicht leisten können. Der Brief sei dem Bericht zufolge nie bis zu Hitler persönlich gekommen, wie aus den Akten hervorgehe.

Frank Elsnter wusste nichts von dem Brief an Hitler

Den Brief habe Frank Elstner nicht gekannt, sagt er dem Blatt jetzt. Doch er habe als junger Teenager ein Gespräch seiner Eltern verfolgt: "Mein Vater sagte, wie sehr er sich immer Sorgen um mich gemacht habe und dass er nach meiner Geburt sogar wegen meiner Augenoperation an Hitler geschrieben habe." Der Vater sei nach der Geburt "schwer geschockt von meinem Augenleiden" gewesen, ist Elstner sicher. So erklärt er sich "den unterwürfigen Ton" im Brief an Hitler.

Auch habe Elstner nicht gewusst, dass es im Bundesarchiv Unterlagen über seine Eltern gibt, er habe dadurch ihm Unbekanntes über seine Mutter, die Schauspielerin und Tänzerin war, erfahren. Und "dass meine Eltern keine Mitglieder der NSDAP oder einer anderen schlimmen Organisation der Nazis waren". Darüber sei er froh, so Elstner.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • bild.de: "Hitler sollte Frank Elstners Auge retten"
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