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BGH bestÀtigt Haftstrafe gegen Schwesta Ewa

Von dpa
Aktualisiert am 28.02.2019Lesedauer: 2 Min.
Schwesta Ewa im Bundesgerichtshof vor ihrer Anhörung: Der BGH verhandelt ĂŒber die Revisionen der Staatsanwaltschaft und einer NebenklĂ€gerin.
Schwesta Ewa im Bundesgerichtshof vor ihrer Anhörung: Der BGH verhandelt ĂŒber die Revisionen der Staatsanwaltschaft und einer NebenklĂ€gerin. (Quelle: Fabian Sommer/dpa-bilder)
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Schwesta Ewa ist rechtskrÀftig zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt, das bestÀtigte der BGH. Die Skandalrapperin hatte bereits acht Monate in Untersuchungshaft gesessen. Unter anderem wird ihr Körperverletzung vorgeworfen.

Die Rapperin Schwesta Ewa muss wegen Straftaten im Rotlichtmilieu möglicherweise noch einmal ins GefÀngnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestÀtigte am Donnerstag eine zweieinhalbjÀhrige Haftstrafe, die das Frankfurter Landgericht 2017 gegen die SÀngerin verhÀngt hatte. Damit ist die 34-JÀhrige rechtskrÀftig verurteilt.

Über die Vollstreckung der Strafe muss jetzt die Staatsanwaltschaft Frankfurt entscheiden. Schwesta Ewa saß bereits knapp acht Monate in Untersuchungshaft. Inzwischen hat sie ein kleines Baby.

In dem Prozess ging es um mehrere "Prostitutionsreisen", die Schwesta Ewa mit jungen Verehrerinnen aus ihrer Clique unternommen hatte. Das GeschĂ€ftsmodell sah so aus, dass die Rapperin, die frĂŒher selbst als Prostituierte gearbeitet hatte, alles organisierte. Anschaffen gingen die Frauen. Die Einnahmen wurden geteilt – am Finanzamt vorbei.

Körperverletzung und Steuerhinterziehung

Die Musikerin hatte zugegeben, auf diesen Reisen in verschiedene StĂ€dte vier Prostituierte bei etlichen "Ausrastern" geschlagen und getreten zu haben. Einer der Frauen soll sie in einem Wutanfall mit einem Stöckelschuh eine blutende Wunde am Ohr zugefĂŒgt haben. Das Landgericht hatte Schwesta Ewa, die bĂŒrgerlich Ewa Malanda heißt, deshalb unter anderem wegen 35-facher Körperverletzung und Steuerhinterziehung zu der GefĂ€ngnisstrafe verurteilt.

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Die Staatsanwaltschaft und eine der Frauen hatten mit ihren Revisionen erreichen wollen, dass Malanda auch wegen ZuhÀlterei und Menschenhandels verurteilt wird. Sie habe sich bewusst junger Frauen bedient, die Schulden bei ihr hatten und keinen anderen Weg sahen, diese zu tilgen, sagte die AnwÀltin der NebenklÀgerin. Die Frauen hÀtten auch Vorgaben gehabt, wie viel sie am Tag verdienen mussten.

Allerdings hatten alle vier Frauen ausgesagt, dass sie sich aus freien StĂŒcken zur Prostitution entschlossen hĂ€tten. Der BGH hielt den Freispruch in diesen Punkten daher fĂŒr rechtsfehlerfrei.

Die acht Monate U-Haft werden auf die Haftstrafe angerechnet. Abgesessen werden normalerweise auch nur zwei Drittel der Zeit. Unter besonderen UmstĂ€nden kann das auf die HĂ€lfte verkĂŒrzt werden. Nach dieser Rechnung mĂŒsste Malanda etwa ein halbes bis ganzes Jahr ins GefĂ€ngnis. Es gibt aber auch die Möglichkeit des offenen Vollzugs.

Nicht gegen Urteil gewehrt

Die Rapperin hatte ihre kleine Tochter in einer Tragetasche mit in den Gerichtssaal gebracht. Das Angebot des "letzten Worts" schlug sie aus und wollte den Richtern nichts mehr sagen. Auch ihre Verteidiger beschrĂ€nkten sich darauf, die AntrĂ€ge der Gegenseite zurĂŒckzuweisen. Eigene Forderungen stellten sie nicht mehr.


Das merkte auch der Vorsitzende Richter Rolf Raum bei der VerkĂŒndung an: "Die Angeklagte hat sich ja selber gegen das Urteil gar nicht mehr richtig gewehrt." Nach der Verhandlung am Vormittag hatte sich Malanda vor Journalisten recht zuversichtlich gezeigt: "Ich glaub, ich hab ein gutes GefĂŒhl. Hat sich doch gut angehört", sagte sie.

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