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Michael Jackson: Wird der Kindesmissbrauchsfall neu aufgerollt?

Michael Jackson  

Wird der Kindesmissbrauchsfall neu aufgerollt?

18.11.2019, 17:14 Uhr | spot on news

Michael Jackson: Wird der Kindesmissbrauchsfall neu aufgerollt?. Michael Jackson: Der Prozess wegen Kindesmissbrauch könnte erneut aufgenommen werden. (Quelle: Getty Images/Christina Barany)

Michael Jackson: Der Prozess wegen Kindesmissbrauch könnte erneut aufgenommen werden. (Quelle: Christina Barany/Getty Images)

In dieser Woche könnte sich entscheiden, ob die vermeintlichen Missbrauchsopfer Wade Robson und James Safechuck noch einmal juristisch gegen die Angehörigen von Michael Jackson vorgehen dürfen.

Die Enthüllungsdoku "Leaving Neverland" hat Anfang 2019 für Aufsehen, bestürzte Fans und erboste Angehörige von Michael Jackson gesorgt. Zwei Männer, Wade Robson und James Safechuck, behaupten in der zweiteiligen Dokumentationssendung, dass der verstorbene Musiker sie mehrfach missbraucht habe, als sie noch kleine Kinder waren. Nun scheint es laut der US-Seite "TMZ" tatsächlich möglich, dass eben jene Vorwürfe doch noch einmal vor Gericht landen könnten.

Möglich mache dies demnach eine Gesetzesänderung im US-Bundesstaat Kalifornien, die die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch von Kindern verlängert. Durch diese Änderung würden auch die vermeintlichen Vergehen des "King of Pop" gegen Robson und Safechuck wieder in die juristisch relevante und damit auch strafbare Zeit fallen.

Die Vorgeschichte

Robson hatte die Jackson-Familie im Jahr 2013 auf über 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,36 Milliarden Euro) Schadensersatz verklagt. Sein Vorwurf: Der verstorbene Sänger habe ihn über einen Zeitraum von sieben Jahren sexuell missbraucht, als er noch ein Kind war. Rund zwei Jahre später wurde der Fall jedoch zu den Akten gelegt.

Ähnlich verhielt es sich bei der Personalie Safechuck. Er verklagte die Angehörigen des Musikers 2014 mithilfe desselben Anwalts wie Robson und dem Vorwurf, vier Jahre lang Opfer von Missbrauch durch Michael Jackson gewesen zu sein. Auch dieses Verfahren wurde 2017 mit der Begründung, dass die vorgeworfenen Taten inzwischen verjährt seien, eingestellt.


Entscheidet es sich in dieser Woche?

Angesichts der Gesetzesänderung habe das zuständige Berufungsgericht in Kalifornien nun aber die Entscheidung gefällt, die damaligen Zurückweisungen in beiden Fällen zu revidieren. Zwar sei diese Entscheidung derzeit noch provisorisch und hänge von mündlichen Plädoyers beider Seiten ab, die im Laufe dieser Woche stattfinden sollen. Generell werden derartige Beschlüsse laut des Berichts aber in den wenigsten Fällen wieder zurückgenommen. Sollte dies auch beim aktuellen Sachverhalt der Fall sein, stünden Safechuck und Robson demnach wieder alle juristischen Türen gegen den Jackson-Clan offen.

Verwendete Quellen:

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