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Nach Rassismus-Vorwurf von "AZW"-Star Tijan Njie: Kölner Bar wehrt sich

Nach Vorwurf von RTL-Star  

Kölner Bar wehrt sich gegen Rassismus-Anschuldigung

27.07.2020, 16:04 Uhr | JaH, t-online

Nach Rassismus-Vorwurf von "AZW"-Star Tijan Njie: Kölner Bar wehrt sich. Tijan Njie: Der Schauspieler erhob Vorwürfe gegen eine Kölner Bar.  (Quelle: imago images / Gartner)

Tijan Njie: Der Schauspieler erhob Vorwürfe gegen eine Kölner Bar. (Quelle: imago images / Gartner)

Nachdem der "Alles was zählt"-Schauspieler Tijan Njie aus einer Bar geschmissen wurde, erhob er Rassismus-Vorwürfe gegen den Laden. Mittlerweile meldeten sich auch die Verantwortlichen des Lokals. Sie stellen den Vorfall ganz anders dar.  

Am Wochenende wollte Tijan Njie mit seinen Freunden einen "coolen und entspannten Männerabend" verbringen. Der wurde jedoch von einer Begegnung in einer Kölner Bar unterbrochen. Der RTL-Star, der in diesem Jahr auch erfolgreich bei "Let's Dance" tanzte, erzählte in einem Instagram-Video, dass er aus rassistischen Motiven aus der Bar geschmissen wurde. Ein Freund unterstützte seine Geschichte. Er habe mit dem Besitzer gesprochen, der ihm mehrere Male bestätigte, dass Njie aufgrund seiner Ethnie aus dem Lokal geworfen worden sei. 

Während die beiden jungen Männer auch auf Nachfrage nicht den Namen der Bar verrieten, meldet sich das Kölner Lokal jetzt selbst zu Wort. Es ist ein angesagtes Etablissement mit dem Namen Herr Pimock, das sich selbst als Bar und Café beschreibt.

So reagieren die Verantwortlichen der Kölner Bar 

"In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es zu einer nicht schönen Begegnung bei uns im Herr Pimock gekommen", schreibt das Team der Bar unter ein Foto auf Instagram. Das Bild zeigt ein Plakat, das wohl über der Eingangstür des Lokals hängt. Darauf steht: "Kein Rassismus". 

In einem langen Text wird die Situation geschildert, die sich mit dem Schauspieler und seinen Freunden aus Sicht der Bar zugetragen haben soll. Demnach soll der Rauswurf mit den neuen Hygiene-Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu tun gehabt haben. Es sei besonders an den Wochenenden derzeit sehr voll und man müsse aufgrund der neuen Auflagen die Gäste an die noch freien Plätze weisen, "um zu vermeiden, dass es sich im Laden staut".

"Wir haben niemanden herausgeworfen"

Jeder Gast, der noch nicht an einen freien Platz gewiesen wurde, müsse demnach vor der Tür warten. "Nun sind Gäste ohne Anweisung hereingekommen, woraufhin sie von uns wieder hinausgeschickt wurden. Wir konnten keinen Tisch anbieten da alle Plätze belegt waren. Hier ist es zu einer Auseinandersetzung gekommen", erklären die Verantwortlichen der Bar. "Wir haben niemanden herausgeworfen, sondern lediglich darum gebeten, draußen auf Anweisungen zu warten, bis ein Tisch frei wird."

Rassistische Motive oder Hintergründe haben bei diesem Vorfall angeblich keine Rolle gespielt. "Wir sind ausdrücklich gegen Rassismus und haben dies auch ganz deutlich an unserer Eingangstür stehen. In der Corona-Zeit gelten strikte Regeln, die wir einhalten müssen und diese gelten für alle Gäste – egal welcher Herkunft."

"Mensch ist Mensch" 

Zudem verweist das Lokal noch auf den Namen Herr Pimock. Das bedeute in der kölschen Sprache "der Zugezogene". Man habe sich diesen Namen bewusst ausgesucht. "Es ist jeder willkommen. Da gibt es für uns keinen Unterschied. Mensch ist Mensch. Es tut uns leid, wenn es im Rahmen der erhitzten Situation nicht so rübergekommen ist." Die Verantwortlichen räumen ein, dass sie sich hätten mehr Zeit für die Situation hätten nehmen müssen, machen aber auch deutlich: "Aber wir haben definitiv niemanden aufgrund seiner Hautfarbe vor die Tür gesetzt. Bitte fühlt euch weiterhin willkommen!"

Tijan Njie äußerte sich bisher noch nicht direkt zu den Aussagen der Bar. Er teilte jedoch die Instagram-Storys eines Fans, der das Statement als "Bullshit" und "lächerlich" bezeichnete.  

Verwendete Quellen:

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