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Simbabwe: Überraschung beim Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Autorin aus Simbabwe  

Überraschung beim Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

21.06.2021, 10:36 Uhr | sow, t-online

Simbabwe: Überraschung beim Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021: Die simbabwische Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga.  (Quelle: Mateusz Zaboklicki/Börsenverein des Deutschen Buchhandels/dpa)

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021: Die simbabwische Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga. (Quelle: Mateusz Zaboklicki/Börsenverein des Deutschen Buchhandels/dpa)

Die simbabwische Autorin, Aktivistin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021 ausgezeichnet. Das wurde am Montagmorgen bekanntgegeben.

Tsitsi Dangarembga erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021. Das gab der Stiftungsrat am Montag in Frankfurt am Main bekannt. In der Begründung lobt der Stiftungsrat das "einzigartige Erzählen mit einem universellen Blick" der 62-Jährigen. Die angesehene Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Weiter heißt es über die Preisträgerin Dangarembga: "Sie ist deshalb nicht nur eine der wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes, sondern auch eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur." In ihrer Romantrilogie beschreibe sie am Beispiel einer heranwachsenden Frau den Kampf um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und weibliche Selbstbestimmung in Simbabwe. "Dabei zeigt sie soziale und moralische Konflikte auf, die weit über den regionalen Bezug hinausgehen und Resonanzräume für globale Gerechtigkeitsfragen eröffnen", heißt es von Karin Schmidt-Friderichs, die als Vorsteherin des Börsenvereins zugleich Vorsitzende des Stiftungsrats des Friedenspreises ist.

"Wenn ihr wollt, dass euer Leiden aufhört, müsst ihr handeln"

In ihren Filmen thematisiere die Autorin aus Simbabwe Probleme, die durch das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne entstehen. "Ihre Botschaften richten sich erfolgreich an ein breites Publikum sowohl in Simbabwe als auch in den Nachbarländern", so die Begründung und weiter: "Begleitet wird ihr künstlerisches Schaffen von dem jahrelangen Engagement, die Kultur in ihrem Land zu fördern – und diese insbesondere für Frauen zu öffnen."

Tsitsi Dangarembga kämpft in ihrem Heimatland für Freiheitsrechte und politische Veränderungen. Gegenwärtig richtet sich ihr friedlicher Protest gegen Korruption, für den Tsitsi Dangarembga auch in Kauf nimmt, von der Regierung gerichtlich verfolgt zu werden. "Wenn ihr wollt, dass euer Leiden aufhört, müsst ihr handeln", fordert sie und fügt an: "Handeln kommt aus der Hoffnung. Dies ist das Prinzip von Glauben und Handeln."

Geehrt werden beim Friedenspreis Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben. Der Börsenverein vergibt die Auszeichnung seit 1950 und überreicht sie traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche – in diesem Jahr ist das der 24. Oktober. 2020 war der indische Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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