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Wayne Carpendale über Pflegenotstand: "Aus meiner Sicht unerträglich"

Über Zustände in Kliniken  

Wayne Carpendale: "Aus meiner Sicht einfach unerträglich"

Von Sebastian Berning

25.10.2021, 12:26 Uhr
Wayne Carpendale über Pflegenotstand: "Aus meiner Sicht unerträglich". Wayne Carpendale: Der Schauspieler absolvierte ein vierwöchiges "Praktikum" in einer Klinik. (Quelle: IMAGO / Marja)

Wayne Carpendale: Der Schauspieler absolvierte ein vierwöchiges "Praktikum" in einer Klinik. (Quelle: IMAGO / Marja)

Gerade sieht man ihn in "Die Herzblut-Aufgabe" als Pfleger in einem Krankenhaus arbeiten. Doch das ist nicht der erste Kontakt, den Wayne Carpendale mit dem Job des Mediziners hatte, wie er t-online verrät.

Sat.1 möchte in der wöchentlichen Doku-Reihe "Die Herzblut-Aufgabe: Promis in der Pflege", die letzten Montag startete, auf den Gesundheitssektor aufmerksam machen und verdeutlichen, wie anstrengend dieser Job tatsächlich ist. Prominente wie Jorge González, Lilly Becker, Jenny Elvers, Patrick Lindner, Faisal Kawusi oder Wayne Carpendale konnten für dieses Projekt geworben werden. Zusammen mit echten Pflegekräften arbeiten sie vier Wochen in einer Berliner Klinik mit. Für Wayne Carpendale ist dies zumindest im Ansatz nichts Neues. Der Schauspieler wollte und konnte schon für eine TV-Serie Erfahrungen sammeln.

Carpendale machte Ausbildung zum Erste-Hilfe-Sanitäter

"Vor einigen Jahren habe ich beim Bayerischen Roten Kreuz teils aus Eigeninteresse, teils als Vorbereitung auf meine Rolle beim 'Landarzt' eine mehrwöchige Ausbildung zum Erste-Hilfe-Sanitäter gemacht und bin auch ein paar Schichten lang im Rettungswagen mitgefahren", erinnert sich der Sohn von Howard Carpendale im Gespräch mit t-online. "Gerade in der Notfallmedizin merkt man, mit wie viel Ruhe und Besonnenheit die Profis helfen."

Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Arbeit als Erste-Hilfe-Sanitäter eine ganz andere sei als die des Pflegers auf der Unfallchirurgie. Dennoch: "Mir hat diese damalige Erfahrung bei meinem Praktikum schon ein bisschen geholfen."

"Nachwuchs würde die Situation dramatisch verbessern"

"Mit dieser Reportage wollten wir einen möglichst realen Einblick in den Alltag einer deutschen Klinik geben", resümiert der Mann von Annemarie Carpendale die Dreharbeiten. "Wir sind nicht angetreten, um zu zeigen, wie schrecklich alles ist. Allerspätestens seit Anfang letzten Jahres sollte uns allen bewusst sein, wie wichtig diese systemrelevanten Berufe für uns sind. Das war der Spagat. Das ist nämlich bei aller Belastung auch ein echt bunter, vielfältiger, abwechslungsreicher Beruf, für den man auch werben sollte."

Sein Appell, besonders an junge Menschen, lautet: "Nachwuchs, also viele neue Auszubildende in diesen Berufen, würde die Situation dramatisch verbessern."

"Aus meiner Sicht einfach unerträglich"

Was den 44-Jährigen ebenfalls beschäftigt, ist die Frage, wie sich Pflegerinnen und Pfleger so aufopfernd für andere Menschen einsetzen können, selbst aber vor alltäglichen Problemen wie bezahlbaren Wohnungen oder Kitaplätzen stehen.

Carpendale: "Das sind alles Probleme, die durch ein höheres Gehalt teilweise lösbar wären, aber wir sollten uns darüber hinaus fragen, wie wir die Infrastruktur verbessern können, sodass viele Menschen Lust auf diesen Beruf haben. Denn dass zum Beispiel Rettungswagen mit Kindern in den Notaufnahmen der Kliniken abgewiesen werden, obwohl Betten frei sind, aber weil zu wenig Personal da ist, ist aus meiner Sicht einfach unerträglich!" 

Verwendete Quellen:

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