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Royals: Darum hätte Charles seinem Sohn William nie den Thron überlassen


"Es gibt eiserne Regeln, seit 1.000 Jahren"

Von Charlotte Koep

Aktualisiert am 24.09.2022Lesedauer: 3 Min.
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Prinz William bei einem Besuch von Soldaten: Der 40-Jährige wird eines Tages seinem Vater auf den Thron nachfolgen. (Quelle: IMAGO/UK MINISTRY OF DEFENSE)
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Prinz William statt seines Vaters Charles III. als Nachfolger der Queen? Warum es dazu nie gekommen wäre, erklärt ein Experte im Gespräch mit t-online.

Bereits vor dem Tod von Queen Elizabeth II. am 8. September wurde viel über ihren zukünftigen Thronfolger gesprochen. Charles III. übernimmt von nun an das Amt als royales Oberhaupt. Es gab in der Vergangenheit allerdings Stimmen, die die Königskompetenzen des 73-Jährigen in Zweifel zogen. Hat er wirklich das Zeug dazu, diese Position zu übernehmen?

Daran anknüpfend kam der Gedanke auf, dass man Charles doch in der Thronfolge überspringen und direkt seinen ältesten Sohn Prinz William zum nächsten Monarchen krönen könnte. Ohnehin stellten sich viele die Frage, ob Charles mit seinen über 70 Jahren das Amt noch antreten wolle.

"Es ist in der Historie nicht vorgekommen"

Doch all diese Spekulationen und Ansätze sind "Schwachsinn", um es mit den Worten von Thomas Kielinger auszudrücken. Der Experte betont im Gespräch mit t-online: "Diesen Zahn müssen wir den Leuten ziehen. [...] Es ist in der Historie nicht vorgekommen und es ist nicht vorgesehen."

Queen Elizabeth II. und König Charles III.: Die 96-Jährige hat das Amt des royalen Oberhaupts an ihren ältesten Sohn übergeben.
Queen Elizabeth II. und König Charles III.: Die 96-Jährige hat das Amt des royalen Oberhaupts an ihren ältesten Sohn übergeben. (Quelle: Paul Edwards - WPA Pool/Getty Images)

In England müssten die Königin oder der König erst tot sein, ehe der nächste Royal nachrücken könne. "Es wird niemand übersprungen", erklärt der Journalist. "Die Thronfolge ist kein Popularitätswettbewerb, sondern es gibt eiserne Regeln, die seit 1.000 Jahren festliegen. Das ist als Kenntnis nie in die Köpfe der Menschen gedrungen, vor allem nicht in Deutschland."

Es gibt Ausnahmen

Natürlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel, sollte der jeweilige Monarch nicht mehr in der Lage sein, seinen Pflichten nachzugehen. "Das gab es einmal Anfang des 19. Jahrhunderts bei George III.", erklärt Kielinger. Dem damaligen britischen Monarchen wurde während seiner Regierungszeit im Jahr 1788 eine Geisteskrankheit diagnostiziert. Nach einer Weile besserte sich sein Zustand vorübergehend, ehe er 1810 erneut Symptome seiner Krankheit zeigte. Die letzten neun Jahre seiner Amtszeit war er schließlich nicht mehr regierungsfähig.

Seinen Posten führte an seiner statt sein Sohn, der damalige Prinz von Wales, George IV., aus. Allerdings wurde er nicht automatisch zum nächsten König gekrönt, solange sein Vorgänger noch am Leben war. "Dann kann der Nachfolger Regent werden, er kann nicht König werden", erklärt auch Kielinger im Interview mit t-online.

Bei Eduard VIII. siegte die Liebe

Einen weiteren Fall dieser Art gab es 1936, das Kielinger als "katastrophales Jahr" bezeichnet, "als der König abtrat" und das die Monarchie in eine schwere Krise gestürzt habe. Damals wurde Eduard VIII. mit dem Tod seines Vaters König George V. zum neuen Monarchen gekürt. Elf Monaten später dankte er ab.

Eduard VIII. und Wallis Simpson an ihrem Hochzeitstag im Jahr 1937
Eduard VIII. und Wallis Simpson an ihrem Hochzeitstag im Jahr 1937. (Quelle: Central Press/Getty Images)

Der Grund: Er hatte sich noch vor Amtsantritt in Wallis Simpson verliebt. Dass seine Geliebte sowohl bürgerlich als auch zweimal geschieden war, war dem Königshaus ein Dorn im Auge und sorgte für einen Skandal. Doch statt mit seinem Königsposten die Romanze zu beenden, entschied er sich für die Liebe – und gegen die Krone. Damit wurde sein jüngerer Bruder George VI. zum König, der Vater von Elizabeth II.

Williams neue Rolle

Und nach George VI., Elizabeth II. und Charles III. wird auch irgendwann Prinz William auf dem Thron des Vereinigten Königreichs sitzen. Doch bis dahin übernimmt er die Rolle des Thronfolgers. Als solcher haben er und seine Ehefrau Kate neue Titel erhalten. Von nun an sind sie Prinz und Prinzessin von Wales. Zusätzlich sind sie neben Herzog und Herzogin von Cambridge zudem Herzog und Herzogin von Cornwall sowie Graf und Gräfin von Chester und Herzog und Herzogin Rothesay für die Verwendung in Schottland.

"Er ist mein Nachfolger als Herzog von Cornwall und übernimmt die Verantwortung für das Herzogtum Cornwall, die ich mehr als fünf Jahrzehnte lang getragen habe", erklärte Charles diesbezüglich in seiner Fernsehansprache, nachdem er zum König ernannt worden war.

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Mit den neuen Namen kommen also weitere Verpflichtungen auf den 40-Jährigen zu. Auf der offiziellen Homepage des Prinzen von Wales heißt es, dass eine seiner Hauptaufgaben darin bestehe, Ihre Majestät zu unterstützen. Dies tue der Prinz, indem er den König bei Terminen repräsentiere und an Staatsbesuchen und Staatsdinnern teilnehme. "Der Prinz vertritt die Königin und das Vereinigte Königreich häufig im Ausland bei staatlichen und feierlichen Anlässen wie Staatsbegräbnissen", steht dort noch in weiblicher Form und in alter Referenz auf Queen Elizabeth II. geschrieben.

Noch voller könnte Williams Terminkalender werden, weil sein Vater Berichten zufolge Veränderungen am Königshaus vornehmen will. Er wolle die Monarchie verschlanken und nur noch wenige Royals an die Spitze setzen. Zudem gehen Experten davon aus, dass der Thronfolger in Vorbereitung auf seine Rolle als König bereits einige Pflichten von Charles übernehmen könnte. Damit auch er – genau wie sein Vater vor ihm – im vollen Lauf und mit reichlich Praxiserfahrung den Thron übernehmen kann.

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Verwendete Quellen
  • Interview mit Thomas Kielinger
  • cambridge-news.co.uk: "What are Prince William's new duties after taking over Prince of Wales title from King Charles III?" (englisch)
  • Offizielle Webseite vom Prinz von Wales
  • Eigene Recherchen
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