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Herzogin Kate: 100.000 Euro Schadenersatz wegen Oben-ohne-Fotos

Wegen Oben-ohne-Fotos  

Herzogin Kate erhält Schadenersatz

20.09.2018, 13:38 Uhr | dpa, mho, t-online.de

Herzogin Kate erhält nach Oben-ohne-Fotos Schadenersatz (Quelle: AFP)
Herzogin Kate erhält nach Oben-ohne-Fotos Schadenersatz

Sechs Jahre nach der Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate haben die Royals den Prozess gegen das französische Klatschblatt "Closer" gewonnen. Nach dem Urteil des Berufungsgerichts müssen zwei leitende Mitarbeiter der Zeitschrift Schadenersatz zahlen. (Quelle: AFP)

Nach Oben-ohne-Fotos: Herzogin Kate erhält Schadenersatz. (Quelle: AFP)


Herzogin Kate genießt ohne Bikini-Top die Sonne in Frankreich. Paprazzi-Fotos dieser privaten Szene gingen um die Welt – zur Empörung des Königshauses. Nun wurde in diesem Fall ein Urteil gefällt.

Die französische Justiz hat hohe Geldstrafen für die Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos von Herzogin Kate bestätigt. Das Berufungsgericht von Versailles verurteilte am Mittwoch zwei Verantwortliche des Boulevardmagazins "Closer", das die Paparazzi-Bilder vor sechs Jahren abgedruckt hatte, zu jeweils 45.000 Euro Strafe. Dies ist der höchstmögliche Betrag.

Insgesamt 100.000 Euro

Zugleich bestätigten die Richter auch die Verurteilung zweier Fotografen wegen Verletzung der Privatsphäre. Sie sprachen Kate und ihrem Mann William insgesamt 100.000 Euro Schadenersatz zu.

Die Veröffentlichung im September 2012 hatte hohe Wellen geschlagen, das britische Königshaus reagierte empört. Die wohl per Teleobjektiv aufgenommenen Fotos zeigten Kate beim Sonnenbaden mit nacktem Oberkörper auf der Terrasse eines Privatanwesens in Südfrankreich. Das Magazin titelte damals: "Oh my God! Die Fotos, die um die Welt gehen werden." Kate und William schalteten umgehend die Justiz ein und ließen die weitere Verbreitung der Bilder verbieten. Außerdem stellten sie Strafanzeige.

Berufung bleibt erfolglos

Die Magazin-Verantwortlichen und die Fotografen waren im vergangenen Jahr in erster Instanz zu denselben Strafen verurteilt worden, hatten dagegen aber Berufung eingelegt. Die blieb nun erfolglos. Der Anwalt der "Closer"-Vertreter hatte argumentiert, dass die Veröffentlichung der Oben-ohne-Bilder keine Verletzung von Kates Privatsphäre darstellten.

Gegen die Fotografen verhängte das Gericht in seinem aktuellen Urteil nun jeweils 10.000 Euro Geldstrafe, die zum Teil zur Bewährung ausgesetzt wurde. Sie hatten bestritten, die Fotos gemacht zu haben. Für den Schadenersatz müssen die vier Verurteilten gemeinsam aufkommen – Kate und William hatten ursprünglich sogar 1,5 Millionen Euro gefordert. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.

Palast an Paparazzijagd auf Diana erinnert

In einem Statement des Palasts nach der Veröffentlichung der Bilder hieß es, die Fotos erinnerten "an die schlimmsten Exzesse von Presse und Paparazzi im Leben von Diana, der Prinzessin von Wales". Prinz William und sein jüngerer Bruder Prinz Harry machen die Medien und vor allem Fotografen für den Unfalltod ihrer Mutter Diana im Jahr 1997 verantwortlich. Sie war damals gemeinsam mit ihrem Liebhaber Dodi Al Fayed in Paris auf der Flucht vor Paparazzi, als der Wagen des Paares in einem Tunnel gegen einen Pfeiler krachte. Das britische Königshaus wollte das Berufungsurteil am Mittwoch nicht kommentieren.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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