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Herzogin Meghan hat ihr zweites Kind verloren

Von t-online, mbo

Aktualisiert am 25.11.2020Lesedauer: 3 Min.
Herzogin Meghan: Sie hat ihr Baby verloren.
Herzogin Meghan: Sie hat ihr Baby verloren. (Quelle: Chris Jackson/Getty Images)
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Herzogin Meghan hatte eine Fehlgeburt. Dies schreibt die frühere Schauspielerin in einem persönlichen Artikel in der "New York Times". Sie hat ihr zweites Baby im Juli verloren.

Meghan und Harry sind seit dem Frühjahr keine hochrangigen Mitglieder des britischen Königshauses mehr. Die beiden haben sich mit Söhnchen Archie in die USA zurückgezogen und wollten ihre eigene kleine Familie offenbar vergrößern. Nun hat Herzogin Meghan für die "New York Times" einen emotionalen Artikel mit dem Titel "Die Verluste, die wir teilen" verfasst. Darin berichtet sie, dass sie im Juli eine Fehlgeburt erlitten hat.


Diese Royals verzichteten für die Liebe auf ihre Titel

Der Titelverzicht von Meghan und Harry ist der aktuellste Fall.
Nicht etwa die Queen verzichtete, sondern ihr Ehemann Prinz Philip. Die Hochzeit mit Elizabeth brachte ihm zwar einige Titel ein (beispielsweise Herzog von Edinburgh). Den Prinzen von Griechenland und Dänemark, die Titel, die er aus seiner Familie mitbrachte, musste er abgeben.
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"Vielleicht beginnt der Weg zur Heilung mit den einfachen Worten: Geht es dir gut" – so beginnt die 39-Jährige ihren Text, in dem sie schließlich von einem Juli-Morgen berichtet, "der so normal begann wie jeder andere Tag auch". Nach dem Wickeln ihres ein Jahr alten Sohnes Archie habe Meghan dann einen "scharfen Krampf" gespürt, schreibt sie. Und weiter: "Ich sank mit ihm in den Armen auf den Boden und summte ein Schlaflied, um uns beide ruhig zu halten, wobei die fröhliche Melodie in krassem Gegensatz zu meinem Gefühl stand, dass etwas nicht stimmte." Meghan habe instinktiv gewusst, was gerade passiert: "Als ich mein erstgeborenes Kind umklammerte, wusste ich, dass ich mein zweites Kind verliere."

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"Ich starrte auf die kalten weißen Wände, meine Augen wurden glasig"

Wenig später habe sie schon im Krankenhaus gelegen, Ehemann Harry an ihrer Seite. Er hielt ihre Hand. Über diesen Moment berichtet Meghan: "Ich spürte, wie seine Handfläche klamm wurde, und küsste seine Knöchel, nass von unseren beiden Tränen. Ich starrte auf die kalten weißen Wände und meine Augen wurden glasig. Ich versuchte mir vorzustellen, wie wir heilen würden." Meghan habe gesehen, wie Harrys Herz zerbrach, als er versuchte, ihres zu heilen, sie zu trösten. In diesem Moment wurde ihr klar, dass eine Heilung nur durch die Frage nach dem Befinden erlangt werden könnte.

Meghan und Harry: Das Paar hat ein gemeinsames Kind, Archie ist im Mai ein Jahr alt geworden. Nun sollte die Familie eigentlich noch größer werden.
Meghan und Harry: Das Paar hat ein gemeinsames Kind, Archie ist im Mai ein Jahr alt geworden. Nun sollte die Familie eigentlich noch größer werden. (Quelle: DANIEL LEAL-OLIVAS - WPA Pool/Getty Images)

"Ein Kind zu verlieren bedeutet, eine fast unerträgliche Trauer zu tragen, die viele erleben, über die aber nur wenige sprechen. Im Schmerz über unseren Verlust stellten mein Mann und ich fest, dass in einem Raum mit 100 Frauen 10 bis 20 von ihnen eine Fehlgeburt erlitten haben werden", schreibt Meghan weiter. Dennoch sei es weiterhin leider ein Tabu, öffentlich darüber zu sprechen. Ein Schamgefühl gehe mit einsamer Trauer einher.

"Wir fühlen uns mehr denn je allein"

Doch Meghan möchte mit ihrem Artikel nicht nur auf ihr eigenes, persönliches Leid eingehen, sie schreibt auch: "Dieses Jahr hat so viele von uns an ihre Grenzen gebracht. Verlust und Schmerz haben alle von uns im Jahr 2020 geplagt, in Momenten, die sowohl belastend als auch schwächend waren." Sie macht auf die fast 60 Millionen Coronavirus-Fälle weltweit aufmerksam, auf Verluste, die Menschen durch die Pandemie erlitten haben. Die frühere "Suits"-Darstellerin schreibt über die Morde an Breonna Taylor und George Floyd, über Gewalt bei Protesten, über eine gespaltene Gesellschaft. "Diese Polarisierung, gepaart mit der sozialen Isolation, die zur Bekämpfung dieser Pandemie erforderlich ist, hat dazu geführt, dass wir uns mehr denn je allein fühlen." Viel häufiger solle man die Menschen um sich herum einfach fragen, wie es ihnen gehe, ob alles in Ordnung sei.

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"Geht es uns gut?", fragt Meghan am Ende ihres emotionalen Textes. "Es wird schon wieder", gibt sie sich selbst eine Antwort.

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