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Oliver Kalkofe rechnet mit Sender Tele 5 ab: "Kreativität wird verhindert"


Oliver Kalkofe rechnet mit eigenem Sender ab: "Null Plan"

Von t-online, sow

Aktualisiert am 26.09.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0304083234Vergrößern des BildesOliver Kalkofe: Mit dem Format "SchleFaZ" wurde er zum TV-Kult. (Quelle: IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON/imago)
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Oliver Kalkofe macht seit Jahrzehnten Fernsehen, ist zum "Kult-Moderator" avanciert. Doch jetzt wird sein aktuelles TV-Format begraben – und er ist wütend.

"Das Fernsehen macht es einem nicht mehr so leicht, es liebzuhaben. Andererseits: Problemkinder hat man meist ja besonders lieb. So ist das auch beim deutschen Fernsehen, das mich mit aufgezogen hat", sagt Oliver Kalkofe in einem am Montag veröffentlichen Interview mit dem Branchenmagazin "DWDL". Der Moderator findet noch deutlichere Worte. Er schießt gegen seinen eigenen Sender, ist aufgebracht.

Der Grund für seine miese Laune: Das langjährige Kalkofe-Format "SchleFaZ" wird begraben. 2024 macht Tele 5 Schluss, die Eigenproduktion über die "schlechtesten Filme aller Zeiten" ist dann Geschichte. Das teilte der zuständige Konzern Warner Bros. Discovery am Montag mit. Man wolle sich "stärker auf rein fiktionale Film- und Serieninhalte sowie Sci-Fi" konzentrieren, hieß es zur Begründung.

Oliver Kalkofe will das nicht ganz glauben. Der 58-Jährige kennt das Fernsehgeschäft seit Jahrzehnten, wurde mit "Kalkofes Mattscheibe" Mitte der Neunziger zum TV-Kult, heimste etwa den Adolf-Grimme-Preis ein und war mit "Der Wixxer" auch auf der großen Leinwand zu sehen. Sein jetziger Verdacht: Er wurde mit seinem Format wegrationalisiert.

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"Zum Großteil wird verwaltet und somit auch Kreativität verhindert. Geld war immer wichtig im Fernsehen, heute ist es das Allerwichtigste. Das macht mich sehr traurig", urteilt Oliver Kalkofe unter anderem. Dabei müsste sich Warner, das Tele 5 hierzulande betreibt, "freuen und jeden Tag in die Hände klatschen, weil wir nach elf Jahren immer noch den dreifachen Senderschnitt erreichen".

"Es gab da – aufgepasst – null Mitarbeiter"

Kalkofe sagt: Nur aus finanziellen Gründen habe "SchleFaZ" keine Zukunft mehr. "Dieses Programm kostet noch ein kleines bisschen Geld", so der Komiker. "Das vergangene Jahr bei Tele 5 war das bizarrste meiner ganzen Karriere. Es gab da – aufgepasst – null Mitarbeiter. Null. Kein einziger von ehemals 76." Heute würden dort nur noch "Verwalter von Excel-Listen" sitzen und schauen, "wo man noch mehr streichen kann".

Eine Entwicklung, die absehbar war, so Kalkofe weiter. Seit der Übernahme von Warner sei Tele 5 kein Fernsehsender mehr, sondern vielmehr ein "linearer Streamingdienst". Erst sei "ein Teil der Belegschaft entlassen" worden, "dann ein weiterer Teil". Seine Abrechnung mit dem Konzern fällt verheerend aus: "Wie das eben oft ist: Es wird so lange umstrukturiert, bis nichts mehr übrig ist. Am Ende hatte auch niemand mehr einen Plan. Null Mitarbeiter, null Programm, null Plan, null Ausrichtung."

Für den Moderator und Kolumnisten bestehe jetzt nur noch die Hoffnung, dass "SchleFaZ" von einem anderen Sender übernommen wird. "Wir haben eine starke Marke plus eine unfassbar treue Fangemeinde, die wir mitbringen. Eine Sendung, die man ohne Zweifel 'Kult' nennen darf und die aktuell noch extrem erfolgreich ist." Zunächst ist aber am 27. Oktober mit der aktuellen Staffel der Show Schluss, dann wird es nur noch vier Folgen im Dezember geben und ein Silvesterspecial. Ob es 2024 woanders weitergeht, müssen nun andere entscheiden.

Verwendete Quellen
  • dwdl.de: "Nach "SchleFaZ"-Aus: Kalkofes Abrechnung mit Warner Bros. Discovery"
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