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Jo Brauner: Tagesschau-Ikone rät Bator und Hofer sich zu vertragen

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Jo Brauner mischt sich ein: "Streit gehört nicht in die Öffentlichkeit"

29.06.2013, 07:47 Uhr | SKO, dpa-AFX, t-online.de

Jo Brauner: Tagesschau-Ikone rät Bator und Hofer sich zu vertragen. "Tagesschau"-Legende Jo Brauner spricht ein Machtwort.  (Quelle: dpa)

"Tagesschau"-Legende Jo Brauner spricht ein Machtwort. (Quelle: dpa)

In den offen ausgetragenen Zoff zwischen "Tagesschau"-Chefsprecher Jan Hofer (61) und Marc Bator (40) hat sich jetzt das Nachrichten-Urgestein Jo Brauner eingemischt und ein Machtwort gesprochen. In der Programmzeitschrift "Auf einen Blick" fordert der 75-jährige: "Die beiden sollten sich vertragen. Solche Streitigkeiten gehören nicht in die Öffentlichkeit. Wenn schmutzige Wäsche gewaschen wird, bleibt immer auch etwas an der 'Tagesschau' hängen." Derweil hält sich der für die "Tagesschau" verantwortliche Sender NDR bedeckt.

Früher wurden Streits intern geklärt

Als er noch Chefsprecher der "Tagesschau" gewesen war (2000 bis 2004), so Brauner weiter, seien solche Streitigkeiten hinter den Kulissen geklärt worden.

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Bator hat Streit losgetreten

Anlass der Auseinandersetzung ist, dass Bator nach seinem Wechsel von der ARD zu Sat.1 im April behauptet hatte, dass man ihn gebeten habe, in seiner letzen Sendung auf Abschiedsworte vor laufender Kamera zu verzichten. Unverständnis und Mitleid der Bevölkerung waren danach auf Bators Seite. Immerhin war er acht lange Jahre für die ARD tätig gewesen.

Hofer: "Habe mich sehr geärgert"

In der aktuellen Ausgabe des People-Magazins "Closer" warf Hofer seinem Ex-Kollegen nun eine falsche Darstellung vor: "Über Marc Bator habe ich mich sehr geärgert, weil er gelogen hat. Ich habe ihm gesagt, sein letzter Auftritt ist in den 'Tagesthemen'. Caren Miosga wird die Verabschiedung machen, er kann ein paar Sätze sagen, alles gut. Genauso ist es passiert. Dass er Bator dabei keinen vernünftigen Satz rausgebracht hat, ist wohl kaum unsere Schuld."

Der Streit eskaliert

Nachdem Bator von Hofers Statement erfuhr, platzte ihm seinerseits der Kragen. "Bild" zitierte ihn mit den Worten: "Ich kann viel Kritik vertragen, aber der Lüge lasse ich mich nicht bezichtigen. Ich bin an meinem letzten Tag von unserem Chef vom Dienst angewiesen worden, auf Wunsch des Senders jegliche Abschiedsworte zu unterlassen. Wenn Jan Hofer jetzt etwas anderes behauptet, dann ist er der Lügner, nicht ich."

Und er legte sogar noch nach: "Jan Hofer ist nicht nur ein Lügner, sondern auch ein Heuchler. Er hat mir damals zum Senderwechsel gratuliert und gesagt, dass er meine Entscheidung total versteht." Jetzt trete Hofer plötzlich "fies" nach. Vielleicht wolle er aber ja nur von seiner eigenen beruflichen Niederlage ablenken, womit er auf Hofers vorschnellen Rückzug von der MDR-Talkshow "Riverboat" anspielte.

Kein Kommentar vom NDR

Der Streit hat wohl wenig Aussicht auf Befriedung. Umso gelegener kommt das Machtwort von "Tagesschau"-Legende Jo Brauner. Derweil möchte sich der verantwortliche Sender NDR nicht dazu äußern: "Dazu ist genug gesagt worden. Deshalb enthalten wir uns eines Kommentars", sagte NDR-Sprecher Martin Gartzke auf Anfrage der Deutschen Presseagentur.

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