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Dschungelcamp-Resümee: Goethe hätte es so gewollt

Von Janna Halbroth

Aktualisiert am 27.01.2019Lesedauer: 4 Min.
Dschungelcamp 2019: Zwei der Hauptakteure im Glück.
Dschungelcamp 2019: Zwei der Hauptakteure im Glück. (Quelle: RTLNOW)
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War das die beste Staffel ever? Nach den dunklen Zeiten, als ein Alpakaschwein das Highlight der zweiwöchigen Show war, kam endlich wieder Schwung in die vermoderte Bude.

Manchmal braucht es dazu nur einen Schmetterling, der sich fies getarnt als Motte ins Dschungeltelefon schleicht um Model Gisele Oppermann fast zu Tode zu erschrecken. Wahre Geschichte. Oder doch nicht? Es war tatsächlich das Dschungelcamp der Enthüllungen, der Konfrontationen, der Konflikte aber auch der Versöhnungen.

Noch nie gab es eine so spannende Dramaturgie im Dschungelcamp, die dafür sorgte, dass diese Staffel wirklich alles für die Zuschauer bereithielt. Das hätte sich selbst Leila Lowfires Sexobjekt der Begierde alias Johann Wolfgang Goethe nicht besser ausdenken können.

Akt I: Die Giselechenfrage

Wie ist eigentlich die Gesinnung der jaulenden Gisele Oppermann? "Ooh Gott", weinte sie stets in nahezu jeder Dschungelprüfung, bevor sie abbrach und mit null Sternen oder vielmehr "Modelessen" nach Hause kam.

Gisele Oppermann: Prüfungen waren total ihr Ding.
Gisele Oppermann: Prüfungen waren total ihr Ding. (Quelle: RTLNOW)

Gisele war sich ihrer Leistung bewusst, wurde von Tag eins an immer wieder in die Prüfung gewählt, versagte immer wieder, brach sogar den Rekord von Larissa Marolt. Doch wie sollte sie auch ihre Angst überwinden. Angst vor allem. Angst vor Mäusen, Angst vor Enge, Angst vor Höhe, Angst vor Insekten, es war ein Trauerspiel. Bis sich gegen Ende herausstellte: Enge war plötzlich doch gar nicht mehr so ein großes Problem und Mäuse waren auch nicht ganz so schlimm. Als Kind hatte Klein-Gisele sogar eine Mäusefarm, auf der sie eigene Nachwuchsmodelmäuse züchtete. Es stellt sich also die Giselchen-Frage nach der eigentlichen Gesinnung der Dame: War das alles also nur eine Farce, gebrütet unter den strengen Augen von Heidi Klum und der Aussicht, dass besser als Heulsuse als als gar keine Suse das Fortbestehen in den Medien gesichert werden könnte?

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Akt II: Unterhaltung deutscher Ausgewanderter

Nicht weniger spannend war die Unterhaltung deutscher Ausgewanderter in Form vom Currywurstmann und Miracle-Morning-Begründer Bastian Yotta. Schöner Aufbau der Geschichte, die schon vor dem Dschungelcamp ihren Anfang fand. Yotta fügte dem Wurstverkäufer einen so seelischen Schmerz zu, indem er ihn mit der "schlimmsten" Beleidigung strafte, die es jemals gab: Er bezeichnete den Blaubrillenträger als schwul. Auweia.

Das konnte sich der Auswanderer natürlich nicht gefallen lassen und hegte seit jeher einen Groll gegen den strongen Hilty-Mann. Gegen Mitte der Dschungelgeschichte, so wollte es die Dramaturgie für ein besseres Wohlbefinden der Zuschauer, kamen diese Spackolackos doch zusammen, konnten ihr Kriegsbeil begraben.

Wer ist schlimmer? Der eine hält Homosexualität für eine Beleidigung, der andere empfindet sie als solche.
Wer ist schlimmer? Der eine hält Homosexualität für eine Beleidigung, der andere empfindet sie als solche. (Quelle: RTLNOW)

Sie sind sich eben doch nicht so unähnlich, diese Alphamännchen, die im schönen Kalifornien doch einfach nur ein besseres Leben führen wollen. Doch dann reichte nur ein kleiner Funke, der die Fehde wieder hochkochen ließ. Eine kurze Berührung der weißen Yotta-Zähnchen am Löffel, der den Bohnenfraß des gesamten Camps verrühren musste und die Hitzköpfe kochten wieder über. Der Currywurstmann ließ sich nach seinem Auszug sogar noch zu einer richtig heftigen Beleidigung verleiten, die wirklich ihres Gleichen sucht: "Der Yotta, das ist so eine kleine Maus." Die beiden können einfach keine Freunde mehr werden, Kokolores hin oder her. Man wartet förmlich auf eine neue Staffel, in der es nur um die beiden Ausgewanderten gehen könnte. Oder vielleicht schreibt jemand mal ein Buch darüber.

Akt III: Die Freuden der jungen Evelyn

Evelyn Burdeckis Ausgangssituation war tragisch. Nach einer missglückten Liaison traf sie im Dschungel neben Schlangen und Giftspinnen auf eine noch entsetzlichere Bedrohung: ihren haartransplantierten Exfreund Domenico De Cicco. Der wollte am liebsten ganz schnell alles vergessen: "Stein drüber." Okay, aber so einfach war es dann doch nicht. Es folgten intensive Diskussionen, Gefühle wurden verletzt und das wurde in einer einfühlsamen und eloquenten Art der beiden ehemals liebenden in mühsamer Kleinarbeit ausformuliert. Sie: "Du brauchst keine Angst haben." Er: "Habe ich auch nicht:" Sie: "Brauchst du auch nicht." Er: "Habe ich ja auch nicht." Sie: "Brauchst du auch nicht." Er: "Habe ich auch nicht." Sie: "Ich mein' ja nur."

Evelyn Burdecki und Domenico De Cicco: Allein die Namen sind schon unterhaltsam.
Evelyn Burdecki und Domenico De Cicco: Allein die Namen sind schon unterhaltsam. (Quelle: RTLNOW)

Wer denkt dabei nicht zurück an die Briefe, die der junge Werther einst schrieb, im Zwiespalt seiner Gefühle, hadernd mit sich selbst. Doch anders als bei Goethes Figur, bietet sich hier die Chance für ein glücklicheres Ende. Schöner würde es sich ein moderner Goethe nicht ausdenken können. Denn es ereignete sich in der Realität tatsächlich so: Der Exfreund wurde als erster von den Zuschauern aus dem Dschungel verstoßen. Eine Schmach.


Doch damit nicht genug. Um aus der Pleite doch noch etwas für ihn Gutes zu zelebrieren, ließ sich Domenico ein "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus"-Tattoo stechen, wie man das heute eben so macht. Am Ende gewinnt Evelyn die Staffel und Domenico wird mit seinem Gekritzel für immer daran erinnert. Ein wirkliches Happy End.

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