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Deutscher "Free ESC"-Act sorgt für Zuschauer-Ärger

Von t-online, jdo

Aktualisiert am 16.05.2021Lesedauer: 2 Min.
"Free ESC": Helge Schneider trat als Udo Lindenberg auf.
"Free ESC": Helge Schneider trat als Udo Lindenberg auf. (Quelle: Willi Weber/ProSieben/dpa)
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16 Musikstars vertraten am Samstagabend in der zweiten Ausgabe der ProSieben-Show ihr Heimatland. Der deutsche Teilnehmer blieb bis zuletzt geheim. Doch die Überraschung stieß bei vielen Zuschauern auf Unmut.

Da der "Eurovision Song Contest" 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen war, hatte Stefan Raab kurzerhand ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt: den "Free European Song Contest", kurz "Free ESC". Obwohl das Original in diesem Jahr stattfindet, wollte der Sender auf die Show nicht verzichten und strahlte am Samstagabend die zweite Ausgabe aus.

16 Musikstars traten für ihr jeweiliges Heimatland an, darunter Mandy Capristo für Italien oder Jasmin Wagner alias Blümchen für Kroatien. Der deutsche Teilnehmer blieb wie im letzten Jahr bis zu seinem Auftritt streng geheim. 2020 hatte Helge Schneider die Bundesrepublik vertreten. Produzent Stefan Raab verriet diesmal vorab: "Auch in diesem Jahr gilt: Für Deutschland tritt eine echte Legende an. Dazu sieht er auch noch unglaublich gut aus."

Helge Schneider macht auf Udo Lindenberg

Mehr als zwei Stunden mussten sich die Zuschauer gedulden, bis Steven Gätjen das Geheimnis schließlich lüftete. "Es ist ein Künstler, der seit fast 50 Jahren die deutsche Musiklandschaft prägt", kündigte der Moderator an und enthüllte: "Hier ist Udo Lindenberg." Die Euphorie der Zuschauer war allerdings nur von kurzer Dauer, denn anstatt des Rockers trat erneut Vorjahres-Kandidat Helga Schneider auf die Bühne – als Lindenberg verkleidet.

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"Da wird einem extrem schlecht"


Der 65-Jährige besang sich mit dem Titel "Supergeiler Helge Schneider" dann auch gleich selbst. Bei vielen Zuschauern kam das allerdings weniger gut an, auf Twitter häuften sich die verärgerten Postings.

"Der deutsche Act verkommt zum schlechten Scherz"

"Traurig für alle anderen Länder und Sängerinnen und Sänger, die diese Sendung ernst genommen haben. Danke Deutschland", kritisierte ein Nutzer. "Fand es irgendwie ernüchternd, dass schon wieder Helge Schneider dabei war. Der deutsche Act verkommt damit zum schlechten Scherz", wetterte ein anderer. "Ich hätte gerne die drei Minuten Lebenszeit zurück, in der 'Udo Lindenberg' eben gesungen hat", lautet ein weiterer verärgerter Kommentar.

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Den Sieg konnte der deutsche Act am Ende mit dieser Nummer nicht holen, Helge Schneider alias Udo Lindenberg landete mit 69 Punkten im Mittelfeld.

Gewinner des zweiten "Free European Song Contests" von Stefan Raab wurde mit großem Vorsprung Rea Garvey, der mit dem Song "The One" für seine Heimat Irland angetreten war. Der Musiker bekam insgesamt 116 Punkte, unter anderem erhielt er aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Höchstwertung von zwölf Punkten.

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