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Redaktion von Markus Lanz entschuldigt sich nach Kritik

"Irreführende Grafik"  

Redaktion von Markus Lanz entschuldigt sich nach Kritik

16.11.2021, 15:04 Uhr | JaH, t-online, dpa

Redaktion von Markus Lanz entschuldigt sich nach Kritik . Markus Lanz: Die Redaktion zu seiner Talkshow hat sich nun zu einer irreführenden Grafik geäußert.  (Quelle: ZDF und Markus Hertrich)

Markus Lanz: Die Redaktion seiner Talkshow hat sich nun zu einer irreführenden Grafik geäußert. (Quelle: ZDF und Markus Hertrich)

Nach Kritik an einer Corona-Grafik und deren Auslegung in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" hat die Redaktion ihr Bedauern ausgedrückt. Die Daten seien unzutreffend interpretiert worden. 

In der "Markus Lanz"-Ausgabe vom vergangenen Mittwoch war eine Grafik mit der Überschrift "Der Impfeffekt" bezogen auf die Altersgruppe 60+ gezeigt worden. In der Sendung wurden die Daten so interpretiert, als sei die Impfung weniger wirksam als erhofft. Der öffentlich-rechtliche Sender teilte am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nun mit: "Die Redaktion bedauert die irreführende Interpretation dieser Statistik." Weiter heißt es: "Der daraus resultierende Eindruck, die Impfung wirke in der genannten Altersgruppe weniger als bisher angenommen, ist unzutreffend."

Das zeigte die Grafik 

Die Grafik hatte ohne sichtbare Quellenangabe ein Balkendiagramm mit mehreren Kategorien abgebildet. Die prozentualen Anteile, die auf Ungeimpfte und Geimpfte in der Altersgruppe 60+ entfallen sollen, wurden farblich hervorgehoben: Zu sehen war das prozentuale Verhältnis von Geimpften und Ungeimpften an sich, der jeweilige Anteil unter den Infektionen, den Infektionen mit Krankenhausaufenthalt, den Infektionen mit intensivmedizinischer Behandlung sowie der jeweilige Anteil an gestorbenen Infizierten. Die Zahlen bezogen sich auf mehrere Wochen im Oktober.

Moderator Markus Lanz sprach in der Sendung die Geimpften-Anteile in der Grafik an und bat unter anderem die Virologin Melanie Brinkmann, die zu Gast in der Talkrunde war, um eine Einschätzung.

In sozialen Medien war vor allem kritisiert worden, dass nicht richtig eingeordnet wurde, für wie viele Fälle die vergleichsweise kleine Gruppe der ungeimpften Senioren sorge. 

Im Nachgang der Sendung hatte sich Brinkmann in der "Braunschweiger Zeitung" unzufrieden mit dem Verlauf der Diskussion gezeigt. Im Nachhinein betonte sie, die Daten in der Grafik zeigten ganz klar: "Die Impfung ist nicht nur wirksam, sie ist sogar sehr wirksam!" Die Zeitung zitierte sie auch so: "Es war eine sehr schwierige Situation, diese recht missverständliche Grafik spontan kommentieren zu müssen." Auch auf Twitter kam Kritik an dem Diagramm auf.

Verwendete Quellen:

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