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ZDF-Doku über die Eltern von Straßenkindern

Von dpa
Aktualisiert am 18.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Seit ihre Tochter auf der Straße lebt, müssen Janne und Ingo aufpassen, dass sie sich nicht gegenseitig Schuld daran geben.
Seit ihre Tochter auf der Straße lebt, müssen Janne und Ingo aufpassen, dass sie sich nicht gegenseitig Schuld daran geben. (Quelle: Silvia Kaiser/ZDF/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Wenn Jugendliche sich von ihrem Elternhaus abwenden und sich für ein Leben auf der Straße entscheiden, muss das doch mit den Eltern zu tun haben.

Dann ist da doch irgendwas schief gelaufen. Das ist ein gängiges Vorurteil, dem sich Betroffene ausgesetzt fühlen können. Wie stehen Eltern selbst zu der Situation? Und wie leben sie mit der Entscheidung ihrer Kinder? Die ZDF-Reportage "Was haben wir nur falsch gemacht? - Eltern von Straßenkindern" aus der Reihe "37 Grad" (18. Januar, 22.35 Uhr) greift das auf.

"Es fing eigentlich damit an, dass ich eine Veränderung bei Tim festgestellt hatte", erzählt Heike von ihrem Sohn in der Reportage. Immer dünner sei er geworden und habe extreme Stimmungsschwankungen gehabt, sagt sie. Anfangs schob die Mutter die schleichende Veränderung ihres damals 15-jährigen Sohnes auf die Pubertät. Irgendwann gestand Tim seine Heroinsucht. Heike und Ehemann Raico aus dem baden-württembergischen Ort Schwaikheim fielen aus allen Wolken. Drogen in der südwestdeutschen Provinz - das war für sie undenkbar. "Alles, was wir über Drogen wussten, war "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"", sagt die Mutter, die sich mittlerweile für andere Eltern von Straßenkindern engagiert.

Auch Janne und Ingo haben an ihrer Tochter Amelie Veränderungen wahrgenommen. Immer unzuverlässiger sei sie geworden, berichtet die 57-jährige Richterin. Sie und ihr Mann Ingo, ehemaliger Chefarzt im Ruhestand, haben nach eigenen Angaben seit über drei Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter, die mit 15 Jahren das erste Mal ihr Elternhaus verlassen habe, um auf der Straße zu leben. Erst gingen sie nachts noch auf die Suche nach ihrer Tochter - in den Straßen Berlins. "Einerseits ging ich los, um sie zu finden. Andererseits hatte ich auch an den Brennpunkten Angst, sie zu finden", gibt Vater Ingo zu. Nach dem Tal der Angst, der Verzweiflung und der Hilflosigkeit hat Janne die Situation akzeptiert, so scheint es. Was zunächst abgeklärt wirkt, das ist vor allem eins - realistisch: "Ich lebe jeden Tag damit, dass ich nicht weiß, ob es wieder gut wird. Und ich kann auch nicht davon ausgehen, dass es wieder gut wird, denn es ist jetzt schon über drei Jahre nicht gut geworden, aber man muss trotzdem weiter leben", sagt die 57-Jährige.

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Die Reportage will in knapp 29 Minuten nicht nur davon erzählen, wie Eltern mit dem Verlust ihrer Kinder umgehen, sondern auch, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Der Berliner Streetworker Ron vermutet, dass der Erfolgsdruck eine entscheidende Rolle spielen könnte, den Eltern auf ihre Kinder ausüben. Gesine, eine der drei betroffenen Mütter im Film, sagt, dass sie versucht habe, ihre Tochter Marie "in eine Schablone zu pressen". "Wir haben sie nicht ernst genommen", sagt sie rückblickend. Es ginge eben auch darum, Eigenschaften des eigenen Kindes zu akzeptieren, die man vielleicht nicht mag.

Die Reportage will in 29 Minuten viel - vielleicht zu viel. Erklärungen, warum die Kinder keinen anderen Ausweg sehen und weglaufen, um lieber auf der Straße zu leben als im Elternhaus, bleiben aus. Der Zuschauer bekommt aber durch berührende Sätze der betroffenen Eltern tatsächlich eine Ahnung davon, was es heißt, sein Kind zu verlieren. Heike hat ihren Tim zuerst an die Straße verloren, dann an die Drogen. Vor sechs Jahren starb er laut Reportage an einer Überdosis - mit 22 Jahren. "Es ist eine große Sehnsucht da - nach meinem Kind. Es fühlt sich an wie ganz extremer Liebeskummer", sagt Heike leise. Dieser Schmerz, diese Sehnsucht, endet nie. Auch für betroffene Eltern ist es ein Kampf ums Überleben.

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