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"Das waren sehr berĂĽhrende Momente fĂĽr mich"

  • Steven Sowa
Von Steven Sowa

08.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Ulrike Folkerts: Als "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal ist sie inzwischen die dienstälteste Ermittlerin bei der ARD-Krimireihe.
Ulrike Folkerts: Als "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal ist sie inzwischen die dienstälteste Ermittlerin bei der ARD-Krimireihe. (Quelle: SWR/Sabine Hackenberg)
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Keine andere Frau ermittelt bereits so lange im "Tatort" wie Ulrike Folkerts. Anlässlich ihres 75. Einsatzes als Lena Odenthal haben wir mit ihr über Kinder, ihre Schulzeit und ein mögliches Ende bei der Krimireihe gesprochen.

Der neunjährige Marlon wird in seiner Schule tot aufgefunden. Er wurde die Treppe hinuntergestoßen und zeigt Spuren eines vorangegangenen Kampfes. Ulrike Folkerts erwartet in ihrer Rolle als Lena Odenthal also ein spezieller Fall. Es ist bereits ihr 75. Einsatz im Dienste des ARD-Krimis. Keine andere "Tatort"-Kommissarin hat so viel Erfahrung auf dem Buckel.


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Ein guter Anlass, um mit der 60-Jährigen über den neuen Fall, alte Kindheitserinnerungen und ihre Gedanken zu einem möglichen Ende als "Tatort"-Star zu sprechen.

t-online: Ihr bereits 75. Fall als Kommissarin Odenthal scheint in seiner Dramatik Ihrem eigenen Jubiläum gerecht zu werden. Oder hätten Sie sich lieber einen "klassischen Krimi" gewünscht?

Ulrike Folkerts: Für mich passt dieser 75. "Tatort" als Jubiläums-"Tatort" sehr gut, weil es uns endlich mal gelungen ist, eine Drehbuchautorin (Karlotta Ehrenberg) und eine Regisseurin (Isabel Braak) zu verpflichten. Beide tolle, talentierte Frauen. Es war an der Zeit, in diesen Positionen Frauen zu verpflichten!

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Wo wir schon dabei sind, wagen wir noch einen Blick in die Zukunft: Sprechen wir uns in ein paar Jahren zu Ihrem 100. Fall, Frau Folkerts?

Dafür müsste ich mein jährliches Kontingent von zwei "Tatorten" wohl deutlich erhöhen oder aber noch zwölf Jahre weitermachen, wer weiß?!

"Tatort: Marlon": SchĂĽler Pit (Finn Lehmann) und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts)
"Tatort: Marlon": SchĂĽler Pit (Finn Lehmann) und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). (Quelle: SWR/Christian Koch)

Sie denken also nicht darĂĽber nach, Ihre "Tatort"-Rolle aufzugeben?

Definitiv nicht.

Haben Sie es denn in der Vergangenheit schon mal ernsthaft in Erwägung gezogen?

Es gab immer mal die Überlegung, ob es richtiger wäre, mit "Tatort" aufzuhören, um andere Rollen zu bekommen. Ich habe mir vorgenommen, trotz Lena Odenthal anderes zu spielen, manchmal gelingt es.

Anna Schudt zog vor Kurzem einen Schlussstrich und wurde in Ihrer Rolle erschossen. Wie würden Sie sich Ihren Abgang vorstellen? Etwa ähnlich?

Erschossen werden finde ich ganz schön brutal, dramaturgisch natürlich wunderbar heftig, die Fans würden weinen … Ich werde darüber nachdenken, wenn es so weit ist. Für Lena könnte ich mir auch einen anderen Ausstieg in neue Abenteuer vorstellen.

Anderes Thema: An was denken Sie, wenn Sie das Wort "Problemkind" hören, Frau Folkerts?

Ich denke dabei an die Erwachsenen, die ein Kind zu einem Problemkind machen, weil sie nicht mehr wissen, wie sie an das Kind herankommen. Kinder, die verzweifelt sind, schaffen es, uns Erwachsene mit ihrer Wut, ihrem Trotz oder ihrem Schweigen zum Wahnsinn zu treiben.

Welche Erfahrungen mussten Sie diesbezĂĽglich selbst in Ihrem Leben machen?

Meine Erfahrung als Tante ist, dass es viel besser war, meine eigene Hilflosigkeit zuzulassen, meine Gefühle diesbezüglich dem Kind mitzuteilen, zu fragen und zuzuhören, Nähe zu schaffen, um am Ende miteinander zu lachen, zu weinen und sich in den Arm zu nehmen.

Ulrike Folkerts ist privat glĂĽcklich liiert mit Freundin und KĂĽnstlerin Katharina Schnitzler. Mittlerweile sind sie seit 16 Jahren ein Paar. Folkerts hat keine eigenen Kinder, dafĂĽr aber drei Geschwister.

Auch Lena Odenthal ist sichtlich bewegt von dem Schicksal Marlons. Wie sehr hat Ihnen die Arbeit an diesem speziellen "Tatort" Kopfkino bereitet?

Dass ein Kind stirbt, ist grundsätzlich unerträglich. Für die Eltern, Geschwister, Freunde und Freundinnen, Mitschüler. Die Frage, wie hätte das verhindert werden können, quält Lena Odenthal sehr. Die Hilflosigkeit der Erwachsenen zu sehen, die nicht in der Lage waren, einem Kind zur Seite zu stehen, wenn es unglücklich ist und deshalb auffällig wird, ist eine Herausforderung für uns alle.

Ulrike Folkerts mit Freundin Katharina Schnitzler 2019 bei einer Party im Rahmen der Berlinale
Ulrike Folkerts mit Freundin Katharina Schnitzler 2019 bei einer Party im Rahmen der Berlinale. (Quelle: IMAGO / VISTAPRESS)

Was fiel den Kids bei den Dreharbeiten besonders schwer?

Der Cast der Kinder war toll. Lauter kleine Persönlichkeiten, sehr eigen und sehr bei der Sache. Durch die Betreuung von Kindercoach Monika Steil waren die Kinder extrem gut vorbereitet. Sie hatten sehr schwere Szenen zu spielen, in denen sie ausgesprochen aggressiv rüberkommen mussten. Ich muss sagen, sie haben mich alle beeindruckt, sie waren allesamt richtig kleine Profis.

Gab es einen längeren Drehzeitraum, weil mit einigen der Kinder nicht lange pro Tag am Set gearbeitet werden konnte?

Mehr Drehtage hatten wir wegen Corona, was dem Dreh mit den Kindern zugutekam.

Welcher Moment ist Ihnen von der Arbeit in Erinnerung geblieben?

Besonders die Szenen, in denen ich mit einem der Kinder zu tun hatte, sind mir in Erinnerung. Sie haben mich wirklich als Lena Odenthal angeschaut, mit mir geredet, mir vertraut, sich von Lena in den Arm nehmen lassen. Das waren sehr berĂĽhrende Momente fĂĽr mich als Kollegin.

Würden Sie gerne öfter mit Kindern zusammen Filme drehen?

Sagen wir mal so, ich wĂĽrde jederzeit wieder mit Kindern drehen, sie sind sehr authentisch, unverstellt, schauen einem direkt in die Augen und haben eine Spielfreude, da kann sich mancher eine Scheibe abschneiden, abgesehen von ihrer Textsicherheit.

Sie erzählen im Film, sich als Lena auch gekloppt zu haben, heute aber eine "treue Staatsdienerin" zu sein: Ist das eine Parallele zu Ihrer eigenen Kindheit – oder wie tickte die junge Ulrike Folkerts als Schülerin?

In meiner Erinnerung war ich ein recht angepasstes Kind, eine gute, unauffällige Schülerin. Ich bin gerne zur Schule gegangen. Gekloppt? Nein, ich habe in den Pausen lieber mit den Jungs Fußball gespielt.

Was hat noch Ihren Schulalltag geprägt?

Später habe ich bei der Schülerzeitung mitgemacht, mich an Aktionstagen der Schule engagiert. Abgeschrieben habe ich bei meiner Freundin, sie war besser in Mathe und Latein.

Wie fanden Sie den neuen "Tatort" aus Ludwigshafen?

Schreiben Sie uns eine E-Mail an Lesermeinung@stroeer.de. Bitte nutzen Sie für Ihre Einsendung den Betreff "Tatort". Berichten Sie uns in einigen Sätzen, was Ihre Meinung ist. Eine Auswahl der Beiträge werden wir unter Nennung Ihres Namens in einem separaten Artikel veröffentlichen.

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