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TV-Tipp: Wilde Dynastien

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Wilde Dynastien

18.03.2019, 00:03 Uhr | dpa

TV-Tipp: Wilde Dynastien. Schimpansenkinder in einer Szene des ersten Teils der fünfteiligen Naturdoku-Reihe "Wilde Dynastien".

Schimpansenkinder in einer Szene des ersten Teils der fünfteiligen Naturdoku-Reihe "Wilde Dynastien". Foto: Mark MacEwen/WDR/BBC/Mark MacEwen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Fünf Folgen gedreht in vier Jahren, die Protagonisten: Schimpansen, Kaiserpinguine, Löwen, ein Rudel afrikanischer Wildhunde und eine Tigerfamilie. Die Naturdoku-Reihe "Wilde Dynastien" kombiniert intime sowie großartige Aufnahmen mit fesselnden Geschichten. Das Erste zeigt die BBC-Produktion vom 18. März an jeweils montags um 20.15 Uhr. Den Auftakt macht die "Revolte der Schimpansen".

Schimpanse David sitzt auf einem kleinen Erdhügel. Er scheint ruhig und selbstbewusst, wie es sich für einen Anführer gehört. Aber seine unruhigen Zehen verraten ihn, er ist nervös. David ist ein Alpha-Männchen, Anführer von etwa 30 Schimpansen im westafrikanischen Senegal. Sein Thron ist in Gefahr, einige jüngere Männchen wittern ihre Chance. Es kommt zu einem blutigen Kampf um Leben und Tod. Am Ende gewinnt nicht allein der Stärkere, sondern der geschicktere Taktierer.

Ganz nah ist die Kamera an den Regungen der Tiere, kleine Bewegungen werden genauso gezeigt wie große Auseinandersetzungen. Der Zuschauer fiebert mit David mit, wenn er um Macht, Ressourcen und um sein Überleben kämpft. Gefilmt wurde bei teils sengender Hitze und Waldbränden.

Ganz andere Bedingungen am Südpol: Die "Kaiser der Antarktis" brüten an einem der lebensfeindlichsten Orte der Welt. Temperaturen von unter Minus 40 Grad herrschen bei arktischen Stürmen in der Kinderstube der Kaiserpinguine. Tausende Vögel versammeln sich in der eisigen Weite, um sich ungestört zu paaren und Küken aufzuziehen. Der Winter ist dunkel und lang, nicht alle werden ihn überleben.

Erzähler der deutschen Fassung ist Schauspieler Sebastian Koch ("Das Leben der Anderen", "Werk ohne Autor"). "Der enorme technische Aufwand dieser Produktionen lässt eine Nähe zu den Tieren entstehen, die wir mit bloßem Auge nicht erleben können - und die Spannung ist kaum zu überbieten", wird er in einer Pressemitteilung zitiert.

Spannend wird es auch in "Königin der Löwen": Nachdem die Männchen das Rudel verlassen haben, müssen die Löwinnen Charme und Sienna alleine ihre Jungen vor angreifenden Hyänen und Büffelherden schützen. 420 Drehtage brauchte es, um die Geschichte eines der berühmtesten Löwenrudel im afrikanischen Kenya zu erzählen.

Wie in einem antikem Drama entfaltet sich die Geschichte in "Feldzug der Wildhunde". Die alternde Matriarchin Tait muss um ihre Zukunft und ihr Rudel bangen. Ihr größter Feind ist die eigene Tochter namens Blacktip. Um ihre Mutter zu vertreiben, gefährdet sie das Überleben der ganzen Dynastie. Die Aufnahmen der Wildhunde in Zimbabwe gehören mit zu den spektakulärsten der Serie. Luftbilder zeigen die ausgeklügelte Teamarbeit dieser stark bedrohten Jäger, deren Revier bis zu 2000 Quadratkilometer groß sein kann. Nur noch 6600 von ihnen leben in freier Wildbahn.

Nicht viel besser sieht es für den Tiger aus, der in vielen Ländern schon ausgerottet ist. Im Tigerreservat Bandhavgarh in Indien leben 80 von ihnen, darunter das Tiger-Weibchen Raj Bhera. Sie hat vor kurzem vier Junge geworfen und muss viel jagen, um sich und ihre Kleinen durchzubringen. Ihre erwachsene Tochter Solo hat derweil ein Auge auf ihr Revier geworfen und fordert sie in "Duell der Tiger" heraus. Es ist nicht die einzige Gefahr. Auf der Suche nach Futter, verlässt Raj Bhera das Reservat und begibt sich in von Menschen besiedeltes Gebiet.

Die Bedrohung durch Menschen und Klimawandel ist tragendes Thema in "Wilde Dynastien". Seien es die für Rodung gelegten Buschfeuer in der westafrikanischen Steppe oder das schmelzende Eis der Antarktis - die Schicksale von David, Tait und Raj Bhera geben dieser Tragik ein Gesicht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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