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Mehr Autos beanstandet - Tüv-Report 2020: Jedes fünfte Auto fällt durch

Mehr Autos beanstandet  

Tüv-Report 2020: Jedes fünfte Auto fällt durch

07.11.2019, 15:34 Uhr | dpa

Mehr Autos beanstandet - Tüv-Report 2020: Jedes fünfte Auto fällt durch. Bei der Hauptuntersuchung vom Tüv fällt rund jedes fünfte Auto wegen Mängeln durch.

Bei der Hauptuntersuchung vom Tüv fällt rund jedes fünfte Auto wegen Mängeln durch. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - "Bis dass der Tüv uns scheidet" - bei der Hauptuntersuchung (HU) dürfte so mancher Autofahrer Schweißperlen auf der Stirn bekommen. Zu Recht: Denn rund jedes fünfte Auto (21,5 Prozent) fällt wegen Mängeln bei der HU vom Tüv durch.

Das zeigt einBericht, den der Tüv-Verband (VdTÜV) in Berlin jetzt veröffentlicht hat. Demnach ist die Quote erheblicher Mängel gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Mit geringen Mängeln fährt fast jedes zehnte Auto vor (9,7 Prozent). Das sind 2,3 Prozentpunkte weniger.

Je älter die Autos, desto größer die Mängel

Häufig führten unter anderem Mängel bei der Beleuchtung, Öl am Motor oder Getriebe sowie verschlissene Bremsscheiben zum Aus bei der HU. Solche Autos müssen Besitzer entsprechend repariert erneut vorführen, um die Prüfplakette doch noch zu bekommen.

Alte Fahrzeuge rasseln häufiger durch die HU. Während nur 5,8 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Autos erhebliche Mängel aufweisen, fallen bei den sechs bis sieben Jahre alten Autos bereits 16,4 Prozent deswegen durch. Fahren zehn bis elf Jahre alte Autos vor, bekommt mehr als jedes Vierte (28,2 Prozent) die Plakette nicht beim ersten Mal.

Die Autos auf deutschen Straßen werden dabei immer älter. Derzeit liegt das Durchschnittsalter bei 9,5 Jahren, erläutert der VdTÜV und verweist auf Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts. Aufgrund besserer Rostvorsorge halten Pkw immer länger durch und würden aufgrund von Korrosion kaum mehr aus dem Verkehr gezogen. Doch die Technik älterer Autos sollten Besitzer auf Verschleiß prüfen und entsprechende Teile rechtzeitig ersetzen, rät der Tüv-Verband.

Modelle von deutschen Herstellern liegen meist vorn

Für Gebrauchtwagenkäufer ist interessant, wie die einzelnen Modelle abschneiden. Deutsche Marken haben in den einzelnen Kategorien meist klar die Nase vorn. Gesamtsieger und Sieger bei den SUVs ist der Mercedes GLC mit den wenigsten erheblichen Mängeln (2,17 Prozent).

Dahinter teilen sich der Porsche 911 (2,20) und der Mercedes SLK/SLC (2,20) den zweiten Platz bei den Zwei- bis Dreijährigen. Auch die Plätze vier (B-Klasse) und fünf (A-Klasse) gehen an Mercedes. Den sechsten Platz muss sich die C-Klasse der Schwaben mit dem CX-3 von des japanischen Herstellers Mazda teilen.

Bei den zwei bis drei Jahre alten Kleinwagen fährt mit dem Audi A1 (3,1) ebenfalls ein deutsches Auto vorn, während der italienische Fiat Punto (10,8) das Schlusslicht bildet. Bei den Minis siegt der Opel Adam (4,0), und der Ford Ka (10,7) wird hier letzter.

Schlecht schneiden auch Autos wie der Dacia Logan (2. Generation) ab, der mit einer Mängelquote von 13,6 Prozent bei den Zwei- bis Dreijährigen ganz hinten fährt. Sein Vorgänger liegt bei den Zehn- bis Elfjährigen gemeinsam mit dem Chevrolet Matiz ganz hinten (jeweilige Quote: 43,1 Prozent)

Ein Sportwagen ist der Dauerbrenner

Bei den acht- bis neunjährigen Autos kommen hinter dem Porsche 911 der Audi TT und der BMW X1 auf die Plätze zwei und drei. Insgesamt rollen hier von den Top-10-Autos mit dem Honda CR-V auf dem siebten und dem Mazda 3, der sich den achten Platz mit dem Audi A4/A5 teilt, alle Autos aus deutscher Produktion.

Mit seinem Klassiker 911 in verschiedenen Generationen hält Porsche in den Altersklassen zwischen vier und elf Jahren die Spitzenplätze. Der Elfer muss sich nur bei den Zwei- bis Dreijährigen auf den zweiten Platz verweisen lassen.

Der Tüv-Report 2020 wertet die Ergebnisse von rund 9 Millionen Pkw-HU aus, die der Tüv als einer der Anbieter zwischen Juli 2018 und Juni 2019 durchgeführt hat.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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