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Fahrpreise f├╝r Bus und Bahn steigen teils kr├Ąftig

Von dpa
Aktualisiert am 02.11.2021Lesedauer: 3 Min.
F├╝r die t├Ąglichen Wege im Nahverkehr m├╝ssen Fahrg├Ąste bald mehr bezahlen.
F├╝r die t├Ąglichen Wege im Nahverkehr m├╝ssen Fahrg├Ąste bald mehr bezahlen. Jedoch nicht ├╝berall in Deutschland. (Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Nicht nur Sprit und Lebensmittel werden teurer. Viele Menschen in Deutschland m├╝ssen demn├Ąchst auch f├╝r das Bus- und Bahnfahren draufzahlen. Die Preise steigen im Winter nicht nur im Fernverkehr, sondern in zahlreichen Regionen auch im Nahverkehr.

Damit werden viele t├Ągliche Wege teils deutlich teurer: Je nach Verkehrsverbund steigt der durchschnittliche Tarif um bis zu 5,5 Prozent. Das geht aus Beschl├╝ssen zur bevorstehenden Preisrunde zum Jahreswechsel hervor, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat. Anderswo ├Ąndern sich die Preise dagegen gar nicht.

Teil der Kosten wird an Fahrg├Ąste weitergegeben

Als letzter der gro├čen Verb├╝nde arbeitet etwa der Hamburger Verkehrsverbund an einer Preiserh├Âhung. Im Schnitt 1,3 Prozent mehr sollen die Hanseaten ab dem Jahreswechsel voraussichtlich bezahlen. "Das freut niemanden", bekennt der Verbund. "Bedenkt bitte bei der Diskussion: Alles wird teurer." Nur ein Teil der h├Âheren Kosten werde an die Fahrg├Ąste weitergegeben. Den weitaus gr├Â├čeren Teil ├╝bernehme die Steuerkasse.

Sprit, Strom, neue Angebote - in vielen Regionen sind das die wesentlichen Argumente f├╝r h├Âhere Preise. Der Einbruch der Fahrgeldeinnahmen bringe die 135 Mitgliedsunternehmen in starke Bedr├Ąngnis, hie├č es etwa im Verkehrsverbund Gro├čraum N├╝rnberg. Dort steigen die Tarife zum ersten Mal seit drei Jahren und deshalb gleich um 5,5 Prozent im Durchschnitt. Nur in der Stadt N├╝rnberg selbst sorgen Millionen aus der Stadtkasse daf├╝r, dass die Tarife noch einmal stabil bleiben k├Ânnen.

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Auch in M├╝nchen und Umgebung wird es deutlich teurer: plus 3,7 Prozent gilt von Mitte Dezember an. "Die Corona-Pandemie bescherte uns enorme Einnahmenausf├Ąlle", erkl├Ąrte der dortige Verkehrsverbund. Man habe dennoch das Angebot nahezu vollst├Ąndig aufrechterhalten.

Starker ├ľPNV f├╝r Verkehrswende unverzichtbar

Die Linken-Vorsitzende Janine Wissler sprach angesichts der Preisrunde von einem fatalen Signal. F├╝r Menschen mit kleinem Geldbeutel sei regelm├Ą├čiges Bus- und Bahnfahren unerschwinglich. Der Bund m├╝sse Investitionen in den Nahverkehr absichern. Das Angebot m├╝sse ausgebaut werden, die Preise aber sinken. "Busse und Bahnen m├╝ssen das R├╝ckgrat der Verkehrswende sein", sagte Wissler mit Blick auf das Ziel, den Autoverkehr zu reduzieren.

"Die Mobilit├Ątswende braucht einen leistungsstarken und wirtschaftlich gesunden ├ľPNV", hie├č es auch beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Die Branchenvertretung betonte jedoch: "Die Fahrgeldeinnahmen spielen dabei eine entscheidende Rolle." Die Strom-, Diesel- und Personalkosten seien auch w├Ąhrend der Corona-Pandemie zum Teil deutlich gestiegen. Wie sich die Ticketpreise vor Ort entwickeln, entschieden die Verantwortlichen mit den Kommunen je nach wirtschaftlicher Situation.

Eine Erh├Âhung deutlich unter der Inflationsrate gibt es in Stuttgart und Umgebung mit einem Plus von 2,5 Prozent. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, dem einwohnerst├Ąrksten in Deutschland, steigen die Tarife um 1,7 Prozent. 1,5 Prozent sind es im benachbarten Rhein-Sieg- und im Rhein-Main-Verkehrsverbund, der gro├če Teile Hessens umfasst.

F├╝r Fahrten au├čerhalb von Verb├╝nden hatte die Deutsche Bahn einen Tarifaufschlag von 1,7 Prozent angek├╝ndigt. Im Fernverkehr erh├Âht sie die Fahrpreise am 12. Dezember durchschnittlich um 1,9 Prozent.

Nicht ├╝berall wird es teurer

Doch nicht ├╝berall m├╝ssen die Fahrg├Ąste tiefer in die Tasche greifen. Im Nahverkehr von Bremen, seinem nieders├Ąchsischen Umland sowie in Berlin und Brandenburg ├Ąndert sich nichts. Bremer k├Ânnen sich sogar ├╝ber die zweite Nullrunde in Folge freuen. Diese Verkehrsverb├╝nde nennen daf├╝r ein Argument, das andere ausdr├╝cklich f├╝r Preiserh├Âhungen nutzen: den Fahrgastr├╝ckgang in der Corona-Pandemie. Mit stabilen Preisen wollen sie die Kundinnen und Kunden zur├╝ck in Busse und Bahnen holen.

Dazu wird mancherorts auch an flexibleren Fahrkarten- und Abo-Modellen gearbeitet, etwa in Leipzig, Berlin und Frankfurt (Oder), in Baden-W├╝rttemberg und an Rhein und Ruhr. Denn die Verkehrsbetriebe erwarten, dass ein Teil der Menschen auch nach der Pandemie zeitweise zu Hause arbeiten wird und Busse und Bahnen nur noch tageweise ben├Âtigt.

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